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Die Schaffhauser Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts

Hasler, Rolf

Die Schaffhauser Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts

Corpus Vitrearum Schweiz: Reihe Neuzeit. Bd. 5
Herausgegeben von Vitrocentre Romont

Year of Publication: 2010

Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt am Main, New York, Oxford, Wien, 2010. 478 S., zahlr. farb. und s/w Abb.
ISBN 978-3-0343-0496-2 geb.  (Hardcover)

Weight: 2.900 kg, 6.393 lbs

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Discipline

Book synopsis

Glasgemälde aus der frühen Neuzeit befinden sich im Kanton Schaffhausen kaum mehr an ihren ursprünglichen Bestimmungsorten. Dank den intensiven Bemühungen von Schaffhauser Bürgern und Institutionen konnte über die letzten 150 Jahre aber ein ansehnlicher Bestand an historischen Glasgemälden für die dortigen Sammlungen gesichert werden. Diese in der vorliegenden Publikation erstmals vollständig erfassten, durchweg farbig abgebildeten 194 Werke vermitteln ein anschauliches Bild vom Reichtum der einstmals in öffentlichen und privaten Schaffhauser Gebäuden vorhandenen Glasmalereien. Zugleich kommt ihnen ein hoher kulturgeschichtlicher Wert zu, indem sie aufschlussreiche Einblicke in die vielfältigen Beziehungen der Bürger untereinander und zu ihren politischen Organen gewähren.
Die dem Katalog vorangehende Studie behandelt die Entwicklung der Glasmalerei zwischen 1500 und 1800 in Schaffhausen und Stein am Rhein aus verschiedenen Perspektiven. Erörtert werden zunächst die Gründe für den nach der Reformation erfolgten Aufstieg Schaffhausens zu einem führenden Zentrum Schweizer Glasmalkunst, dessen Erzeugnisse sich auch in Süddeutschland einer grossen Beliebtheit erfreuten. Nach dem Eingehen auf die Träger dieser Nachfrage wird unter Beizug des reichhaltigen, hier erstmals auszugsweise veröffentlichten Quellenmaterials die Organisation des Schaffhauser Glasmaler- und Glaserhandwerks durchleuchtet und seine enge Verflechtung mit den Malern aufgezeigt. Daran schliessen sich die Kurzbiografien der während der frühen Neuzeit über hundert in Schaffhausen tätigen Glasmaler, Glaser und Scheibenentwerfer, zu denen neben unbekannten, bislang noch nie namentlich erfassten Meistern Künstlerpersönlichkeiten wie Tobias Stimmer oder Daniel Lindtmayer der Jüngere gehören.
Ganz anders liegen die Verhältnisse in der bis zur französischen Revolution unter Zürcher Oberhoheit stehenden Stadt Stein am Rhein. Wie die Studie aufzeigt, beherrschten dort fremde Meister das Feld der Glasmalerei, und zwar vor allem solche aus Zürich und Winterthur. Obwohl Stein am Rhein im Gegensatz zu Schaffhausen nie ein bedeutender Produktionsort für Glasmalerei war, kann sich diese Stadt mit dem 1542/43 in sein Rathaus gestifteten Scheibenzyklus aber rühmen, Hüterin eines der glanzvollsten Zeugnisse Altschweizer Glasmalkunst zu sein.

Contents

Inhalt: Kap. I–II Schaffhausen: Ein Hauptort alteidgenössischer Glasmalerei – Die Träger der Fenster- und Wappenschenkungssitte – Die Organisation des Glasmaler-, Glaser- und Malerhandwerks – Die Entwicklung der Schaffhauser Glasmalkunst – Die Schaffhauser Glasmaler, Glaser und Reisser – Kap. III Stein am Rhein: Die Träger der Fenster- und Wappenschenkungssitte – Die Dominanz der Glasmaler Zürichs und Winterthurs – Das heimische Glasmaler- und Glaserhandwerk und seine Repräsentanten – Kap. IV: Katalog der im Kanton Schaffhausen befindlichen Glasgemälde – Kap. V: Quellentexte.

About the author(s)/editor(s)

Der Autor: Rolf Hasler studierte an der Universität Bern Kunstgeschichte, Geschichte sowie Architektur und Denkmalpflege. Von 1992 bis 1996 bearbeitete er im Auftrag des Bernischen Historischen Museums die Scheibenriss-Sammlung Wyss: 1996/97 Veröffentlichung des Sammlungskataloges. Seit 1997 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Vitrocentre Romont.
DAS CORPUS VITREARUM DER SCHWEIZ: Das internationale Corpus Vitrearum Medii Aevi wurde 1952 mit dem Ziel gegründet, die an ihren ursprünglichen Standorten und in Museen erhaltenen Glasmalereien des Mittelalters systematisch zu erforschen und zu veröffentlichen. Der grosse Erfolg, welcher dem Unternehmen in den letzten Jahrzehnten beschieden war, hat in der Zwischenzeit mehrere Mitgliedsländer veranlasst, auch die nachmittelalterliche Periode miteinzubeziehen. Die Schweizer Corpus-Kommission rief dafür 2002 die «Reihe Neuzeit» ins Leben. Darin werden nach den wissenschaftlichen Richtlinien des internationalen Unternehmens die in der Schweiz vorhandenen frühneuzeitlichen Glasgemälde nach und nach ediert. Die vorliegende Publikation erscheint als fünfter Band in dieser Reihe.

Reviews

«This beautifully illustrated book is a major contribution to Swiss stained glass studies. Apart from cataloguing and illustrating one hundred and ninety four panels in private and public collections in Schaffhausen and Stein am Rhein, the author provides biographical entries for more than a hundred glass painters, designers of stained-glass panels and glaziers active in the region between 1500 and 1800; a hugely valuable undertaking. Another special feature of the book is the publication of the records of the Schaffhausen glasspainters guild. As with previous publications of the Swiss Corpus Vitrearum, the production standards are superb and the colour illustrations amount to a master class in Swiss glass painting in their own right!» (Roger Rosewell, Vidimus)