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Edited by Judith Lange, Eva Rothenberger and Martin Schubert

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Gentrifiktionen

Zur Gentrifizierung in deutschsprachigen Berlin-Romanen nach 2000

Series:

Hanna Henryson

Gentrifizierung ist ein global verbreiteter und kontrovers diskutierter urbaner Prozess, der auch seinen Niederschlag in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gefunden hat.

Diese Studie untersucht die literarische Verarbeitung der Gentrifizierung in Berlin nach 2000 anhand von ausgewählten Romanen von Aljoscha Brell, Ulrich Peltzer, Jan Peter Bremer und Annett Gröschner. Mithilfe eines interdisziplinären theoretischen Rahmens, der narratologische Aspekte mit soziologischen kombiniert, arbeitet die Untersuchung heraus, wie der Wettbewerb um den urbanen Raum aus der Figurenperspektive imaginiert und verhandelt wird. Die Analyse zeigt, wie Machtverhältnisse zwischen sozialen Gruppen sich in den zum Teil standardisierten Figurenkonstellationen der untersuchten ‹Gentrifiktionen› manifestieren.

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Narrative der Überwachung

Typen, mediale Formen und Entwicklungen

Edited by Kilian Hauptmann, Martin Hennig and Hans Krah

In Film und Literatur gibt es durch kanonisierte Überwachungserzählungen eine Vielzahl von Narrativen der Überwachung, die in das Alltagswissen übergegangen sind und die kulturellen Verhandlungen und Vorstellungen von Privatheit und Autonomie prägen.  Doch auch in einer Vielzahl von anderen Medien und Diskursen lassen sich Narrative der Überwachung finden, wie etwa im Computerspiel, in der Werbung, in Dokumentationen oder der Aktionskunst, und nicht zuletzt in der Wissenschaft selbst. Der Band widmet sich Modellierungen von Überwachung und geht Entwicklungen von Erzählungen und Diskursen anhand von verschiedenen Beispielen nach. Die interdisziplinären Perspektiven nehmen dabei auch das Verhältnis der Überwachungsnarrative zu Sicherheits-, Privatheits- und Digitalisierungsthemen in den Blick.

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Brückenschläge Nord: Landeskunde an der Schnittstelle von Schule und Universität

Beiträge zur 4. Konferenz des Netzwerks «Landeskunde Nord» in Tallinn am 26./27. Januar 2018

Series:

Edited by Frank Thomas Grub and Maris Saagpakk

2012 wurde das Netzwerk Landeskunde Nord gegründet, dessen Ziel es ist, Forschung und Lehre zur Landeskunde des Deutschen als Fremdsprache, insbesondere in den nordischen und den baltischen Ländern voranzutreiben. Die Publikation knüpft an die bereits erschienenen Bände Landeskunde Nord, Perspektive Nord und Spektrum Nord an und bietet weitere Beiträge zur wissenschaftlichen Theoriebildung in Verbindung mit unterrichtspraktischen Reflexionen und Projektvorstellungen. Dabei werden u.a. Brücken zwischen den verschiedenen Ebenen der Bildungssysteme geschlagen. Die Beiträge nehmen international geführte Fachdiskussionen u.a. zu Erinnerungsorten, Linguistic Landscapes und zum kreativen Schreiben auf und haben auch deshalb über die nordischen und baltischen Länder hinaus Bedeutung.

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Sprachlernspiele im DaF-Unterricht in der VR China

Möglichkeiten und Herausforderungen ihres Einsatzes in Universitäten

Series:

Jing Zeng

Sprachlernspiele im DaF-Unterricht werden als multifunktionale Unterrichtsmethode für den Fremdsprachenunterricht angesehen. Ihre Wirksamkeit, insbesondere in asiatischen Ländern ist empirisch bis jetzt nur begrenzt belegt. Die Autorin stellt die Einsetzbarkeit und die Effizienz von Sprachlernspielen im DaF-Unterricht dar und versucht, ein umfassendes Bild zum Einsatz der Sprachlernspiele in China zu geben. Sie zeigt zeigt auf, dass Lehrende unter suboptimalen Rahmenbedingungen mit sorgfältiger Vorbereitung und Kreativität Sprachlernspiele als festen Unterrichtsbestandteil einsetzen können. Die Wirkung der Sprachlernspiele wird durch die Forschungsergebnisse bestätigt.

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Kognitive Aspekte der Phraseologie

Konstituierung der Bedeutung von Phraseologismen aus der Perspektive der Kognitiven Linguistik

Series:

Anna Sulikowska

Diese Monographie verfolgt das Ziel, die zentralen Begriffe der Semantik von Phraseologismen – ihre Idiomatizität, Motiviertheit, Bildhaftigkeit, Bildlichkeit, Ambiguität – aus kognitiver Perspektive zu beschreiben. Die Autorin arbeitet ein Verfahren heraus und erprobt es in korpusbasierten Detailstudien, mit dem semantische Aspekte der Idiome in ihrer Komplexität und Vielfalt anhand eines kongruenten Instrumentariums, unter kohärenten theoretischen Prämissen, erläutert werden. Der wissenschaftliche Wert des Buches liegt in seiner Interdisziplinarität: Hier treffen die empirisch breit abgesicherten Theorien zu Metapher und Metonymie, kognitiver Semantik, mentalen Repräsentationen, literaler und figurativer Sprache, mit der Korpuslinguistik und Phraseologie zusammen.

