Show Less
Restricted access

Wachsender Fels

Der Vierströme- und der Trevibrunnen sowie die Fassade des Palazzo di Montecitorio – drei Werke des römischen Barock im Lichte der geologischen Wissenschaftsgeschichte

Volker Hoffmann

An den hier behandelten barocken Kunstwerken treten bizarre Steinwucherungen auf, deren raison d’être die Kunstwissenschaft kaum interessiert hat. Die zeitgenössischen geologischen Schriften stimmen darin überein, in den Steinen  belebte, wachsende und vergehende Wesen zu sehen. Die Überschneidung dieser Vorstellungen mit den konkreten Felswucherungen an  jenen Kunstwerken nötigt den Autor, ihre gesamte Ikonologie neu zu durchdenken. Seine  Erkenntnisse lassen sich in diese Kernthesen fassen: Vierströmebrunnen: Die Erschütterung der Welt und ihre Beruhigung unter der Herrschaft Papst Innozenz‘ X. Palazzo di Montecitorio: Das  aristotelische ‹Werden und Vergehen›. Trevibrunnen: Das Wiedererwachen des Lebens nach der ‹Großen Flut›.

Der Vierströme- und der Trevibrunnen sowie die Fassade des Palazzo di Montecitorio – Werke des römischen Barock weisen bizarre Steinwucherungen auf – Der Autor konfrontiert sie mit den zeitgenössischen geologischen Theorien und deutet jene Kunstwerke neu.