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  • German Literature and Culture x
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Wolfgang Beutin

Ein erster Untersuchungsgegenstand dieses Buches sind die Vorstellungen, was die Renaissance sei, wie sie von Autoren des Zeitalters selber stammen und aus der späteren Forschung. Außerdem wird eine Übersicht über die dominierenden Motive angelegt, die sich im Renaissance-Schrifttum nachweisen lassen. Der Abschnitt „die Renaissance als literarisches Motiv" ist der Renaissance-Rezeption vom 17. bis zum 20. Jahrhundert gewidmet, dessen Kennzeichen der Gegensatz der affirmierenden und der negierenden Renaissance-Rezeption ist. Die ‚Revolutionen des Geistes‘ und ihnen verwandte Bewegungen erklärten sich gern zu Erben der Renaissance, wohingegen die Verfechter des Konservatismus aller Art sich der Renaissance entgegenstemmten und in Ablehnung der mit ihr aufgekommenen Ansichten einander überboten.

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Martin Häckel

Ludwig Wittgenstein erscheint im Werk W. G. Sebalds häufig. Dieses Buch stellt ihn als zentrale Figur in zweien seiner Werke dar. Es stellt eine Analogie zwischen dem literarischen Konzept des Synoptischen Blicks und dem sprachkritischen Werkzeug der Übersichtlichen Darstellung her, und es nimmt eine Verortung in der Nachkriegsliteratur sowie eine Nutzbarmachung Wittgensteinscher Begriffe für die Literaturwissenschaft vor. Sebalds Gesamtwerk wird als Versuch begriffen, das philosophische Konzept des Zeigens auf literarischer Ebene umzusetzen. Es werden Gemeinsamkeiten auf den Ebenen von Stil, Bildverständnis und Erkenntnisinteresse herausgearbeitet, und es wird erörtert, inwieweit der Synoptische Blick tatsächlich mit der Übersichtlichen Darstellung vergleichbar ist und wie dieses Konzept als Gegenentwurf zu Schreibweisen anderer Autoren innerhalb der sog. Holocaustliteratur zu verorten ist. Eignet es sich zum Schreiben über die Shoah in besonderem Maße? Sind dabei eigene Kriterien aufzustellen?

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De Kleist à Döblin

Littérature, Histoire, Politique

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Michel Vanoosthuyse

Cet ouvrage réunit des études sur la littérature de langue allemande écrite à l’orée du romantisme jusqu’au XXe siècle. Le but est d’explorer les rapports complexes entre le texte littéraire de fiction et l’Histoire. Quelques études, moins centrées sur la thématique historique, envisagent le travail littéraire dans sa dimension d’identification et d’interrogation du sujet sur lui-même. Mais quelle que soit la thématique, le texte de fiction est ici compris comme un acte, un processus singulier de connaissance. Aucune différence d’approche n’existe dès lors entre des œuvres définies, par exemple, comme des processus compliqués d’affranchissement des idées révolutionnaires françaises et des textes interprétés comme des quêtes de solution aux problèmes personnels posés par la vie.

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Malte Kleinjung

Am Beispiel von Grimmelshausens Der seltzame Springinsfeld entfaltet diese Studie die These, dass Schelmenromane ein Drittes der Ökonomie zur Darstellung bringen können, das neben der Haushaltsführung und dem Marktgeschehen keinen Platz im gelehrten Diskurs hat. Allerdings hängt dieses Dritte mit Kontexten zusammen, die in der historischen Rückschau nicht unbedingt auf Anhieb als ökonomisch erscheinen. Um diese Kontexte in den Blick zu bekommen, stützt sich die Studie auf eine kritische Adaptation des sogenannten New Historicism. Dabei zeigt sich, dass in Grimmelshausens Roman nicht nur einschlägige Wissenselemente zu einem buntscheckigen Tableau zusammengefügt sind, sondern darüber hinaus das Erzählen und Schreiben selbst ökonomisiert wird.

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Lagerliteratur

Schreibweisen – Zeugnisse – Didaktik

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Edited by Saskia Fischer, Mareike Gronich and Joanna Bednarska-Kociolek

„Was ist Lagerliteratur?" lautet die Frage, der die Beiträge nachgehen, die in diesem Band versammelt sind. In drei Sektionen fragen die Beiträger*innen nach den ästhetischen Spezifika der Literatur aus Lagern und Ghettos, stellen bisher wenig erforschte Lagertexte vor und diskutieren didaktische Dimensionen der Auseinandersetzung mit Lagertexten.

