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Das Paradoxon des transzendentalen Scheins

Eine systematische Untersuchung über Kleists ,,eigne Religion“ und Kant-Krise

Silvan Kufner

Die Kant-Krise 1801 ist seit 200 Jahren Gegenstand der Kleistforschung. Der Autor systematisiert und testet alle bisher zum Thema vorgelegten Hypothesen. Im Zentrum steht Kleists Grüne-Gläser-Gleichnis als Zeugnis seiner Krise. Sowohl analytische Zugänge wie die Frage nach der logischen Struktur desselben als auch rezeptionsgeschichtliche Zugänge wie die Frage nach der Referenzschrift des Gleichnisses können die Qualität einer Hypothese bestimmen. Philosophiehistorische Untersuchungen zu Kleists Weltbild vor 1801 belegen die Hypothese von Kants transzendentaler Dialektik als Krisenschrift. Andere Hypothesen erweisen sich dieser als unterlegen oder können widerlegt werden. Kleists poetologische und literarische Texte werden auf dieser Basis mit der transzendentalen Dialektik interpretiert.

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Franz Ficker (1782 - 1849)

Österreichische Ästhetik unter Staatsaufsicht vor dem Herbartianismus

Series:

Tomáš Hlobil

Die vorliegende erste, auf zahlreichen Archivquellen basierende Monografie über Franz Fickers Ästhetik untersucht die Theorie des institutionell wichtigsten Universitätsästhetikers der österreichischen Monarchie des Vormärz aus zwei Gesichtspunkten: institutionell als Bestandteil der österreichischen Universitätspolitik und ideell als Bestandteil der Geschichte der mitteleuropäischen Ästhetik. Sie stellt drei Instrumente (Studienpläne der philosophischen Studien, Konkursprüfungen und Lehrbücher) dar, die der Wiener Hof in der Restaurationszeit zur Regelung der Universitätsästhetik benutzt hat, beschreibt den Inhalt und die Quellen von Fickers Ästhetik-Vorlesungen und Lehrbüchern und gliedert sie in die Geschichte der Ästhetik ein.

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Mirta Devidi

Zu Schlegels Zeit war die Wendung ‚mit jemandem einen Roman spielen‘ eine Redensart, die auf den Anfang einer Liebschaft hinwies. Der Terminus romantisch hat sich in der Folge so etabliert, dass er in die Literaturwissenschaft und Standardsprache Eingang gefunden hat. Solche Bezeichnungskonventionen sind jedoch nicht von – in der Natur der Sache liegenden – Gebrauchsregeln abhängig, sondern vor allem vom gesellschaftlichen Konsens. Am Beispiel Friedrich Schlegels zeigt diese Arbeit, dass und inwiefern sie einer Neubetrachtung unterzogen werden müssen.

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Unheimliche Heimaträume

Repräsentationen von Heimat in der deutschsprachigen Literatur seit 1918

Series:

Edited by Carme Bescansa, Mario Saalbach, Iraide Talavera and Garbine Iztueta

Das Unheimliche (oder auch das Verdrängte, nach Freud) fördert eine tiefere Einsicht in die uns umgebende Realität und somit eine Reflexion, die der herrschenden Akzeleration des Alltags, der Oberflächlichkeit, dem Narzissmus und Hedonismus unserer Gesellschaft entgegenwirkt. Das Unheimliche bietet eine Chance, um Denk- und Handlungsmuster, die unser Selbst und unsere Realität gestalten (Heimat) zu überdenken und darauf zu reagieren.

Ziel dieses Bandes ist die Erweiterung des Heimatkonzeptes um das Unheimliche mit dem Anspruch, Heimat zu einem nützlichen Rahmen für die Gestaltung offener Lebens- und Kommunikationsformen zu instrumentalisieren und dem Missbrauch des Begriffs als Grundpfeiler identitärer Denkströmungen gegenzusteuern.

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Asian Fusion

New Encounters in the Asian-German Avant-Garde

Series:

Caroline Rupprecht

This book contributes to a historically evolving conversation about immigration as a facet of globalization in the European context. Focusing on literary and artistic works from the post–World War II era, the author uses a «call-and-response» structure – as in African-American slave songs, Indian kirtans, and Jewish liturgy – to create a series of dialogues between Asian-German authors, including Yoko Tawada, Pham Thi Hoài, and Anna Kim, and an earlier generation of German-speaking authors and artists whose works engaged with «Asia,» including W. G. Sebald, Peter Weiss, and Joseph Beuys.

