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Parzivals Weg zum Artusritter

Über die Erringung höfischer Identität

Series:

Yvonne Caroline Schauch

Parzivals ritterliche Identität gilt gemeinhin als „Übergangsidentität", tatsächlich bildet sie die unabdingbare Voraussetzung für sein Gralkönigtum. Dabei entspricht seine Identitätsgenese seiner Fortbewegung im Raum, es ist buchstäblich ein Werde-Gang. Das vorliegende Werk befasst sich mit der Entstehung dieser höfischen Identität Parzivals unter dem Gesichtspunkt seiner zunehmenden Teilhabe am kulturellen Gedächtnis der Artusgesellschaft. Dieser Forschungsansatz erlaubt grundlegend neue Deutungen für scheinbar umfassend untersuchte Aspekte des Gralsepos: Parzivals Kindheit in Soltane, die dortige Gemeinschaft und ihr höfischer Kern, Parzivals tumpheit als Signum seiner Liminalität, das Epitheton Wâleis, seine Erziehung durch Gurnemanz und nicht zuletzt sein Schweigen vor dem Gral.

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Edited by Goran Lovric, Slavija Kabić and Marijana Jelec

Der Sammelband versammelt Beiträge der internationalen literaturwissenschaftlichen Konferenz „Die Darstellung Südosteuropas in der Gegenwartsliteratur", die 2017 an der Universität Zadar, Kroatien stattfand. Die Beiträge spiegeln die aktuelle literarische Produktion in Verbindung mit dem Thema Südosteuropa wider und zeigen die große Bandbreite verschiedener Ansätze in der Darstellung positiver und negativer gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen aber auch Kontinuitäten in dieser Region. Sie behandeln Autorinnen und Autoren, die größtenteils aus dieser Region stammen und sich mit Ursachen und Folgen der dramatischen und weitreichenden Ereignisse in Südosteuropa literarisch auseinandersetzen, wobei viele Werke auch einen autobiographischen Hintergrund aufweisen.

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Selbstoptimierung

Eine kritische Diskursgeschichte des Tagebuchs

Series:

Ralph Köhnen

Lebenskunst hat Konjunktur: Offenbar ist der Traum, das Leben als Gesamtkunstwerk einzurichten, zur ethischen Maxime geworden. Beteiligt ist dabei seit der Antike das Motiv von Selbsterforschung bzw. Selbstbesserung, das über die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart wirksam geblieben ist. Tagebücher sind dabei ein notwendiges Begleitmedium gewesen und haben wechselhafte Formen angenommen, die von religiösen, wirtschaftlichen, psychologischen und medizinischen Aufschreibesystemen bestimmt worden sind. In diesem umfassenden mediologischen Sinn untersucht der Autor Programme der Selbstschrift und stellt diese an Beispielen dar, die sich von Pacioli über Pepys, Leibniz, Herder, Moritz, Goethe, Hebbel, Schmitt, Jünger oder Rainald Goetz bis in die Gegenwart der Social Media erstrecken.

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denken, schreiben, tun

Politische Handlungsfähigkeit in Theorie, Literatur und Medien

Series:

Edited by Amália Kerekes, Marion Löffler, Georg Spitaler and Sabine Zelger

Die Leitfrage des Bandes bezieht sich auf das interpretatorische Potenzial des Begriffs agency, verstanden als individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit, wie sie in der politischen Theorie zentral ist. Möglichkeit und Effektivität demokratischer Praxis wurde im Zuge politischer Krisendiagnosen westlicher Gesellschaften infrage gestellt, so zum Beispiel in der Debatte um »Postdemokratie«. Vor dem Hintergrund dieser gegenwärtigen Problematik, nehmen die Beiträge des Bandes auch historische Tiefenbohrungen vor und erkunden, wie im Lauf des 20. Jahrhunderts und aktuell politische Denk- und Handlungsräume an den Schnittstellen von Theorie, Literatur und Medien bearbeitet und erschlossen wurden und werden.

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Kinder- und Jugendliteratur als Gegendiskurs?

Afrikavorstellungen in neueren deutschen und deutsch-afrikanischen Kinder- und Jugendbüchern (1990-2015)

Series:

Alain Belmond Sonyem

Der Afrika-Literatur für Kinder und Jugendliche wird meistens vorgeworfen, Afrika und AfrikanerInnen zu stereotypisieren. In neuerer Zeit ist das Konzept der Interkulturalität entstanden, das die Begegnung zwischen verschiedenen „Kulturen" „positiv" setzt und damit die entgegengesetzte Interpretation zur Stereotypisierung darstellt. Die „afrikanische" Literatur wird als Lösung des teilweise problematischen Schreibens über Afrika vorgeschlagen, als würde man dadurch zweifelsohne klischeefreie Afrikabilder bekommen. Das vorliegende Buch hinterfragt sowohl der interkulturelle als auch der auf dem Stereotyp-Begriff beruhende Ansatz und postuliert, dass das Schreiben über Afrika eine „diskursive Praxis" ist. Die Analysen beziehen die Bücher von deutsch-afrikanischen AutorInnen ein und stellen die Afrika-Literatur als Vermittler vielfältiger, unterschiedlicher und gegeneinander kämpfender Diskurspositionen. Sie zeigen somit, inwiefern die Kinder- und Jugendliteratur als Gegendiskurs betrachtet werden kann.

