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Series:

Florian Schmitz

Der «Willehalm» Wolframs von Eschenbach erzählt von einem der großen Konflikte des Mittelalters. Dieser Band zeigt, wie systematisch sich Wolfram verschiedener Diskurse seiner Zeit bedient, um eine polyperspektivische Erzählung zu schaffen, die der Komplexität der damaligen Welt gerecht wird. Der diskursanalytische Ansatz beschreibt anhand von Quellen die Wissensbestände, Gesetzmäßigkeiten und Strategien verschiedener maßgeblicher Diskurse des Mittelalters, um darzustellen, welche Rolle diese Formationen in «Willehalm» spielen und wie sie sich auf das Gefüge der Figuren auswirken. Aus dem Spiel der Diskurse, das ein geschultes Ordnungsdenken erkennen lässt, können so Erkenntnisse abgeleitet werden, die zum Teil über das Ende des Erzählens hinaus verweisen.

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Rethinking Black German Studies

Approaches, Interventions and Histories

Edited by Tiffany N. Florvil and Vanessa D. Plumly

Black German Studies is an interdisciplinary field that has experienced significant growth over the past three decades, integrating subjects such as gender studies, diaspora studies, history, and media and performance studies. The field’s contextual roots as well as historical backdrop, nevertheless, span centuries. This volume assesses where the field is now by exploring the nuances of how the past – colonial, Weimar, National Socialist, post-1945, and post-Wende – informs the present and future of Black German Studies; how present generations of Black Germans look to those of the past for direction and empowerment; how discourses shift due to the diversification of power structures and the questioning of identity-based categories; and how Black Germans affirm their agency and cultural identity through cultural productions that engender both counter-discourses and counter-narratives.

Examining Black German Studies as a critical, hermeneutic field of inquiry, the contributions are organized around three thematically conceptualized sections: German and Austrian literature and history; pedagogy and theory; and art and performance. Presenting critical works in the fields of performance studies, communication and rhetoric, and musicology, the volume complicates traditional historical narratives, interrogates interdisciplinary methods, and introduces theoretical approaches that help to advance the field.

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The GDR Today

New Interdisciplinary Approaches to East German History, Memory and Culture

Edited by Stephan Ehrig, Marcel Thomas and David Zell

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Zeit- und Alterstopik im Minnesang

Eine Untersuchung zu Liedern Walthers von der Vogelweide, Reinmars, Neidharts und Oswalds von Wolkenstein

Series:

Simone Loleit

Der Band präsentiert ein grundlegendes systematisch-theoretisches Gesamtkonzept zur Erforschung minnesangspezifischer Zeit- und Alterstopik sowie innovative Ergebnisse zur Walther-, Reinmar-, Neidhart- und Oswald-Philologie. Die Analysen widmen sich sowohl ‚kanonischen‘ als auch seltener behandelten Liedern der vier Autoren und arbeiten unter anderem mit Verfahren der rhetorischen und literaturwissenschaftlichen Toposforschung, der Varianzforschung und der Erzähltextanalyse.

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Walther von der Vogelweide: Das gradualistische Ideal «in den dingen»

Eine philologisch-analytische Studie mit didaktischem Ausblick

Series:

Rainer Nübel

Dieser Band deckt anhand philologischer Analysen eine wesentliche gedankliche Klammer in der Dichtung Walthers von der Vogelweide auf: Das gradualistische Ordnungsideal einer seinsmäßigen Einheit in hierarchischer Verschiedenheit soll sich im konkreten Handeln des Menschen erfüllen. Dieses deduktive Denkmuster erweist sich sowohl in der Sangspruchdichtung als auch in Liedern der kritischen Minnereflexion sowie in ‹Weltabsage- und Altersliedern› und im Leich als konstitutives Strukturelement. Das Erkennen dieser gedanklichen Klammer führt teilweise zu neuen Interpretationen von Walther-Texten und dient didaktisch der Vermittlung von strukturierendem Denken bei Lernenden in Schule und Hochschule.

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Wir sind Faust

Teufelspakt und Erlösung bei Goethe, Thomas Mann und Klaus Mann

Dieter Strauss

Im Zentrum des Buches stehen der Teufelspakt und die Erlösungsfrage. Der Autor fragt nach den Parallelen bei Goethes Faust, Thomas Manns Komponisten Adrian Leverkühn und Klaus Manns Theaterintendanten Hendrik Höfgen. Im Gegensatz zu Goethes Faust können Adrian Leverkühn und Hendrik Höfgen nicht erlöst werden. Der Band zeigt auf, dass die Rettung von Faust an seiner «Selbsterlösung von unten» liegt, die er mit seiner Kolonisierung erreicht, und an der «Liebe von oben», an die Goethe als Anhänger der Allversöhnung glaubt.

