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Rudolph, Andrea

Genreentscheidung und Symbolgehalt im Werk Friedrich Hebbels

Series: Oppelner Beiträge zur Germanistik - Volume 3

Year of Publication: 2000

Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2000. VI, 494 S.
ISBN 978-3-631-36640-0 br.  (Softcover)

Weight: 0.640 kg, 1.411 lbs

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Book synopsis

Friedrich Hebbel war kein Dichter der philosophisch-ästhetischen Spekulation. In Realsymbolen und deren Wandel schlägt sich für ihn die seit der Französischen Revolution machtvoll beschleunigte Geschichtsbewegung nieder. Was Edelstein, Krone, Haare, Schleier und Schwerter jeweils bedeuten, zeigt ein werkgenetischer wie theoretischer Längsschnitt, der Hebbels Formfindung nachzeichnet. Die Entwicklungslinie Prosa-Komödie-Tragikomödie-Tragödie widerspiegelt den Zusammenhang von Symbol und Gattungsentscheidung. In der Vermittlung zwischen Realität und Poesie im Symbol erschließt Hebbel die tragische Form für die moderne Problematik. In der Tragödie sieht er jene Form, die jenseits aller Normativität gerade in der geschichtlichen Öffnung auf eine praktische Ethik der Zeitlichkeit ihre stärkste Dimension hat.

Contents

Aus dem Inhalt: Hebbelbilder und Bildentwürfe Hebbels: Problemkonstituierung in Hebbels Tagebüchern - Desillusionierungs- und Beschreibungsrealismus in der Prosa: Schauerromantik in den Nachtstücken, Destruktion romantischer Synthesebildlichkeit, Klassische Novellenform und Anstrengung zur Häßlichkeit, Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Bildsynthesen - Genreschritt vom epischen zum dramatischen Bild: Symbolisches Zeitbild und Problemrealismus, Der Edelstein als Sinnbild - Tragödien als Symbolisierung der «in's Leben selbst verlegten Dialectik»: Individuum und Staatsidee, Der Ring als Revolutionssymbol.

About the author(s)/editor(s)

Die Autorin: Andrea Rudolph wurde 1958 geboren. Studium der Germanistik und der vergleichenden Literaturgeschichte an der Universität Leipzig, Zusatzstudium in Petersburg, Promotion zum Dr. phil. mit einer Untersuchung zum Modernitätsbewußtsein Thomas Manns (1987). 1986-1992 wissenschaftliche Assistenz an den Universitäten Leipzig und Greifswald; Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Universität East Anglia, Norwich; 1994-1999 literaturwissenschaftliches DAAD-Lektorat an der Universität Lodz, seit 1999 Lehrtätigkeit an der Universität Opole.

Series

Oppelner Beiträge zur Germanistik. Bd. 3
Herausgegeben von Maria Katarzyna Lasatowicz und Marek Zybura.