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Series:

Florian Schmitz

Der «Willehalm» Wolframs von Eschenbach erzählt von einem der großen Konflikte des Mittelalters. Dieser Band zeigt, wie systematisch sich Wolfram verschiedener Diskurse seiner Zeit bedient, um eine polyperspektivische Erzählung zu schaffen, die der Komplexität der damaligen Welt gerecht wird. Der diskursanalytische Ansatz beschreibt anhand von Quellen die Wissensbestände, Gesetzmäßigkeiten und Strategien verschiedener maßgeblicher Diskurse des Mittelalters, um darzustellen, welche Rolle diese Formationen im «Willehalm» spielen und wie sie sich auf das Gefüge der Figuren auswirken. Aus dem Spiel der Diskurse, das ein geschultes Ordnungsdenken erkennen lässt, können so Erkenntnisse abgeleitet werden, die zum Teil über das Ende des Erzählens hinaus verweisen.

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Fremdheit – Gedächtnis – Translation

Interpretationskategorien einer kulturorientierten Literaturwissenschaft

Series:

Katarzyna Lukas

In dieser Monografie werden ausgewählte Kulturtexte des 20. und 21. Jahrhunderts unter Anlehnung an die Interpretationskategorien Fremdheit, Gedächtnis und Translation gelesen. Um das Deutungspotential dieser drei Leitbegriffe einer kulturorientierten Literaturwissenschaft zu entfalten, werden sie einer metaphorischen Extension unterzogen und in diversen Konfigurationen zusammengeführt. Der so entwickelte Analyserahmen erlaubt es aufzuzeigen, wie sich die Werke von so unterschiedlichen Autoren wie Thomas Mann, Bruno Schulz, W.G. Sebald und J.S. Foer sowie ihre interlingualen, intersemiotischen und sonstigen Translationen gegenseitig beleuchten. In den Blickwinkel rücken dabei Wechselbeziehungen zwischen kulturwissenschaftlichen Diskursen wie die Übersetzungs- und die Gedächtnisforschung.

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Rethinking Black German Studies

Approaches, Interventions and Histories

Edited by Tiffany N. Florvil and Vanessa D. Plumly

Black German Studies is an interdisciplinary field that has experienced significant growth over the past three decades, integrating subjects such as gender studies, diaspora studies, history, and media and performance studies. The field’s contextual roots as well as historical backdrop, nevertheless, span centuries. This volume assesses where the field is now by exploring the nuances of how the past – colonial, Weimar, National Socialist, post-1945, and post-Wende – informs the present and future of Black German Studies; how present generations of Black Germans look to those of the past for direction and empowerment; how discourses shift due to the diversification of power structures and the questioning of identity-based categories; and how Black Germans affirm their agency and cultural identity through cultural productions that engender both counter-discourses and counter-narratives.

Examining Black German Studies as a critical, hermeneutic field of inquiry, the contributions are organized around three thematically conceptualized sections: German and Austrian literature and history; pedagogy and theory; and art and performance. Presenting critical works in the fields of performance studies, communication and rhetoric, and musicology, the volume complicates traditional historical narratives, interrogates interdisciplinary methods, and introduces theoretical approaches that help to advance the field.

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Series:

Magdalena Terhorst

Der Band möchte nachweisen, dass es einen inhaltlichen Zusammenhang von Prolog und Haupttext in Gottfrieds ‹Tristan› gibt. Die Autorin macht dies insbesondere an Wortpaaren des Prologs fest, die im Haupttext wiederkehren. Mit Hilfe der Ergebnisse der Wortuntersuchungen gelingt es, den Prolog auf eine neue Art zu lesen – nämlich mit den Wortbedeutungen, die der Haupttext des mittelalterlichen Romans intendiert. Diese Lektüre geht weit über die bisher im Zentrum stehende rhetorische Bedeutung des Textstücks hinaus. Ein Ausblick auf Gottfrieds Fortsetzer, Hartmanns von Aue ‹Gregorius› und ‹Iwein› sowie Wolframs von Eschenbach ‹Parzival› belegt, dass es sich bei diesen Beobachtungen in Gottfrieds Text um ein bewusst gestaltetes Konzept handeln muss, das sich nur auf wenige Vorbilder stützen kann.

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Liangliang Zhu

China als Motiv in der deutschsprachigen Literatur kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Die Darstellung Chinas in verschiedenen Epochen hängt jedoch nicht selten eng mit dem Zeitgeist und den historischen Gegebenheiten der jeweiligen Epoche zusammen. Die Niederschlagung der Studentenbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking im Juni 1989 und der Fall der Berliner Mauer nur fünf Monate später, gefolgt von der Wiedervereinigung Deutschlands, führten jedoch u.a. dazu, dass deutsche Literaten nun enttäuscht und ernüchtert nach China blickten. In diesem Zusammenhang drängt sich die Frage auf, wie die Volksrepublik in der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur, vornehmlich in der Romanliteratur, dargestellt wird. Anhand von acht ausgewählten deutschen Romanen mit China-Motiven, die nach 1989 erschienen sind, soll die aktuelle Darstellung Chinas in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur untersucht werden. Dabei wird den Fragen nachgegangen, warum es so zustande gekommen ist und welche Entwicklungsperspektiven sich daraus ableiten lassen.

