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Dokumentarfilm als Medium der Erinnerungspolitik in Spanien

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Johanna Pumb

Die Unterlegenen des Spanischen Bürgerkriegs erlitten unter dem Diktator Franco starke Repressionen. Im öffentlichen Diskurs gab es nur das Narrativ der Sieger. Im Dokumentarfilm «La vieja memoria» (1977) sah man erstmals ein Gespräch zwischen Menschen unterschiedlicher Bürgerkriegslager – eine Montage, von Jaime Camino erstellt aus rund 25 Stunden Interviewmaterial. Es entstand ein multiperspektivisches Werk, das auch das Gedächtnis als solches thematisierte. Diese Studie analysiert den Film erstmals unter Einbezug des unveröffentlichten Materials und erforscht die Möglichkeiten des Dokumentarfilms im Vergangenheitsdiskurs. Dafür wird kulturtheoretisch der Zusammenhang von Gedächtnis und Gesellschaft erörtert und die spanische Geschichte mit dem Wandel der Erinnerungspolitik dargestellt.

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