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Wissenschaftliche Weiterbildung im Bezugsrahmen der Bologna-Reform

Eine soziologische Evaluationsstudie am Beispiel des Masterstudiums «Leitung und Kommunikationsmanagement» an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg

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Karin Herzog

Die Bologna-Reform hat mit dem Ziel, einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen, in der deutschen Hochschullandschaft zu zahlreichen Veränderungen geführt. Unter anderem waren die Hochschulen angehalten, wissenschaftliche Weiterbildung als dritte Säule neben Forschung und Lehre zu etablieren. In einer qualitativ angelegten Evaluationsstudie untersucht die Autorin in diesem Zusammenhang einen weiterbildenden Masterstudiengang. Dabei interessierte besonders, aus welcher Motivation heraus Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich für diese Weiterbildungsform entschieden, ob die formulierten Erwartungen erfüllt wurden, das Studium erwachsenengerecht gestaltet war und ob bei den Einschätzungen geschlechtsspezifische Aspekte eine Rolle spielten.
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1 Der Bologna-Prozess in Deutschland: Stand und Perspektiven

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1  Der Bologna-Prozess in Deutschland: Stand und Perspektiven

1.1  Ausgangslage

Der Begriff „Bologna“ steht für einen Reformprozess, den Deutschland zusammen mit seinen europäischen Nachbarn im Jahre 1998 initiierte, um einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu gestalten. Durch die Einführung von Bachelor und Master als „gestuftes Studiensystem“ sollten europaweit vergleichbare Abschlüsse dazu dienen, die Mobilität zu steigern, die Qualitätssicherung zu verbessern und das gemeinsame Wissenspotential besser zu nutzen.

Am 19. Juni 1999 schlossen sich dieser Idee dreißig europäische Staaten an und legten mit der Bologna-Erklärung den Grundstein für einen europäischen Hochschulraum, der inzwischen siebenundvierzig Mitgliedstaaten umfasst (vgl. BMBF 2015a).

1.2  Ziele des Bologna-Prozesses

In der Bologna-Erklärung von 1999 einigten sich die Unterzeichnerstaaten auf sechs Kernziele für die Umsetzung eines europäischen Hochschulraumes, die 2003 weiter ergänzt und in den Konferenzen der Folgejahre bestätigt wurden (vgl. Berliner Kommuniqué 2003; BMBF 2015a):

– Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich über die Wichtigkeit der sozialen Dimension des Bologna-Prozesses einig. Hier wurden besonders die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit hervorgehoben sowie die Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Konkret sollte der Abbau sozialer und geschlechtsspezifischer Ungleichheit auf nationaler und europäischer Ebene unterstützt werden.

– Des Weiteren bestand Konsens über die Beschlüsse des Europäischen Rats in Lissabon 2000 (vgl. Europäischer Rat 2000) und Barcelona 2002 (vgl. Europäischer Rat 2002), die darauf...

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