Teufelspakt und Erlösungsproblematik stehen am Anfang des Buches. Anschließend folgen die Wege, die die Protagonisten der drei Werke bis zur Rettungsfrage zurücklegen. Äußerer Anstoß und innerer Antrieb der drei Autoren zu diesem Thema bilden den Abschluss.

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Literarisierung der Familie im österreichischen Roman der Gegenwart

Kon/Texte − eine kulturwissenschaftliche Betrachtung

Series:

Joanna Ławnikowska-Koper

Die hohe Frequenz des Familiensujets in der österreichischen Prosa der Gegenwart geht auf die Renaissance des neuen Familienromans zurück und belegt die Aktualität und Universalität des Themas Familie. Das Buch unternimmt eine kulturwissenschaftliche Betrachtung literarischer Familienbilder hinsichtlich der Festlegung der Strategien, mit denen Familie literarisiert wird. Die Studie fragt daher nach Variablen und Konstanten des Familienbildes unter Einbeziehung der Erkenntnisse der Humanwissenschaften. Die Auslotung familiärer Kontexte in den Romanen von M. Breznik, G. Ernst, B. Frischmuth, A. Geiger, P. Hochgatterer, E. Menasse und M. Streeruwitz als «local knowledges» (Bachmann-Medick) soll dem Leser die hybride Substanz der Kultur der Gegenwart, im Medium Familie, erschließen und die Wandelprozesse nahebringen.

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Edited by Susan Gustafson and Kristina Becker

Goethe’s play Stella (1776) caused so much turmoil in Germany that it was retracted from the stage. In England, it was portrayed as evidence of lesser German values because of its portrayal of a ménage à trois. This new translation provides an introduction exploring the reception of the play in Germany and England, scholarly interpretations of the play, and the portions that were left out in earlier translations. The introduction also outlines the major questions the play highlights: Why do the two women, Stella and Cecilia, ultimately accept the ménage à trois? Can they trust Fernando, who flirts with every woman he meets? Do women and men conceive of marriage and loving commitments differently? Do the women agree to the ménage à trois because it is the only way they can be together as friends or as lovers? In addition, this translation has an appendix that outlines all of the changes (over 100) that Goethe made in 1806 in order to get the play back on stage. A useful resource for students, teachers, and scholars alike, this translation sheds new light on Goethe’s classic play.

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Literarisches Verstehen

Grundlagen und didaktische Perspektiven

Series:

Johannes Odendahl

Was ist Verstehen? Wodurch ist speziell literarisches Lesen gekennzeichnet? Gibt es eine literarische Rezeptionskompetenz, die gezielt im Unterricht vermittelt und auch gemessen werden kann?

Mit Rückgriff auf neueste Positionen einer Embodied Cognition sowie auf Jakobsons literarische Semiotik wird in diesem Buch eine Modellskizze des (poetischen) Verstehens entworfen, die Momente des Affekts, der Körperlichkeit, des sprachlichen Zugriffs und einer ästhetischen Sicht auf die Welt integriert. Literarisches Verstehen kann demgemäß nicht geplant, standardisiert und evaluiert werden. Es ist, wie alles Verstehen, an Emotionen und individuelle Erfahrungen gebunden, eröffnet zudem aber Räume des Spiels, der entlastenden Ironie und der Freiheit, auf die schulische Bildung nie verzichten darf.

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Fremderfahrung als Selbstreflexion

Goethes «Die Leiden des jungen Werther» in China (1922 – 2016)

Series:

Mu Gu

Mit seinem Frühwerk Die Leiden des jungen Werther macht sich Goethe nicht nur unter den chinesischen Gelehrten, sondern auch bei einer breiten Leserschaft einen Namen. Gleich die erste Übersetzung des Werther wurde 1922 mit großer Begeisterung aufgenommen. Mit über zweihundert verschiedenen Ausgaben (auf dem Festland, in Hongkong und Taiwan) ist es auch heute noch das am meisten übersetzte Werk unter allen Romanen und Erzählungen Goethes.

Ausgehend von einem funktionsorientierten Ansatz der Übersetzungstheorie wird in dieser Studie die Rezeptionsgeschichte von chinesischen Werther-Übersetzungen in den letzten hundert Jahren untersucht. Dabei wird festgestellt, dass dieses Werk immer wieder von den gesellschaftlichen Umständen einer bestimmten Zeit beeinflusst und dass es von verschiedenen Lesern zu verschiedenen Zeiten auf sehr unterschiedliche Weise wahrgenommen bzw. bewusst an bestimmte Situationen angepasst wird. Das Werther-Bild wirkt in diesem Sinne wie ein Spiegel für China, denn in ihm sieht man nicht nur einen sich immer wieder verändernden Werther, sondern auch die vielfältigen Veränderungen der chinesischen Gesellschaft in den letzten hundert Jahren schlechthin.