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  • German Literature and Culture x
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Dichtung und Nahrung im Mittelalter

Motivgeschichtliche Untersuchung zur Poetisierung des Begriffsfeldes «Speise» in der älteren deutschsprachigen Literatur

Series:

Katharina Zeppezauer-Wachauer

Die mittelalterliche Literatur zeigt sich erst bei genauerem Hinsehen quer durch alle Gattungen geprägt von Sprachbildern aus dem Nahrungsbereich. Die dazu nun vorgelegte motivgeschichtliche Studie stützt sich für die Erforschung dieses Feldes nicht nur auf Quellen zur historischen Ernährungslehre, sondern nutzt zusätzlich die Methoden des Distant Reading – unter Ausschöpfung der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank (MHDBDB) – sowie des Close Reading. Damit können zahlreiche Fundstellen detektiert und in Themenkreise wie „Kulinarische ‚Klassensoziologie‘", „Nahrung und Sexualität" oder „Diätetik" eingeordnet werden. Die Analyse ausgewählter Fundstellen bietet literaturwissenschaftliche Neudeutungen und macht in Summe den Blick frei auf einen bislang unterschätzten poetischen Diskurs.

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Interkonfessionelle Aushandlungen im protestantischen Drama

Mittelalterliche Traditionslinien des geistlichen Spiels im Bibeldrama der Reformationszeit

Series:

Maximiliane Johanna Antonia Gürth

Das geistliche Spiel des Mittelalters erfuhr während der Reformationszeit maßgebliche Veränderungen. Dennoch lebten Teile der mittelalterlichen Spieltradition auch in den geistlichen Dramen protestantischer Dramatiker fort, indem sie reflektierten Transformationsprozessen unterworfen wurden, die semantische Verschiebungen, Adaptionen und Modifikationen mit sich brachten. Die komparatistische und interdisziplinäre Studie von Maximiliane Johanna Antonia Gürth beleuchtet vielfältige Erscheinungsformen, Aspekte und Kontexte dieser Transformationen im protestantischen Drama des 16. Jahrhunderts und zeigt, wie die theologischen Brüche, inter- und binnenkonfessionelle Konflikte, aber auch transkonfessionelle Gemeinsamkeiten, über interkonfessionelle Austauschprozesse immer wieder neu verhandelt wurden. Die Autorin untersucht und analysiert den Einfluss diskursiver und gesellschaftlicher Kontexte auf die konkrete Realisierung von Interkonfessionalität im protestantischen Drama und entwirft einen neu perspektivierten Blick auf die kommunikative Interaktion der Konfessionen in der Reformationszeit.

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Max Kalbeck – Theaterkritiken des Wiener Fin de siècle

Mit einer Einleitung herausgegeben und kommentiert von Joanna Giel

Edited by Joanna Giel

Max Kalbeck gilt bis heute als maßgeblicher Biograph von Johannes Brahms. Nahezu unbekannt blieben hingegen seine Zeitungskritiken zu Literatur und Musik, insbesondere die zwischen 1880 und 1920 erschienenen Kritiken von Aufführungen am Wiener Burgtheater. Diese Edition, der eine umfangreiche Einführung vorangestellt ist, präsentiert eine Auswahl dieser Besprechungen. Durch sie wird der Bestand an Quellen zur Wiener Moderne erheblich bereichert, die nicht nur eine Einsicht in das damalige Theater vermitteln, sondern auch in die an Konflikten und Widersprüchen reiche Epoche des Fin de siècle. Verschiedentlich der Tradition verpflichtet, bestätigen Kalbecks Theaterkritiken die These von der Ambivalenz der nicht allein von künstlerischem Experimentalismus geprägten Wiener Moderne.

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Das Paradoxon des transzendentalen Scheins

Eine systematische Untersuchung über Kleists „eigne Religion“ und Kant-Krise

Series:

Silvan Kufner

Die Kant-Krise 1801 ist seit 200 Jahren Gegenstand der Kleistforschung. Der Autor systematisiert und testet alle bisher zum Thema vorgelegten Hypothesen. Im Zentrum steht Kleists Grüne-Gläser-Gleichnis als Zeugnis seiner Krise. Sowohl analytische Zugänge wie die Frage nach der logischen Struktur desselben als auch rezeptionsgeschichtliche Zugänge wie die Frage nach der Referenzschrift des Gleichnisses können die Qualität einer Hypothese bestimmen. Philosophiehistorische Untersuchungen zu Kleists Weltbild vor 1801 belegen die Hypothese von Kants transzendentaler Dialektik als Krisenschrift. Andere Hypothesen erweisen sich dieser als unterlegen oder können widerlegt werden. Kleists poetologische und literarische Texte werden auf dieser Basis mit der transzendentalen Dialektik interpretiert.

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Verleiblichung bei Peter Stamm und Annie Ernaux

in „Nacht ist der Tag“ und „Erinnerung eines Mädchens“

Cornelia Pechota

Im Zentrum dieser Publikation stehen die Erzählungen Nacht ist der Tag (2013) von Peter Stamm, Träger des Schweizer Buchpreises 2018, sowie die Erinnerung eines Mädchens (2018) der französischen Bestseller-Autorin Annie Ernaux. Damit widmet sie sich zwei Schreibenden der Gegenwart, die als prominente Stimmen der europäischen Öffentlichkeit umfassend und hitzig in den internationalen Feuilletons besprochen werden. Gerade im Rahmen des viralen Hashtags #MeToo und den nachfolgend diskutierten Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern haben Annie Ernaux’ Erinnerung und das Thema dieses Buchs jüngst an Bedeutung gewonnen. Mithilfe aktueller literaturwissenschaftlicher Zugänge werden in den ausgewählten Romanen zwei Liebesbeziehungen untersucht, von denen eine autobiografische Züge trägt. Die Interpretation der vielschichtigen Texte im Anschluss an Maurice Merleau-Pontys Phänomenologie der Leiblichkeit konkretisiert die Rolle und Relevanz von Literatur in aktuellen politischen und sozialen Diskussionen. Merleau-Pontys Unterscheidung von corps objectif (,Körper’) und corps propre (,Leib’) erweist sich in dieser Analyse als bedeutungsvoll, markiert sie doch die Problematik der Außen- und Innenwahrnehmung im medizinischen und zwischengeschlechtlichen Bereich.

