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Literarisierung der Familie im österreichischen Roman der Gegenwart

Kon/Texte − eine kulturwissenschaftliche Betrachtung

Series:

Joanna Ławnikowska-Koper

Die hohe Frequenz des Familiensujets in der österreichischen Prosa der Gegenwart geht auf die Renaissance des neuen Familienromans zurück und belegt die Aktualität und Universalität des Themas Familie. Das Buch unternimmt eine kulturwissenschaftliche Betrachtung literarischer Familienbilder hinsichtlich der Festlegung der Strategien, mit denen Familie literarisiert wird. Die Studie fragt daher nach Variablen und Konstanten des Familienbildes unter Einbeziehung der Erkenntnisse der Humanwissenschaften. Die Auslotung familiärer Kontexte in den Romanen von M. Breznik, G. Ernst, B. Frischmuth, A. Geiger, P. Hochgatterer, E. Menasse und M. Streeruwitz als «local knowledges» (Bachmann-Medick) soll dem Leser die hybride Substanz der Kultur der Gegenwart, im Medium Familie, erschließen und die Wandelprozesse nahebringen.

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Edited by Susan Gustafson and Kristina Becker

Goethe’s play Stella (1776) caused so much turmoil in Germany that it was retracted from the stage. In England, it was portrayed as evidence of lesser German values because of its portrayal of a ménage à trois. This new translation provides an introduction exploring the reception of the play in Germany and England, scholarly interpretations of the play, and the portions that were left out in earlier translations. The introduction also outlines the major questions the play highlights: Why do the two women, Stella and Cecilia, ultimately accept the ménage à trois? Can they trust Fernando, who flirts with every woman he meets? Do women and men conceive of marriage and loving commitments differently? Do the women agree to the ménage à trois because it is the only way they can be together as friends or as lovers? In addition, this translation has an appendix that outlines all of the changes (over 100) that Goethe made in 1806 in order to get the play back on stage. A useful resource for students, teachers, and scholars alike, this translation sheds new light on Goethe’s classic play.

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Literarisches Verstehen

Grundlagen und didaktische Perspektiven

Series:

Johannes Odendahl

Was ist Verstehen? Wodurch ist speziell literarisches Lesen gekennzeichnet? Gibt es eine literarische Rezeptionskompetenz, die gezielt im Unterricht vermittelt und auch gemessen werden kann?

Mit Rückgriff auf neueste Positionen einer Embodied Cognition sowie auf Jakobsons literarische Semiotik wird in diesem Buch eine Modellskizze des (poetischen) Verstehens entworfen, die Momente des Affekts, der Körperlichkeit, des sprachlichen Zugriffs und einer ästhetischen Sicht auf die Welt integriert. Literarisches Verstehen kann demgemäß nicht geplant, standardisiert und evaluiert werden. Es ist, wie alles Verstehen, an Emotionen und individuelle Erfahrungen gebunden, eröffnet zudem aber Räume des Spiels, der entlastenden Ironie und der Freiheit, auf die schulische Bildung nie verzichten darf.

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Becoming TransGerman

Cultural Identity Beyond Geography

Edited by Thomas O. Haakenson, Tirza True Latimer, Carol Hager and Deborah Barton

This book is a cutting-edge, interdisciplinary collection of essays by some of today’s most forward-thinking scholars. The contributors explore the ways in which the prefix «trans» erupts German identity and the identity of Germany itself. The volume calls German identity into question and examines the ways in which the prefix «trans» is deployed to these ends in relation to national borders, historical limits, political institutions, social practices, and forms of cultural and aesthetic expression. The collection reveals the ways in which the transcendence of national, corporeal, disciplinary, and institutional limits is embodied by the use of the prefix «trans»– and has the potential to do so much more.

The volume engages the multifaceted nature of «trans»– and a Germanness that defies geography – to explore how Germans and Germany are increasingly situated «beyond» limits. Collectively, these investigations reveal a radical discourse of Germanness, a discourse with significant implications for historical and contemporary German self-understanding.The book asks the following: What is German identity beyond geography? And what are the promises and perils for Germany, and German identity, in becoming transGerman?

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Fremderfahrung als Selbstreflexion

Goethes «Die Leiden des jungen Werther» in China (1922 – 2016)

Series:

Mu Gu

Mit seinem Frühwerk Die Leiden des jungen Werther macht sich Goethe nicht nur unter den chinesischen Gelehrten, sondern auch bei einer breiten Leserschaft einen Namen. Gleich die erste Übersetzung des Werther wurde 1922 mit großer Begeisterung aufgenommen. Mit über zweihundert verschiedenen Ausgaben (auf dem Festland, in Hongkong und Taiwan) ist es auch heute noch das am meisten übersetzte Werk unter allen Romanen und Erzählungen Goethes.

Ausgehend von einem funktionsorientierten Ansatz der Übersetzungstheorie wird in dieser Studie die Rezeptionsgeschichte von chinesischen Werther-Übersetzungen in den letzten hundert Jahren untersucht. Dabei wird festgestellt, dass dieses Werk immer wieder von den gesellschaftlichen Umständen einer bestimmten Zeit beeinflusst und dass es von verschiedenen Lesern zu verschiedenen Zeiten auf sehr unterschiedliche Weise wahrgenommen bzw. bewusst an bestimmte Situationen angepasst wird. Das Werther-Bild wirkt in diesem Sinne wie ein Spiegel für China, denn in ihm sieht man nicht nur einen sich immer wieder verändernden Werther, sondern auch die vielfältigen Veränderungen der chinesischen Gesellschaft in den letzten hundert Jahren schlechthin.