Considering the recent successes of the New Right, which have brought about a regression to Nazi anti-Semitic discourses grounded in the equation between Jews and «Orientals,» the author advocates a need for solidarity between Germans and Asian-Germans. Using «fusion» as a metaphor, she revises the critical paradigms of Orientalism and postcolonial studies to show how, in the aftermath of the twelve-year Nazi dictatorship, Germany has successfully transformed itself into a country of immigration – in part due to the new and pioneering Asian-German voices that have reshaped the German-speaking cultural landscape and that are now, for the first time, featured as coming together in this book.

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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750)

Beiträge zur sechsten Arbeitstagung in St. Pölten (Mai 2019)

Series:

Edited by Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

Das Thema dieses Tagungsbandes sind die vielfältigen Widmungs- und Lobpraktiken in Texten der Mittleren deutschen Literatur als Zeugnisse der Rezeption einer literarischen Tradition aus dem europäischen Raum. Die unterschiedlichen Formen von Paratexten auf diesem Gebiet, wie Widmungen, Vorreden, Ehrengedichte und andere Bezeigungen des Respekts, der Verehrung oder der Freundschaft, werden dabei als inhaltlich bemerkenswerte und rhetorisch stilisierte Hinweise auf Textverständnis, Literaturtradition und persönliche Netzwerke untersucht. Der Festvortrag widmet sich dem Thema Nibelungenlied und Klage.

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Der «Otnit» im Deutschunterricht

Mittelalter-Didaktik im Kontext einer kulturwissenschaftlichen Literaturdidaktik

Series:

Katja Winter

Auf Basis einer Text-Kontext-Analyse des Otnits, einem heldenepischen Werk aus dem Kontext der Dietrichepik, entwirft Katja Winter ein literaturdidaktisches Modell für den Umgang mit mittelalterlichen Texten in der Schule. Im Mittelpunkt steht ein kulturpoetischer Zugang zum Text, durch den SchülerInnen die Materialität und Semantizität von Text und Kultur erkennen lernen. Dies wiederum kann sie zu Medien-, Deutungs- und Gedächtnisreflexionen anregen, womit Aspekte literarischen und kulturellen Lernens als Zieldimensionen beschrieben werden. Damit wird nicht nur der Otnit, der bisher kaum in den didaktischen Blick geraten ist, als Unterrichtsgegenstand legitimiert, sondern die Mittelalter-Didaktik insgesamt im Kontext einer kulturwissenschaftlichen Literaturdidaktik profiliert.

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Series:

Edited by Florian Gassner and Nikola Roßbach

Die Erforschung der frühneuzeitlichen Zensur ist nach wie vor ein Desiderat. Fragen nach ihrer theoretisch-begrifflichen Diskursivierung, ihrer praktischen Umsetzung und Effizienz sind von der Forschung bislang weder umfassend noch systematisch beantwortet worden. Der vorliegende Band behandelt Zensurbegriffe, -diskurse und -praktiken im Kontext feudaler und absolutistischer Gesellschaftssysteme mit Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Raum des Alten Reichs und schlägt die mediengeschichtliche Brücke vom 16. ins 21. Jahrhundert: vom Index zum Algorithmus. Die Studien analysieren Zensur im Hinblick auf Begriffsgeschichte und Rechtspraxis, in Konstellation mit dem Magiediskurs und als Herrschaftsinstrument und bieten Untersuchungen zu verschiedenen Textgenres – Chronik, Flugschrift, Moraltraktat, Theater(kritik), Index – von der Reformationszeit bis zu Aufklärung.

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Gewissheiten im Wandel

Wissensformierung und Handlungsorientierung von 1350-1600

Series:

Edited by Christa Bertelsmeier-Kierst

Nach den verheerenden Krisen im 14. Jahrhundert wuchs in Europa der Wunsch nach grundlegenden Reformen in Kirche und Gesellschaft. An dieser Suche beteiligten sich neue wie alte Kräfte: Humanisten ebenso wie Mitglieder der Reformorden, Fürsten und städtische Eliten. Im interdisziplinären Dialog zwischen der Geschichts-, Literatur- und Sprachwissenschaft sowie der Kir-chen- und Rechtsgeschichte untersuchen die Beiträge Wissensformierung und Handlungsorientierung in der Zeit von 1350-1600. Jenseits älterer Epochen-typologien wird aus der Sicht verschiedener Fächerkulturen versucht, diesen Zeitraum in seiner eigenen Dynamik und Widersprüchlichkeit zu erfassen.