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Alexander Kraljic

Die Studie behandelt mit Dtn 10,12-11,32 einen bislang wenig beachteten Abschnitt des Deuteronomiums. Im ersten synchronen Hauptteil wird die Perikope nach text- und sprachwissenschaftlichen Kriterien untersucht und ihre literarische und rhetorische Struktur erschlossen. Der zweite diachrone Teil widmet sich der literargeschichtlichen und theologischen Analyse des Textes. Dieser besteht aus einem vermutlich vorexilischen Kern, der während und nach dem Exil sukzessiv erweitert wurde. Dtn 10,12ff. erweist sich dabei nicht nur als Keimzelle des paränetischen Rahmenwerkes des Deuteronomiums, sondern spiegelt zugleich auch dessen theologiegeschichtliche Entwicklung wider.

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Anna Janzen

Lukas hat eine das Leben preisende Soteriologie überliefert: Der lebende Jesus Christus, vor und nach seiner Auferstehung, schenkt allen Glaubenden das Heil Gottes. Der Evangelist präsentiert eine Soteriologie, die die archaische Vorstellung von Sühne durch das Blut bei Weitem übersteigt. Nicht Folter und Kreuzestod dienen dem Heil, sondern die Gegenwart Gottes in Jesus. In der Begegnung mit Jesus erfahren die Suchenden Gott selbst und seine heilsame Güte. Der Mensch ist nach Lukas nicht von Grund auf sündig, sondern er ist ein Kind Gottes, das auf Abwege geraten kann. So spricht er nicht vom sündigen Wesen des Menschen, sondern von seinen sündigen Taten, von denen er umkehren sollte. Der Umkehr folgt der Empfang des Heils Gottes, das Leben bedeutet und sich im ethischen Handeln äußert.

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Schweizerisches Jahrbuch für Kirchenrecht. Bd. 22 (2017) – Annuaire suisse de droit ecclésial. Vol. 22 (2017)

Herausgegeben im Auftrag der Schweizerischen Vereinigung für evangelisches Kirchenrecht – Edité sur mandat de l’Association suisse pour le droit ecclésial

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Edited by Dieter Kraus

Inhalt: Ueli Friederich: Rechtliche und praktische Fragen zum Zusammen-schluss von Kirchgemeinden – Thomas Plaz-Lutz: «Ouvrir et prendre en garde»: Aspekte einer Topographie von Freiräumen. Grundsätzliche Bemerkungen zu Kirchgemeindezusammenschlüssen – Ralph Kunz/Thomas Schlag: Gemeindeautonomie und Zuordnungsmodell in reformierter Perspektive. Kirchentheoretische Orientierungen und Folgerungen für die kirchenleitende Praxis – René Pahud de Mortanges: Die rechtliche Regelung der Spitalseelsorge in der Schweiz

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Niccolò Agnoli

Dieses Buch befasst sich mit dem Thema der Beständigkeit der Gesellschaft und ihrer politischen Institutionen angesichts der aktuellen Zunahme politischer Krisen. Der Autor liest die bekannten Denker Baruch de Spinoza und Friedrich August von Hayek im Zusammenhang mit dieser Problematik neu. Er betrachtet sie dabei nicht als Gegensätze, sondern kann vielmehr zeigen, wie sich beide gerade dank ihrer Unterschiede in dieser Frage ergänzen. Diese Betrachtungsweise ist ihm möglich auch aufgrund des zeitlichen Abstandes zum Kalten Krieg und seiner Ideologien. Wer sich für die Frage nach der Beziehung zwischen der Freiheit der Menschen und der politischen Stabilität interessiert, wird hier wichtige Aspekte finden.

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Emil Kautzsch (1841–1910)

Alttestamentler und Orientalist

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Andreas Freye

Das Buch stellt die erste vollständige Biographie über den heute fast vergessenen Alttestamentler und Orientalisten Emil Kautzsch (1841–1910) dar, der von 1869 bis 1910 an den Universitäten in Leipzig, Basel Tübingen und Halle lehrte. Bekannt geworden ist er 1875 durch seine Entlarvung der sogenannten Moabitischen Altertümer als Fälschungen und als Mitbegründer des Deutschen Palästina-Vereins. Sein Lebenswerk ist die Herausgabe und – zusammen mit weiteren Autoren – Übersetzung des Alten Testaments ins Deutsche sowie die mehrfache Bearbeitung der Hebräischen Grammatik von Wilhelm Gesenius. Neben der ausführlichen Darstellung seines Lebens werden im Buch ferner alle bisher vom Autor gefundenen Briefe Kautzschs ediert.