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Visualisierungen von Gewalt

Beiträge zu Film, Theater und Literatur

Series:

Edited by Dagmar von Hoff, Brigitte Jirku and Lena Wetenkamp

Ästhetische Ausdrucksformen wie Literatur, Theater, Film aber auch vermehrt digitale Medien wenden sich dem Thema der Gewalt in all ihren ausdifferenzierten Wahrnehmungsformen zu. Dabei heben sie oftmals gewaltsam unterdrückte oder ausgegrenzte Diskurse hervor und fungieren gleichzeitig als Gewaltreflexion und Gewaltkritik. Gewalt setzt dabei eine Adressierung voraus und zielt auf den Zuschauer, der sich in diesem Gewaltgefüge verorten muss. Die einzelnen Beiträge des Bandes entschlüsseln die komplexen Konstellationen der unterschiedlichen Visualisierungen von Gewalt in filmischen und literarischen Narrationen und machen diese sichtbar.

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Series:

Edited by Silvan Wagner

Mären sind schon längst nicht mehr ein Stiefkind der Forschung. Dennoch geben ihre Widersprüchlichkeiten, moralische Devianz und interpretative Offenheit immer noch Rätsel auf. Dieser Sammelband setzt gerade an den Spannungen der Märendichtung an und versucht auf dieser Basis, ihre literarische Funktion systematisch zu bestimmen. Dabei fungiert der Begriff der Grenze als gemeinsamer Fokus der einzelnen Beiträge: Mären operieren gezielt an den Grenzen höfischer und städtischer Literatur, sie überschreiten diese und machen sie damit erst sichtbar. Die Beiträge stellen Märendichtung exemplarisch an Erzählungen des 13. und 15. Jahrhunderts als vielschichtiges Grenzphänomen vor, das Prozesse der Sinnerzeugung kritisch beleuchtet.

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Literarisierungen von Gewalt

Beiträge zur deutschsprachigen Literatur

Series:

Edited by Dagmar von Hoff, Brigitte Jirku and Lena Wetenkamp

Ästhetische Ausdrucksformen wie Literatur, Film aber auch vermehrt digitale Medien wenden sich dem Thema der Gewalt in all ihren ausdifferenzierten Wahrnehmungsformen zu. Literatur geht dabei nicht vorrangig den Motiven für Gewalt nach, sondern hat das Potenzial, die feinen Verästelungen der Gewalt figürlich und handlungsorientiert narrativ in Szene zu setzen. Ästhetische Ausdrucksformen decken die Struktur und Organisation von Gewalt in Räumen und Systemen auf, fragen nach individueller Täter- und Opferschaft und nehmen hierbei unterschiedliche Perspektiven ein. Zugleich legen literarische Texte auch weniger markante Gewaltausformungen in Sprache und anderen Kommunikationssystemen offen, sodass Gewalt durch Sprache überhaupt erst sichtbar und in ihrer Unverständlichkeit darstellbar wird.

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PRIVATES ERZÄHLEN

Formen und Funktionen von Privatheit in der Literatur des 18. bis 21. Jahrhunderts

Edited by Steffen Burk, Tatiana Klepikova and Miriam Piegsa

Wie kann ›Privates‹ erzählt werden? Welche narrativen Verfahren werden eingesetzt, um ›Privatheit‹ literarisch darzustellen? In welcher Relation steht das ›Private‹ in der Literatur zu ›Öffentlichkeit‹ und ›Überwachung‹? Diese Fragen stehen im Zentrum des Bandes, in dem die Autor/innen anhand ausgewählter Texte die mit Privatheit verbundenen Themen, Motive und Strukturen rekonstruieren und in Beziehung zueinander setzen. Die Beiträge nehmen sich dabei der Aufgabe an, die Repräsentationen und Inszenierungsweisen von Privatheit zu rekonstruieren und herauszuarbeiten, auf welche Weise das Private in literarischen Texten des 18. bis 21. Jahrhunderts dargestellt, semantisiert und bewertet werden kann.

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Series:

Edited by Rosmarie Zeller-Thumm

Der vorliegende Band 28 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die an der 27. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft gehalten wurden. Anlässlich des Gedenkjahrs zur 500. Wiederkehr der durch die 95 Thesen Martin Luthers eingeleiteten Reformation, beschäftigte sich die Tagung mit dem Ringen um den rechten Glauben. Orthodoxie, Konfession und Toleranz 150 Jahre nach der Reformation. Tatsächlich wirkte der Aufruf des Reformators weit in das 17. Jahrhundert hinein und hatte gerade für die Zeitgenossen Christian Knorrs noch Auswirkungen auf ihren Alltag. Der vorliegende Band stellt deshalb die Frage nach den Wirkungen der Reformation und der auf sie reagierenden Reformbestrebungen auf der einen Seite und Rekatholisierungsbemühungen auf der anderen Seite. In diesem Band werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen  veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.