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Das Lügenproblem bei Kant

Eine praktische Anwendung der Kantischen Ethik auf die Frage nach der moralischen Bedeutung von Falschaussagen

Yasutaka Akimoto

Dieses Buch prüft die allgemeine Forschungsmeinung, dass Kant ein Vertreter des absoluten Lügenverbots sei. Dabei verteidigt der Königsberger Philosoph aber ebenso den Standpunkt, dass die Moralität einer Handlung von der Maxime des Willens abhängt. Wenn Kant nun gleichzeitig behaupten würde, dass bestimmte Handlungen in jedem Fall verboten sind, würde er sich widersprechen. Indem das Buch die begriffliche Unterscheidung von «Lügen» als pflichtwidrige Falschaussagen und «Unwahrheiten» als nicht pflichtwidrige Falschaussagen trifft, bietet es für dieses Paradox der Kant-Forschung als erste Monografie zum Lügenproblem einen Lösungsansatz. So wird man mit Kant sogar sagen können: «Manchmal musst du die Unwahrheit sagen.»

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Die «Länge Christi» in der Malerei

Codifizierung von Authentizität im intermedialen Diskurs

Series:

Anna Boroffka

Ab dem ausgehenden Mittelalter verbreiten sich in Europa großformatige Gemälde der sogenannten Länge Christi. Diese in der kunsthistorischen Forschung bisher kaum beachteten Malereien wurden als Kultbilder verehrt und zeigen Christus in seiner angeblich wahren irdischen Gestalt. Die Arbeit präsentiert erstmals eine komparatistische Analyse und Katalogisierung aller bisher bekannten, zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert entstandenen Gemälde der «Länge Christi».

Das Bildmotiv wird dabei nicht als singuläres Thema der Malerei behandelt, sondern in den größeren Kontext der Verehrung der metrischen Reliquie der Körperlänge Christi eingebunden. Gezeigt wird, wie die aus Jerusalem in den Westen vermittelte Maßreliquie über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren hinweg von unterschiedlichen Medien wie der Buchmalerei, der Druckgrafik, der Architektur, der Malerei oder der Skulptur aufgegriffen und interpretiert wird. Darüber hinaus regt die Arbeit dazu an, auch populäre Bildbeispiele wie den Christus im Grabe (1521–1522) von Hans Holbein d. J. oder die sich ab dem 10. Jahrhundert im Westen verbreitenden Triumphkreuze auf eine mögliche Verbindung zum «Längenkult» hin zu untersuchen.

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Großstadtglaube

Katholische Präsenz in Berlin

Thomas Brose

Großstadt = Gottlosigkeit? Sind die spätmodernen Metropolen mit ihren Lebensrhythmen überhaupt dafür geeignet, Spiritualität und Glaube eine Chance zu geben? Braucht Religion den Exodus aufs Land?

Tatsächlich sind Religion und Urbanität, das Sakrale und das Säkulare, historisch auf das engste miteinander verknüpft. Am Beispiel Berlins zeigt die Publikation, was sich daraus für die Entwicklung einer zeitgenössischen (katholischen) Theologie ableiten lässt, wenn diese bereit ist, auf die Sprache der Großstadt zu hören und in ein fruchtbares Gespräch mit Philosophie und Literaturwissenschaft einzutreten («Berliner Ansatz»).

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Series:

Stamatios Gerogiorgakis

Die Studie stellt einen direkten Vergleich zwischen der Scholastik und der byzantinischen Philosophie und Theologie dar. Sie stellt Lehren der Philosophie und Theologie des Hoch- und Spätmittelalters einander gegenüber und bespricht diese in kritischer, jedenfalls nicht in doxographischer Hinsicht.

Die Zeitlogik hat ihren Ursprung in der Antike. In der Spätantike und insbesondere im Mittelalter erlangten ihre Resultate auch eine theologische und politische Brisanz. Das Studium der Semantik von Sätzen über Zukunftsereignisse, die eintreten oder auch ausbleiben können, sowie das Studium der Semantik von Sätzen über Vergangenheitsereignisse lehren uns Einiges über Zukunftserwartungen. Zusätzlich ist der Vergleich lateinischer und griechischer mittelalterlicher Quellen zur Zeitlogik bezeichnend für die Reichweite der philosophischen Reflektion in der mittelalterlichen Weltanschauung.

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Michael Grossklaus

This book focuses on Free Church pastors in Germany and their perceptions of spirit possession and mental illness. To explore Free Church pastors’ understanding of spirit possession and mental illness is critical in light of the overlap of symptoms. Misdiagnosis may result in a client receiving treatment that may not be appropriate. Interviews with Free Church pastors were conducted. The results were analysed and four themes were identified. Based on these interviews conclusions could be drawn which ultimately made it clear that the German free church pastors’ theological training needs to be supplemented in the area of psychology and that the pastors are unable to cope in the area of «spirit possession or mental illness».