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Joseph Anton Schöpf

Kanonist – Schriftsteller – Seelsorger

Series:

Andreas E. Graßmann

Die vorliegende Studie widmet sich dem Salzburger Diözesanpriester Dr. Joseph Anton Schöpf, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Salzburger Lehrkanzeln für Kirchengeschichte und Kirchenrecht maßgeblich prägte. Der Autor legt eine ausführliche Biografie sowie eine Darstellung seines wissenschaftlichen und allgemein-schriftstellerischen Wirkens vor. Schöpf präsentiert sich als vielschichtige Person: Er war rund 36 Jahre als akademischer Lehrer für Kirchengeschichte und Kirchenrecht tätig, wirkte aber darüber hinaus in zahlreichen unterschiedlichen Feldern im akademischen, sozialen, journalistischen, pastoralen sowie politischen Bereich.

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Achille Ratti / Papst Pius XI.: Predigtlehrer – Prediger – Bibliothekar

Mit Stimmen aus der zeitgenössischen Homiletik in Deutschland

Series:

Hermann-Josef Reudenbach

Die Untersuchung bewegt sich im Schnittfeld dreier (kirchen-)historischer Teilgebiete. Sie ist ein Beitrag zur Papstgeschichte: Sie beleuchtet einen frühen Lebensabschnitt Pius’ XI. und macht erkennbar, wie diese Phase in dem späteren Pontifikat nachgewirkt hat. Sie ist ein Beitrag zur Geschichte des Predigtwesens: Sie wirft Schlaglichter auf die damalige Situation der Homiletik und auf das Theologische Seminar zu Mailand; auf diesem Hintergrund stellt sie Achille Ratti als Predigtlehrer und Prediger dar. Die Studie ist auch ein Beitrag zur Geschichte des Bibliothekswesens: Sie zeigt auf, daß für Ratti der Lehrstuhl der «Sacra eloquenza» zur Vorschule seiner Tätigkeit als Bibliothekar der Ambrosiana / Vaticana wurde. Sein Wirken in den Bibliotheken umfaßte dann drei Jahrzehnte seines Lebens.

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Under the Sun

Life and Reality in the Book of Kohelet

Series:

Shamai Gelander

This book presents the Book of Ecclesiastes as a single coherent work, whose ideas are consistent and collectively form a comprehensive worldview. Moreover, in contrast to the prevailing view in the research literature – it presents the Book of Ecclesiastes as a work with an essentially positive outlook: Kohelet’s fault-finding is aimed not at the world itself, or how it functions, but at the people who persist in missing out on the present, on what it has to offer, and of the ability to enjoy all that exists and is available. Contrasting with these are Koheleth’s positive perscriptions to make the most of the present. To my mind, his remonstrations are meant to «clear the way» for his positive recommendations – to clear the path, as it were, of the obstacles to accepting reality. These two aspects, the negative and the positive, come together in this investigation into Koheleth’s belief, which is founded on an acceptance of all that God has created.

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The Gospel of John

A Hypertextual Commentary

Series:

Bartosz Adamczewski

This monograph demonstrates that the Fourth Gospel is a result of highly creative, hypertextual reworking of the Acts of the Apostles. The detailed reworking consists of around 900 strictly sequentially organized thematic, and at times also linguistic correspondences between John and Acts. The strictly sequential, hypertextual dependence on Acts explains John’s modifications of the synoptic material, relocations thereof, additions to it, and many other surprising features of the Fourth Gospel. Critical explanations of such features, which are offered in this study, ensure the reliability of the new solution to the problem of the relationship between John and the Synoptics.

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The Origins of Deuteronomy 32

Intertextuality, Memory, Identity

Tina Dykesteen Nilsen

The remarkable poem in Deut 32:1–43 is a triple conclusion to the life of Moses, to Deuteronomy and to the Pentateuch/Torah. In content and style, it is an encapsulation of history, prophecy, and wisdom, of a poetic quality hard to surpass. The song was supposed to be learned by heart, was given its own scroll in Qumran, and was, as far as we know, the first Hebrew text to be written colographically. Yet, the poem is shrouded in vagueness and ambiguity, and scholars have pondered its origins, function, meaning, and message.

The Origins of Deuteronomy 32: Intertextuality, Memory, Identity plunges into the debate. Extensive theoretical discussions form the foundations for an analysis of similarities and dissimilarities between Deut 32 and other texts from many different perspectives. This indicates a close relationship to the Persian period edition of the Book of Isaiah. In light of a reconstruction of Yehud, theories of social memory and social identity formation are employed in a discussion on the functions of Deuteronomy and the Book of Isaiah, yielding results for our understanding of Deut 32. The origins and textual relationships are considered in light of newer insights on scribes working together. This radically changes the framework within which we must see the origins of Deut 32 (or any text) and its textual relationships. With its combination of theoretical expositions and applications to the text, this book will be useful for both scholar and student.