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Charmian Brinson and Richard Dove

Die Schauspielerin Lilly Kann machte sich einen Namen auf der deutschen Bühne als hervorragende Interpretin klassischer Hauptrollen. Dieser Band enthält ihre Erinnerungen an eine sechzig Jahre währende Bühnenkarriere. Kann debütierte als 16-Jährige am Bonner Stadttheater, wo sie zusammen mit dem später weltberühmten Emil Jannings spielte. In den 1920er Jahren war sie an verschiedenen namhaften Theatern engagiert, u.a. am Schauspielhaus Düsseldorf, wo sie als «die große Tragödin» gefeiert wurde. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten fand sich Kann von der deutschen Bühne ausgeschlossen. Besonders aufschlussreich sind ihre Aufzeichnungen zum Theater des Jüdischen Kulturbundes in Berlin, bei dem sie sechs Jahre auftrat: alle Aufführungen fanden unter den wachsamen Augen der Gestapo statt. Kurz vor Kriegsausbruch emigrierte Kann nach Großbritannien, wobei sie «nicht im Traum» daran dachte, auf der englischen Bühne aufzutreten. Trotzdem gelang es ihr, 1942 ihr englisches Bühnendebüt zu geben. In den Nachkriegsjahren spielte sie verschiedene Hauptrollen auf der englischen Bühne.

Ein wichtiger Aspekt ihrer Aufzeichnungen ist der Vergleich zwischen den deutschen und englischen Theaterverhältnissen, einschliesslich der unterschiedlichen Art des Theaterspielens. Ihr mitreißender Lebensbericht stellt einen Schlüsseltext zum Theater im Exil dar.

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Virtualität im Minnesang um 1200

Transdisziplinäre Analysen

Series:

Nicolas Mittler

Diese Studie betrachtet die Produktion sowie Rezeption von Musik, die in mittelalterlicher Zeit eng miteinander verflochten waren. Der Minnesänger warb als «live-Medium» mit seinem «süezen sanc» im Klangraum um die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer und bediente sich vielfältiger rhetorischer Strategien, um die Sinne seiner Rezipienten einzubinden. Der Fiktionalitätsvertrag musste mit dem Hörer noch während der Aufführung ausgehandelt werden. Da sich dieser intermediäre Möglichkeitsraum niemals eindeutig dem Fiktionalen oder Realen zuweisen lässt, stellt dieses Buch die Frage, inwiefern Virtualität den notwendigen Schlüssel für die Interpretation vormoderner Poesie darstellen könnte. Denn diese bewegt sich als performative Kunst offensichtlich nicht innerhalb der strikten Grenzziehung autonomer Fiktionen.

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Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kognition der Mehrsprachigkeit», darauf folgt die Sektion «Das Lernen und Lehren der deutschen Sprache in einer mehrsprachigen Welt: sprachpolitische Bedingungen und Ansätze». Die Sektion «Die Rolle des Sprachvergleichs beim Erwerb des Deutschen» beschließt den Band.

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Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Sprachpflege und Sprachkritik als gesellschaftliche Aufgaben», darauf folgen die Sektionen «Wie kann man in der heutigen Zeit der Globalisierung die deutsche Sprache in der Welt (optimal) fördern?», «Inter- und Transkulturalität bei internationalen Kooperationen im Hochschulbereich: Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache» sowie «Lernplattformen zum virtuellen Lernen – was bringen sie für Lernen und Lehren und welche Chancen und Möglichkeiten für die internationale Germanistik». Die Sektion «Bedeutung und Vermittlung des Deutschen für die Fach- und Berufskommunikation weltweit» beschließt den Band.

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Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

Series:

Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

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Der Weltreisende Colin Roß vor deutschem und österreichischem Publikum

Massenkulturelle Vermarktung von Kriegserfahrung und Abenteuer (1912–1938)

Series:

Katalin Teller

Das Buch analysiert die Kriegs- und Reiseberichte des Reisejournalisten und -filmemachers Colin Roß (1885–1945). Roß galt in der Weimarer Republik als einer der populärsten Vertreter der geopolitisch interessierten Reiseberichterstattung. Als höchst relevant erweist sich dabei der Umgang von Roß und seinem Publikum mit dem reiseliterarisch geprägten Topos des Abenteuers sowie der Gattung des Kriegsberichts. Durch die jeweilige Adaptierung seiner Kriegserfahrung und des Abenteuer-Elements konnte Roß seine Werke für ideologisch und kulturell unterschiedlich orientierte Publika aufbereiten. Die Autorin vergleicht die deutschen und österreichischen Produktions- und Rezeptionsbedingungen und gibt Aufschluss darüber, wie sich diese Kultfigur einen festen Platz in der Öffentlichkeit sichern konnte.