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Farewell to Modernism

On Human Devolution in the Twenty-First Century

Series:

Rajani Kanth

Farewell to Modernism: On Human Devolution in the Twenty-First Century is an original, pathbreaking, revolutionary, and totalizing critique of received Modernist ideas, including Modernist Utopianism. In that vein, it unseats virtually every dearly held myth of EuroModernist discourse. It offers a new episteme based on our true ontic nature – our anthropic species-being – as an offset and correction to all brands of EuroModernist idylls, be they of Left or Right, that have repeatedly brought the world to the brink of annihilation. In sum, this book argues that neither philosophy nor social science are tenable without a true, realist anthropology of the human species that sets limits to both political idealism and social engineering.
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Der «Fall Schelkle» (1929–1949)

Zur frühen Rezeption der Formgeschichte innerhalb der katholischen Bibelwissenschaft im Spannungsfeld von lehramtlichem Widerstand, politischem Kalkül und theologischer Erneuerung

Series:

Markus Thurau

1940 spaltete die gescheiterte Promotion des Tübinger Neutestamentlers Karl Hermann Schelkle (1908–1988) die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen. Die Aufarbeitung dieses Konfliktes legt nicht nur ein vergessenes Kapitel Tübinger Fakultätsgeschichte frei, sondern wirft ebenso einen aufschlussreichen Blick in den Wissenschaftsalltag einer Universität im nationalsozialistischen Deutschland und lotet sensibel die Probleme aus, denen katholische Exegeten auch nach dem Höhepunkt des kirchlichen Antimodernismus, der vor allem die katholische Bibelwissenschaft hart traf, weiterhin ausgesetzt waren. Die Studie verortet den Konflikt zudem innerhalb der damaligen theologischen Erneuerungsbewegungen, die angesichts tiefgreifender kultureller, politischer und religiöser Krisen nach neuen Antworten suchten.

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Series:

Lukas Ohly and Catharina Wellhöfer

Die Virtuelle Realität lässt Menschen in Welten eintauchen, in denen ihr Verantwortungsbereich nur noch verwaschen erkennbar ist. Zudem generiert der Cyberspace Muster mit religiöser Qualität: Menschen erschaffen sich ihr virtuelles Double. Allein indem man in den Cyberspace eintaucht, kommen neurophysiologisch nachweisbare Glücksgefühle auf. Die Erlebnisgehalte werden dabei unwichtig; es kommt allein auf die subjektive Erlebnisintensität an. Das gesuchte Glück steigt insofern über die Welt hinaus in ein virtuelles Jenseits. Auf der einen Seite vervielfachen sich menschliche Identitäten, auf der anderen Seite gewinnen Phantasien Künstlicher Intelligenz an Kontur. Die Autoren gehen der Frage nach, welche Auswirkungen diese Entwicklung für ethische Subjekte hat, in denen sich Mensch und Maschine vermischen.

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Christentum und politische Liberalität

Zu den religiösen Wurzeln säkularer Demokratie

Series:

Philipp W. Hildmann and Johann Christian Koecke

Erst aus der Trennung der Sphären von Staat und Kirche im Christentum konnten sich säkulare Demokratie und politische Liberalität entwickeln. Säkularer Staat und Religion bleiben jedoch komplementär aufeinander verwiesen: Fällt das eine weg, hypertrophiert das andere und eliminiert damit die Freiheit. Was geschieht, wenn in diesem System der «Checks and Balances» ein Akteur, die christliche Religion, geschwächt ist? Diesen und weiteren Fragen aus dem spannungsreichen Verhältnis von Politik und Religion spüren die Beiträge dieses Bandes nach.

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Catholics and Millennialism

A Theo-Linguistic Guide

Series:

Warren A. Kappeler III

Philosophers of religion such as Mark Kingwell regard millenarian dreams as humanity’s most powerful hopes for transformation, transcendence, apocalypse, and utopia. In Catholics and Millennialism: A Theo-Linguistic Guide, Warren A. Kappeler III explores the insights of critical discourse theory to examine the impact of millenarian groups upon Catholics. He examines theo-linguistic practices among present-day Catholics through allegorical interpretation, fundamentalism, and neo-literalism. Utilizing surveys of pre-millennial movements as revealed in academic research by Michael Cuneo, William Dinges, and Sandra Zimdars-Swartz, as well as post-millennial collaboration by progressive Catholics such as Hans Küng, Matthew Fox, and Karen Armstrong; Kappeler argues that apocalyptic stories and media images in today’s popular culture promote a self-dramatization that encourages sympathetic Catholics to interpret their life experience within the grammar of the millennium myth.

While some commentators argue that the new age audience is driven by populist reasoning inside church history and culture, a critical discourse analysis perspective reveals that millenarian movements have provided a language resource for a great number of social, cultural, and political conflicts in the history of Western civilization. Consequently, the mainstream history of the Catholic Church has been dedicated to the a-millennial viewpoint of Saint Augustine of Hippo. Considering these platforms, Kappeler sketches a mediating position between the church’s millennial factions called Proleptic Adventism based upon a dialectical approach to both eschatology and incarnational spirituality. Ultimately Kappeler’s findings offer hope to a postmodern world by looking to the future instead of the past, by analyzing popular culture in its dynamism and its contradictions, stressing the spiritual elements of liberation and participation, and by expressing itself in sacramental action and analogical reasoning.