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Swiss Maid

Verborgene Kräfte und Schätze in der Erfolgsgeschichte der Schweiz

Margrit V. Zinggeler

Swiss Maid: Verborgene Kräfte und Schätze in der Erfolgsgeschichte der Schweiz untersucht die Arbeit und Leistungen von einfachen Frauen und wie sie die Schweiz mitgestaltet haben. Frauen waren tätig in religiösen Institutionen, in der Hauswirtschaft, auf Bauernhöfen, im Handwerk und Gewerbe, in der Mädchenbildung, im Pflegebereich, in der Fürsorge, im Militär, in der Industrie und im Dienstleistungssektor. Obwohl jüdischchristliche Traditionen die Frauen in untergeordneten Rollen einschlossen, entwickelten die Frauen ihre eigenen Stärken und trugen zur erfolgreichen Volkswirtschaft des Landes bei. Allerdings wurde die Arbeit dieser Frauen nicht in die Staatsbuchhaltung aufgenommen und in Produktivitätsmodellen bewertet und anerkannt. In diesem Buch werden qualitative und quantitative Daten vorgestellt, die zur Ermittlung von sozioökonomischen Aussagen erforderlich sind. Ausbildung, Arbeitsteilung und soziale Strukturen vergangener Jahrhunderte werden in Bezug auf die Produktivität von Frauen ebenso diskutiert wie die sozialen Veränderungen in jüngerer Zeit. Multifaktor- Produktivitätskonzepte und soziale Wohlstandsmessungen beleuchten den enormen Wert der Arbeit von Frauen. Porträts von wegweisenden und gewöhnlichen Frauen zeugen von ihrem unerschrockenen Mut und ihren außergewöhnlichen Beiträgen, ohne die die Marke „Swiss Made" und das Image der Schweiz nicht erfolgreich wären. Nur wenn wir die Frauen-einschließende Geschichte kennen, verstehen wir die Gegenwart. Dieses Buch schließt die Lücke im Schweizer Erfolgsmodell.

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1. Auf der Suche nach Frauen in der Schweizer Geschichte

Notes

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Heil dir, Helvetia!

Hast noch der Söhne ja,

Wie sie Sankt Jakob sah,

Freudvoll zum Streit.

Johann David Wyss

(Schweizer Hymne von 1812–1961)

 

Die Suche nach Frauen in Büchern zur Schweizer Geschichte ist ein einschüchterndes Unterfangen. Buch für Buch in der Schweizer Nationalbibliothek, Schachtel um Schachtel im Schweizer Bundesarchiv, Seite für Seite in Online-Archiven dieser und anderen Institutionen, die die Geschichte der Vergangenheit des Landes erzählen, bieten nur wenige Eintragungen über die Beiträge der weiblichen Bevölkerung zum Aufbau der kleinen Schweizer Nation, die für Stabilität, Neutralität, eine erfolgreiche Wirtschaft und ihre atemberaubende, alpine Schönheit auf der ganzen Welt bekannt ist. Doch die Erzählung dessen, was die Männer getan, gesagt, geschrieben und dargestellt haben, ist der allumfassende Fokus der umfangreichen Schweizer Geschichte. Selbst in kürzlich erschienenen Geschichtsbüchern werden praktisch nur die Leistungen von (Schweizer) Männern erwähnt. Die zeitgenössischen Geschichtsforscher behaupten, dass es keine oder nur sehr wenige Hinweise zu Frauen gäbe, die beweisen, dass die ←1 | 2→Frauen mithalfen den Schweizer Staat aufzubauen, da keine oder nur wenige Quellen (Texte) existierten. Warum—auch heute noch—konzentrieren sich die historischen Analysen in erster Linie auf schriftliche Texte, die überwiegend nur von Männern—oft äußerst subjektiv—verfasst und produziert worden waren? Warum werden Untersuchungen zur Geschichte eines Landes nicht auch mit der Geschichte der...

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