Der Band verfolgt das Ziel, Lagerliteratur als einen eigenständigen ästhetischen Komplex zu profilieren und sein Verhältnis zur Holocaustliteratur genauer zu bestimmen. Lagerliteratur wird dabei als ein vielstimmiger literarisch-kultureller Kommunikationsprozess und als ein pluraler Diskurs vorgestellt, der immer auch die Reflexion darüber einschließt, wie diese Literatur sein kann und sein sollte. In diesem Sinne ist die Frage „Was ist Lagerliteratur?" als eine noch offene zu verstehen und der Band als eine Einladung, sich mit ihr zu beschäftigen.

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Black Magic Woman

Gender and the Occult in Weimar Germany

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Barbara Hales

This book is a study of women’s involvement in occult practices in Weimar Germany. Women during the Weimar period experienced an unprecedented level of liberation. This included a greatly increased role in the work force as well as participation in other realms that were traditionally the province of men. They were also given the liberty to be more outwardly sexualized. Women engaging in occult practices during this period present an interesting example of the liberated woman. The occult woman reversed all traditional gender roles by the pretense of possessing powers that threatened male dominance.

The book investigates the significance of the occult in the Weimar period by drawing on popular, scientific, and legal writings of women’s involvement in the occult. In addition to examining reports of women engaging in actual occult practices (expressive dance, mediumism, and witchcraft), this book also considers various fictional depictions of women as demonic or as possessing supernatural powers (ghosts, vampires, and monsters). The author contends that both actual practices, as well as fictional depictions, constructed an imaginary female identity as a dangerous and grotesque monster.

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Genuss und Arbeit im Angestelltenroman

Von Irmgard Keun bis Elfriede Jelinek

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Lucas Alt

Ist ‚gutes Leben‘ im Kapitalismus möglich? Diese Frage verhandeln Angestelltenromane seit ihrer Entstehung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Studie analysiert das Spektrum zwischen Müssen und Muße, Lust und Frust, Arbeit und freier Zeit vor dem Hintergrund einer allgegenwärtigen Verwertungsmoral. Die interdisziplinäre Darstellung verbindet dabei Ergebnisse der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und ermöglicht einen Einblick in die paradoxen Psychodynamiken moderner Arbeitsverhältnisse.

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Dieter Strauss

Der Band berichtet über reale Reisen, Ansichten und Anekdoten von Alexander von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe, denen der Erzähler eine literarische Form gibt, die zugleich informiert und unterhält. In fiktiven Dialogen, inneren Monologen, Briefen oder Berichten diskutieren die beiden Protagonisten vor dem Hintergrund ihrer Expeditions- bzw. Reiseerfahrungen über die großen Probleme der Welt. Zu den angeschnittenen Themen gehören der menschengemachte Klimawandel, die Komplementarität der Alten und Neuen Welt, Kolonialismus und Sklaverei, interkulturelle Grenzüberschreitungen, Bau des Panamakanals sowie Evolutionstheorie und Christentum. Dabei entspricht die Chronologie der Ereignisse der Realität und das jeweils angesprochene Problem wurde von den beiden Protagonisten zu dem angegebenen Zeitpunkt auch so wahrgenommen.

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Fanny Platelle

L’ouvrage étudie la manière dont Ferdinand Raimund (1790-1836) reprend et transforme les conventions de la féerie viennoise, dans le théâtre populaire viennois marqué par de fortes contraintes institutionnelles et dramaturgiques. Il analyse les changements concernant la conception des pièces (recherche d’une alliance adéquate du sérieux et du comique), l’univers surnaturel (reflet des idéaux humains et de leur ébranlement) et le personnage comique (qui devient un modèle moral). Il évalue enfin la réception de ce théâtre et son caractère « populaire ». La prise en compte des manuscrits autographes et la comparaison avec ceux de censure et de théâtre permet une nouvelle approche de l’élaboration des pièces, de leur mise en scène et de leur portée critique.

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Germanistik in Mittelost- und Südosteuropa

Bildung und Ausbildung für einen polyvalenten Arbeitsmarkt

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Edited by Teuta Abrashi, Ellen Tichy and Doris Sava

Durch Globalisierung und Internationalisierung öffnet sich für Germanistik-Absolventinnen und Absolventen der Arbeitsmarkt auch für berufliche Tätigkeiten jenseits der herkömmlichen philologischen Ausbildung. Dieser Tagungsband zeigt den Bedarf an Deutsch als Berufs- und Fachsprache in Mittelost- und Südosteuropa auf und erörtert die Herausforderungen, denen sich die traditionelle Germanistik zu stellen hat, um der Nachfrage an Fachlehrkräften in dieser Region nachzukommen. Die Beiträge mit länderspezifischer Ausrichtung verdeutlichen die Rolle von Deutsch als Fremd- und Fachsprache in der universitären Ausbildung und stellen interdisziplinäre Studiengänge vor, die verstärkt Fachkräfte für die Bereiche Übersetzung, Wirtschaft oder Tourismus vorbereiten.