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The GDR Today

New Interdisciplinary Approaches to East German History, Memory and Culture

Edited by Stephan Ehrig, Marcel Thomas and David Zell

The GDR Today promotes interdisciplinary approaches to East Germany by gathering articles from a new generation of scholars in the fields of literary and visual studies, history, sociology, translation studies, political science, museum studies and curating practice. The contributors to this volume argue that it is necessary to transgress disciplinary boundaries to escape the gridlocked categories of GDR scholarship. Exploring East German everyday life, cultural policies, memory and memorialization, the volume aims to reinvigorate the study of the GDR. Through the combination and juxtaposition of different approaches to East Germany, it overcomes intra-disciplinary conceptual binaries and revitalizes debates about the very concepts we use to understand life under late twentieth-century state socialism.

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Diagnose von Lesekompetenz aus Sicht von Lehrpersonen im Fach Deutsch

Didaktische Rekonstruktion eines onlinebasierten Diagnoseverfahrens für die Unterrichtspraxis

Series:

Frederike Schmidt

Die Studie zielt darauf, ein praxisnahes Verfahren zur Diagnose von Lesekompetenz zu erstellen. Wesentliches Entwicklungsprinzip ist dabei, die Perspektive(n) der Zielgruppe – Deutschlehrkräfte der Sekundarstufe I – von Anfang an in den Prozess einzubinden. Durch die dokumentarische Auswertung von problemzentrierten Interviews wird rekonstruiert, welche Sichtweisen die Lehrkräfte auf das Gegenstandsfeld haben und wie diese das Diagnoseverfahren nach der Erprobung im Unterricht bewerten. Zentrales Ergebnis der Studie ist ein Diagnosetool, das in einem zyklischen Prozess entwickelt, erprobt und elaboriert wurde. Mit der Idee einer „dritten Sprache" zeigt die Studie zudem neue Kommunikationsstrategien zur Förderung des Dialoges zwischen Fachdidaktik und den Akteuren im Praxisfeld auf.

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Walther von der Vogelweide: Das gradualistische Ideal «in den dingen»

Eine philologisch-analytische Studie mit didaktischem Ausblick

Series:

Rainer Nübel

Dieser Band deckt anhand philologischer Analysen eine wesentliche gedankliche Klammer in der Dichtung Walthers von der Vogelweide auf: Das gradualistische Ordnungsideal einer seinsmäßigen Einheit in hierarchischer Verschiedenheit soll sich im konkreten Handeln des Menschen erfüllen. Dieses deduktive Denkmuster erweist sich sowohl in der Sangspruchdichtung als auch in Liedern der kritischen Minnereflexion sowie in ‹Weltabsage- und Altersliedern› und im Leich als konstitutives Strukturelement. Das Erkennen dieser gedanklichen Klammer führt teilweise zu neuen Interpretationen von Walther-Texten und dient didaktisch der Vermittlung von strukturierendem Denken bei Lernenden in Schule und Hochschule.

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Wir sind Faust

Teufelspakt und Erlösung bei Goethe, Thomas Mann und Klaus Mann

Dieter Strauss

Im Zentrum des Buches stehen der Teufelspakt und die Erlösungsfrage. Der Autor fragt nach den Parallelen bei Goethes Faust, Thomas Manns Komponisten Adrian Leverkühn und Klaus Manns Theaterintendanten Hendrik Höfgen. Im Gegensatz zu Goethes Faust können Adrian Leverkühn und Hendrik Höfgen nicht erlöst werden. Der Band zeigt auf, dass die Rettung von Faust an seiner «Selbsterlösung von unten» liegt, die er mit seiner Kolonisierung erreicht, und an der «Liebe von oben», an die Goethe als Anhänger der Allversöhnung glaubt.

Teufelspakt und Erlösungsproblematik stehen am Anfang des Buches. Anschließend folgen die Wege, die die Protagonisten der drei Werke bis zur Rettungsfrage zurücklegen. Äußerer Anstoß und innerer Antrieb der drei Autoren zu diesem Thema bilden den Abschluss.

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Literarisierung der Familie im österreichischen Roman der Gegenwart

Kon/Texte − eine kulturwissenschaftliche Betrachtung

Series:

Joanna Ławnikowska-Koper

Die hohe Frequenz des Familiensujets in der österreichischen Prosa der Gegenwart geht auf die Renaissance des neuen Familienromans zurück und belegt die Aktualität und Universalität des Themas Familie. Das Buch unternimmt eine kulturwissenschaftliche Betrachtung literarischer Familienbilder hinsichtlich der Festlegung der Strategien, mit denen Familie literarisiert wird. Die Studie fragt daher nach Variablen und Konstanten des Familienbildes unter Einbeziehung der Erkenntnisse der Humanwissenschaften. Die Auslotung familiärer Kontexte in den Romanen von M. Breznik, G. Ernst, B. Frischmuth, A. Geiger, P. Hochgatterer, E. Menasse und M. Streeruwitz als «local knowledges» (Bachmann-Medick) soll dem Leser die hybride Substanz der Kultur der Gegenwart, im Medium Familie, erschließen und die Wandelprozesse nahebringen.