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Acta Germanica / Volume 45 • 2017

German Studies in Africa

Series:

Carlotta von Maltzan

Der erste Teil vermittelt unterschiedliche Blickweisen auf den Schauplatz Afrika in der deutschsprachigen Literatur: von der kolonialistischen deutschen Jugend- und Abenteuerliteratur bis zum Kriegsschauplatz Omaheke, von Apartheid-Analogien in deutschen Medientexten bis zum Leben und Werk Leontine Sagans in Europa und in Südafrika. Weitere Analysen befassen sich mit Hans Christoph Buchs Sansibar Blues und Dürrenmatts fast unbekanntem Text «Die Virusepidemie in Südafrika». Der zweite Teil versammelt allgemeine Beiträge zu Goethes «Iphigenie auf Tauris», Christoph Schlingensiefs Wiener Kunstaktion Container aus dem Jahr 2000, Benjamin von Stuckrad-Barres Roman «Panikherz», Christian Krachts «Die Toten» sowie Thea Dorns Theaterstück «Marleni. Preußische Diven blond wie Stahl». Eine Untersuchung zur vernachlässigten Dimension der Leiblichkeit im interkulturellen Fremdsprachenlernen und ein Interview mit der österreichischen Autorin Gerhild Steinbuch beschließen den Band.

The first part conveys differing perspectives of Africa in German literature: from colonial German youth and adventure literature to Omaheke as a place of war, from apartheid analogies in German media texts to the life and work of Leontine Sagan in Europe and South Africa. Further contributions present critical readings of Hans Christoph Buch’s «Sansibar Blues» and of the almost unknown text «Die Virusepidemie in Südafrika» by Friedrich Dürrenmatt. The second part presents general contributions on Goethe’s «Iphigenie auf Tauris», Christoph Schlingensief’s Viennese art action Container in the year 2000, Benjamin von Stuckrad-Barre’s novel «Panikherz», Christian Kracht’s «Die Toten» and Thea Dorn’s play «Marleni. Preuβsche Diven blond wie Stahl». An investigation of the neglected dimension of corporeality in intercultural foreign language learning and an interview with the Austrian author Gerhild Steinbuch conclude the volume.

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Series:

Sandro Moraldo

Die Beiträge in diesem Band untersuchen die Frage, welchen Stellenwert die deutsche Sprache in Italien – nicht nur im schulischen Fremdsprachenunterricht – einnimmt. Die Beiträger erstellen hierbei eine umfassende Kartographie der Stellung des Deutschen in Italien, die mehrere Aspekte abdeckt: als Wissenschaftssprache, in ihrer Bedeutung für die Wirtschaftskommunikation, im Rahmen von dualen Bildungssystemen, als Arbeitsmittel im Rahmen von CLIL (Content and Language Integrated Learning) und ihrer Bedeutung für den Tourismus. Durch eine aufwendige Datenerhebung dokumentiert dieser Sammelband, die Trends, die sich für die deutsche Sprache in Italien abzeichnen.

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Ludwig Bechstein: Die großen Novellen und die Romane

Inhalte – Kommentare – Materialien

Susanne Schmidt-Knaebel

Ludwig Bechstein (1801–1860) hat außer seinen Märchen- und Sagenadaptationen auch 15 vom Autor sogenannte große Novellen und Romane geschrieben. Diese Studie verwendet eine interdisziplinäre Methode, die Arbeitsweisen der Literaturwissenschaft um die einer Linguistik literarischer Texte ergänzt. Jedem der zwischen 1829 und 1856 erschienenen Texte ist ein dreiteiliger Kommentar gewidmet (Inhaltsangabe, Analyse der semantischen und syntaktischen Eigenschaften und Zusammenstellung der vorhandenen Kritiken bzw. derzeit erfassbaren Quellmaterialien). Auf dieser Basis lassen sich frühe von mittleren und späten Texttypen unterscheiden. Am Schluss steht eine Übersicht über die Entwicklung des deutschen Historienromans und eine Einordnung von Bechsteins Großprosa auf geschichtlicher Grundlage.

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Series:

Pilar Andrade Boué, Rodrigo Guijarra Lasheras and Marta Iturmendi Coppel

Este libro reflexiona sobre el análisis de la ciudad como espacio plural en obras literarias de las últimas décadas. Los capítulos que lo constituyen abordan la cuestión de la pluralidad con todos los matices que se sitúan entre los polos opuestos de la convivencia y la hostilidad, y se organizan en torno a tres ejes geográficos amplios: las ciudades europeas, las africanas y las hispanoamericanas. Los textos que lo componen hablan del imaginario colectivo que despierta el cuerpo de la ciudad en quien lo lee y narra, así como sobre la inscripción de las ficciones en la historia de las ciudades y su representación de las vidas, situaciones o experiencias que se desarrollan en los paisajes urbanos. La investigación que se propone aquí continúa la de varios proyectos anteriores del grupo de investigación UCM dirigido por Eugenia Popeanga «La aventura de viajar y sus escrituras».