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Raumbegehren

Zum Flaneur bei W.G. Sebald und Walter Benjamin

Series:

Eva Riedl

Trotz der Aufmerksamkeit, die den gehenden Protagonisten im Prosawerk W.G. Sebalds in der theoretischen Beschäftigung zugekommen ist, hat die Forschung diese bislang nur selten unter der Perspektive «Flaneur» untersucht. Die Autorin widmet sich Sebalds sorgsamen Inszenierungen dieser Fußreisen und verfolgt sie kritisch vor W.G. Sebalds Benjamin-Lektüre. Sie zeigt, dass die als widersprüchlich aufgefasste Aneignung der Figur durch Walter Benjamin eine Chance ist, das Zugleich von intensiven, im Übergang befindlichen und zerstörerischen Formen der Flanerie in Sebalds Texten aufzuzeigen. Der Flaneur ist ein auffälliger Körper: Wie dessen epiphanische, intensive und vernichtende Gesten in Sebalds theoretisches und literarisches Schreiben eingehen, verfolgt dieses Buch.

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Series:

Joanna Pędzisz

In dieser Studie wird das Modell der Blog-Interaktion-Analyse (BIAN) als das methodologische Instrumentarium erarbeitet, mit dem Profilierungsprozesse und die Konstruierung des thematischen und Interaktionsprofils im Kommunikationsgefüge Blog–Interaktion untersucht werden können. Dank der Behandlung der Ansätze aus dem Bereich der Text-, Diskurs-, Medienlinguistik und des Kognitivismus entsteht ein Spektrum von Kategorien, die in das BIAN-Modell einbezogen werden und die Spezifik der Profilierungs- und Konzeptualisierungsprozesse in Blog-Interaktionen in einem Online-Diskurs text- und diskurslinguistisch ausgerichtet erfassen. Infolgedessen wird das Integrationspotential der schon etablierten Phänomene wie Interaktion, Thema, Text, Blog, (Online)-Diskurs, Diskursteilnehmer nachgewiesen.

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Nonverbale Interaktion deutscher und marokkanischer Studierender

Fallstudien zur interkulturellen Kinesik

Series:

Yassir El Jamouhi

Die Studie befasst sich mit der interkulturellen nonverbalen Interaktion zwischen deutschen und marokkanischen Studierenden. Hierfür untersucht der Autor authentische interkulturelle Interaktionssituationen mit Mitteln der linguistischen Gesprächs- und Interaktionsanalyse. Im Fokus der Analyse steht das Bewegungsverhalten (Kinesik) der Interaktanten. Unter funktionalen Gesichtspunkten betrachtet der Autor sowohl die interaktionsregulierende und beziehungsgestaltende Dimension des nonverbalen Verhaltens als auch dessen Verhältnis zu sprachlichen Äußerungen. Hierbei thematisiert er Multimodalität, Multifunktionalität, Polysemie und Kulturbedingtheit nonverbaler Verhaltensweisen und liefert erstmals systematische Ergebnisse zur interkulturellen deutsch-marokkanischen Kinesik.

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Series:

Shenwei Zhang

In diesem Buch untersucht der Autor, ob der Plurizentrik des Deutschen im universitären DaF-Unterricht in China Rechnung getragen wird und ob die chinesischen DaF-Lerner dabei ein plurizentrisch adäquates Bewusstsein aufbauen können. Dazu erstreckt sich die Untersuchung einerseits auf die Analyse der chinaspezifischen Lehrwerke mit Blick auf die Berücksichtigung plurizentrischer Inhalte. Andererseits werden durch die Befragung von Germanistikstudierenden quantitative Daten erhoben, deren Interpretation die Kenntnisstände der Studierenden über vielerlei Aspekte der Plurizentrik des Deutschen erfassen. Aus diesen empirischen Befunden leitet der Autor schließlich differenzierte Vorschläge für die künftige Verbesserung des Umgangs mit der Plurizentrik des Deutschen ab.