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Franz Ficker (1782 - 1849)

Österreichische Ästhetik unter Staatsaufsicht vor dem Herbartianismus

Series:

Tomáš Hlobil

Die vorliegende erste, auf zahlreichen Archivquellen basierende Monografie über Franz Fickers Ästhetik untersucht die Theorie des institutionell wichtigsten Universitätsästhetikers der österreichischen Monarchie des Vormärz aus zwei Gesichtspunkten: institutionell als Bestandteil der österreichischen Universitätspolitik und ideell als Bestandteil der Geschichte der mitteleuropäischen Ästhetik. Sie stellt drei Instrumente (Studienpläne der philosophischen Studien, Konkursprüfungen und Lehrbücher) dar, die der Wiener Hof in der Restaurationszeit zur Regelung der Universitätsästhetik benutzt hat, beschreibt den Inhalt und die Quellen von Fickers Ästhetik-Vorlesungen und Lehrbüchern und gliedert sie in die Geschichte der Ästhetik ein.

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Mirta Devidi

Zu Schlegels Zeit war die Wendung ‚mit jemandem einen Roman spielen‘ eine Redensart, die auf den Anfang einer Liebschaft hinwies. Der Terminus romantisch hat sich in der Folge so etabliert, dass er in die Literaturwissenschaft und Standardsprache Eingang gefunden hat. Solche Bezeichnungskonventionen sind jedoch nicht von – in der Natur der Sache liegenden – Gebrauchsregeln abhängig, sondern vor allem vom gesellschaftlichen Konsens. Am Beispiel Friedrich Schlegels zeigt diese Arbeit, dass und inwiefern sie einer Neubetrachtung unterzogen werden müssen.

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Representaciones del viaje

Metáforas, imágenes, textos

Series:

Edited by Barbara Fraticelli

Este libro reúne contribuciones de numerosos especialistas nacionales e internacionales cuyo eje principal es la indagación sobre el viaje y sus escrituras. El espacio literario y la aventura del viajero-escritor, a través de diferentes épocas y diferentes modelos sociales y culturales, son objeto del análisis de los capítulos que lo configuran. Todos ellos abordan cuestiones tan fascinantes como el sentido del viaje entre tradición y modernidad; el viaje como aventura de iniciación, el viaje como metáfora, el viaje a las islas, el viaje a un espacio urbano que hay que leer e interpretar, en definitiva, la relación que se establece entre el ser humano y el espacio que habita o por el que transita, en perspectiva comparatista e interdisciplinar. Este trabajo es la culminación de la actividad científica del Grupo de investigación Complutense dirigido por Eugenia Popeanga ‘La aventura de viajar y sus escrituras.

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Unheimliche Heimaträume

Repräsentationen von Heimat in der deutschsprachigen Literatur seit 1918

Series:

Edited by Carme Bescansa, Mario Saalbach, Iraide Talavera and Garbine Iztueta

Das Unheimliche (oder auch das Verdrängte, nach Freud) fördert eine tiefere Einsicht in die uns umgebende Realität und somit eine Reflexion, die der herrschenden Akzeleration des Alltags, der Oberflächlichkeit, dem Narzissmus und Hedonismus unserer Gesellschaft entgegenwirkt. Das Unheimliche bietet eine Chance, um Denk- und Handlungsmuster, die unser Selbst und unsere Realität gestalten (Heimat) zu überdenken und darauf zu reagieren.

Ziel dieses Bandes ist die Erweiterung des Heimatkonzeptes um das Unheimliche mit dem Anspruch, Heimat zu einem nützlichen Rahmen für die Gestaltung offener Lebens- und Kommunikationsformen zu instrumentalisieren und dem Missbrauch des Begriffs als Grundpfeiler identitärer Denkströmungen gegenzusteuern.

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Asian Fusion

New Encounters in the Asian-German Avant-Garde

Series:

Caroline Rupprecht

This book contributes to a historically evolving conversation about immigration as a facet of globalization in the European context. Focusing on literary and artistic works from the post–World War II era, the author uses a «call-and-response» structure – as in African-American slave songs, Indian kirtans, and Jewish liturgy – to create a series of dialogues between Asian-German authors, including Yoko Tawada, Pham Thi Hoài, and Anna Kim, and an earlier generation of German-speaking authors and artists whose works engaged with «Asia,» including W. G. Sebald, Peter Weiss, and Joseph Beuys.

Considering the recent successes of the New Right, which have brought about a regression to Nazi anti-Semitic discourses grounded in the equation between Jews and «Orientals,» the author advocates a need for solidarity between Germans and Asian-Germans. Using «fusion» as a metaphor, she revises the critical paradigms of Orientalism and postcolonial studies to show how, in the aftermath of the twelve-year Nazi dictatorship, Germany has successfully transformed itself into a country of immigration – in part due to the new and pioneering Asian-German voices that have reshaped the German-speaking cultural landscape and that are now, for the first time, featured as coming together in this book.