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Il peso del mondo e la scrittura in frammenti

Poetica della percezione e della lingua in «Das Gewicht der Welt» di Peter Handke

Series:

Elena Stramaglia

Vibrante miscellanea di appunti, sensazioni, frammenti di esperienza, trascrizioni spontanee, la scrittura diaristica costituisce un momento imprescindibile (e una porzione abbondantissima) dell’opera di Peter Handke. I diari di Das Gewicht der Welt sono espressione immediata di quello stretto legame che l’autore austriaco stabilisce fra lo scrivere e l’esperire, la parola e il pensiero sensibile, ed aprono un importante spiraglio sul pulsante lato empirico della sua ricerca letteraria. È quindi sulla traccia di queste annotazioni che la scrittura di Handke, in particolare quella a cavallo degli anni Settanta, viene qui ripercorsa e interrogata. Questo studio ne esplora presupposti linguistici e discorsi esperienziali, tratti caratterizzanti e aspetti intertestuali, riscoprendo quella tipica attitudine handkiana a cristallizzare in brevi miniature, in piccoli "riflessi di lingua", l’esperienza pura e universale della sensazione, il contatto con nient’altro – e niente meno – che "il peso del mondo".

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Rhetorik und Translation

Germanistische Grundlagen des guten Übersetzens

Series:

Rainer Kohlmayer

Das Buch wendet sich an Übersetzer und Übersetzungswissenschaftler, die mit der deutschen Sprache als Mutter- oder Fremdsprache arbeiten, um in klarer Sprache die Erkenntnisse der Germanistischen Sprachwissenschaft in die Translationswissenschaft einzubringen. Rhetorik, Hermeneutik und Textlinguistik werden dargestellt und auf die Analyse von funktionalen Textsorten (Nachricht, Glosse, Leitartikel, Werbetext, Interview) sowie auf literarische Textpassagen (Böll, Jelinek, Kehlmann, Keun, Koeppen, Kunert) angewandt. Der vergleichende Blick in die englischen und französischen Übersetzungen zeigt, was man heute unter gutem Übersetzen versteht. Der Autor plädiert für eine Renaissance der Rhetorik in der Übersetzungstheorie und -praxis.

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Series:

Somaiyeh Mohammadi

Diese Arbeit thematisiert zeitgenössische Romane von Autorinnen iranischer Herkunft, darunter Shirin Kumm, Fahimeh Farsaie und Sudabeh Mohafez. Mit Blick auf die Geschichte der iranischen Frauenbewegung und der darin erzählerisch vermittelten Weiblichkeitsbilder fragt sie, inwieweit in diesen Romanen die Darstellung des Iran und der muslimischen Frau westliche Stereotype bedient und inwieweit dies Produkt bewusster Entscheidung und ästhetischer Gestaltung ist. Schritt für Schritt vollzieht die Arbeit kritisch nach, dass und mit welchen literarischen Mitteln die heterogenen Werke dieser Autorinnen politische Maßstäbe des Gastlands antizipieren und so letztlich als literarische Fiktion der öffentlichen Beglaubigung politischer Vor-Urteile dient.

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Contexto latino y vulgar de Garcilaso en Nápoles

Redes de relaciones de humanistas y poetas (manuscritos, cartas, academias)

Series:

Edited by Eugenia Fosalba and Gáldrick de la Torre Ávalos

Este libro es el resultado de un rastreo en poemas y cartas, en ángulos nunca visitados de obras impresas, de la actividad llevada a cabo por poetas y humanistas (Telesio, Borgia, Fascitelli, Seripando, D’Avalos, Valdés, Minturno, V. Colonna) asiduos de las academias y tertulias que Garcilaso de la Vega conoció durante su exilio en Nápoles.

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Series:

Krisztina Molnár

Die Studie untersucht Infinitivkonstruktionen in Objektfunktion im Deutschen, Italienischen und Ungarischen aus einer sprachtypologisch-kontrastiven Perspektive. Die beiden Strukturtypen, die AcI-Konstruktionen und die Objektsinfinitive werden anhand einer Korpusanalyse beschrieben. Die Forschungsparameter umfassen ausgewählte semantische, morphologische und syntaktische Eigenschaften der Konstruktionen. Dabei widmet sich die Autorin insbesondere Aspekten, die in der bisherigen Forschung wenig Aufmerksamkeit erfahren haben, wie z. B. dem Vergleich von Infinitivkonstruktionen mit Objekten anderer Form. Das Buch richtet sich an KollegInnen und Studierende aus den Bereichen der germanistischen, italienischen und ungarischen Sprachwissenschaft, der kontrastiven Linguistik und der Sprachtypologie.