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Der lange Schatten des ›Roten Oktober‹

Zur Relevanz und Rezeption sowjet-russischer Kunst, Kultur und Literatur in Österreich 1918–1938

Series:

Edited by Primus-Heinz Kucher and Rebecca Unterberger

Die Oktoberrevolution von 1917 und die Gründung der Sowjetunion zog politisch-ideologisch wie kulturell-künstlerisch im deutschsprachigen Raum hohe Aufmerksamkeit auf sich und polarisierte die intellektuelle Öffentlichkeit. Insbesondere in der Ersten Republik bzw. im ›Roten Wien‹ stießen manche ihrer Impulse auf Resonanz, andere auf dezidierte Zurückweisung. Auch im bürgerlichen Kunst- und Literaturbetrieb, zum Beispiel dem der Musik, des Theaters oder des Films wurden (sowjet)russische Entwicklungen wahrgenommen und diskutiert. Der Band widmet sich solchen Rezeptionsbeziehungen, arbeitet ihre zum Teil erstaunliche Resonanz heraus, verortet sie in zeittypischen Diskursen wie dem des Aktivismus, der Theater- und Musikavantgarde, aber auch, kontrastierend-komplementär, dem des zeitgenössischen Amerika-Diskurses.

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Selbstoptimierung

Eine kritische Diskursgeschichte des Tagebuchs

Series:

Ralph Köhnen

Lebenskunst hat Konjunktur: Offenbar ist der Traum, das Leben als Gesamtkunstwerk einzurichten, zur ethischen Maxime geworden. Beteiligt ist dabei seit der Antike das Motiv von Selbsterforschung bzw. Selbstbesserung, das über die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart wirksam geblieben ist. Tagebücher sind dabei ein notwendiges Begleitmedium gewesen und haben wechselhafte Formen angenommen, die von religiösen, wirtschaftlichen, psychologischen und medizinischen Aufschreibesystemen bestimmt worden sind. In diesem umfassenden mediologischen Sinn untersucht der Autor Programme der Selbstschrift und stellt diese an Beispielen dar, die sich von Pacioli über Pepys, Leibniz, Herder, Moritz, Goethe, Hebbel, Schmitt, Jünger oder Rainald Goetz bis in die Gegenwart der Social Media erstrecken.

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Zeit- und Alterstopik im Minnesang

Eine Untersuchung zu Liedern Walthers von der Vogelweide, Reinmars, Neidharts und Oswalds von Wolkenstein

Series:

Simone Loleit

Der Band präsentiert ein grundlegendes systematisch-theoretisches Gesamtkonzept zur Erforschung minnesangspezifischer Zeit- und Alterstopik sowie innovative Ergebnisse zur Walther-, Reinmar-, Neidhart- und Oswald-Philologie. Die Analysen widmen sich sowohl ‚kanonischen‘ als auch seltener behandelten Liedern der vier Autoren und arbeiten unter anderem mit Verfahren der rhetorischen und literaturwissenschaftlichen Toposforschung, der Varianzforschung und der Erzähltextanalyse.

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Emotionen

Beiträge zur 12. Arbeitstagung schwedischer Germanistinnen und Germanisten «Text im Kontext» in Visby 2016

Series:

Edited by Frank Thomas Grub and Dessislava Stoeva-Holm

Unter dem Rahmenthema «Emotionen» fand am 15./16. April 2016 auf dem Campus Gotland der Universität Uppsala die 12. Arbeitstagung schwedischer Germanistinnen und Germanisten «Text im Kontext» statt. Der vorliegende Band versammelt ausgewählte Beiträge, die in ihrer Vielfalt ein aktuelles Bild der Forschungsansätze und -projekte der Germanistik in Schweden vermitteln. Das Spektrum der Beiträge reicht von der Digitalisierung von Stammbüchern aus fünf Jahrhunderten bis zur Analyse von Metonymien in den Medien, von Fragen des transkulturellen Erzählens bis zu neuen Formen der Literatur im Zeitalter der Digitalisierung. Eine Untersuchung des Zusammenhangs von metasprachlichem Wissen und Grammatikkenntnissen bei schwedischen Deutschschülern rundet den Band ab.

Der Band belegt, dass der Begriff der «Emotionen» sich als geeigneter Ausgangspunkt für den Dialog von Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft erweist; als verbindende Elemente fungieren vor allem kulturwissenschaftliche Ansätze.