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Fräuleinwunder

Zum literarischen Nachleben eines Labels

Series:

Christiane Caemmerer, Walter Delabar and Helga Meise

Die Beiträge dieses Bandes untersuchen, was aus Judith Hermann, Karen Duve, Juli Zeh und den vielen anderen Autorinnen geworden ist, die um die Jahrtausendwende unter dem Markenzeichen «Fräuleinwunder» Furore machten. Wer schrieb weiter und welche Formen haben die Autorinnen benutzt, welche literarischen Profile und Karrieren haben sich ergeben, nachdem der Hype vorbei war? Der Band verbindet iterative Bestandsaufnahmen und Beschreibungen des Status quo – 15 Jahre später.

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Series:

Magdalena Duś, Robert Kołodziej and Joanna Konieczna-Serafin

Dieser Band sammelt Ergebnisse der sprachwissenschaftlichen Untersuchungen einer französisch-polnisch-deutschen Forschungsgruppe. Die Beiträge behandeln theoretische Probleme und empirische Beobachtungen der Textlinguistik. Der Band ist den semantischen Aspekten von Textanfängen gewidmet und thematisiert verschiedene Texttypen und -sorten. Dazu gehören literarische Texte, ältere Rechtstexte, narrative Erzählungen und Pressetexte. Die Beiträge beinhalten neben den textlinguistischen Ansätzen auch theoretische Überlegungen aus den Bereichen der Phraseologie und der Kognitiven Linguistik.

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Series:

Aneta Jachimowicz

Der Band versammelt Beiträge, die über den etablierten Kanon der Literatur der Zwischenkriegszeit in Österreich hinausreichen und auf die ästhetischen und formalen Besonderheiten anderer AutorInnen und literarischer Diskurse aufmerksam machen sowie Anlass geben, sich jenseits der arrivierten Literatur umzusehen. Es geht auch um die Frage, inwieweit das besondere Profil der österreichischen Literatur bei nicht kanonisierten Werken evident wird und wie die Kanonisierungen zustande kamen. Die Fallbeispiele geben Einblick in den Literaturbetrieb der Zwischenkriegszeit und zeigen, dass es notwendig ist, die österreichische Literatur dieser Zeit von der Literatur der Weimarer Republik stärker zu unterscheiden.

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Der Diskurs über Deklamation und über die Praktiken auditiver Literaturvermittlung

Der Deutschunterricht des höheren Schulwesens in Preußen (1820–1900)

Series:

Hans-Joachim Jakob

Ein Primaner konnte im 19. Jahrhundert am Ende seiner Schullaufbahn Dutzende Gedichte auswendig aufsagen. Die Deklamationskultur des höheren Schulwesens ist seitdem in Vergessenheit geraten. Diese Studie rekonstruiert die intensive Diskussion über das Textsprechen zwischen 1820 und 1900. Sie wertet dazu bislang nur wenig beachtete Quellen aus – Vorschriften, Lehrpläne, Gesetzessammlungen, Lesebücher, Ratgeber, Schulprogramme, pädagogische Zeitschriften und Anthologien. Ein abschließender Blick in fiktionale Zeugnisse von Goethe, Kotzebue, Klingemann, Johanna Schopenhauer, Raabe oder Stinde demonstriert den schmalen Grat zwischen deklamatorischem Triumph und gesellschaftlicher Blamage.

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Series:

Bartosz Buć

Im Fokus dieses Buches steht die Frage der Argumentationsindikatoren, das heißt der typischen Wörter und Ausdrücke, die bei der Identifizierung der Argumentationsvorgänge behilflich sein können. Der Autor exemplifiziert die aufgelisteten Indikatoren im Kontext der Interviews und Diskussionen. Die Pragma-Dialektik setzt voraus, dass der Gedankenaustausch zwischen den Diskutanten auf einem Verhältnis zwischen dem Standpunkt und dem Argument beruht, was man als Argumentationsschema bezeichnet. In der Typologie unterscheidet man zwischen drei Argumentationsschemata. Der Autor betrachtet die kausale Argumentation, die symptomatische Argumentation und die Argumentation anhand der Analogie. Er untersucht und differenziert innerhalb jedes Schemas gewisse Subtypen, denen auch Indikatoren zugerechnet werden können.

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Shakespeare and German Reunification

The Interface of Politics and Performance

Series:

Emily Oliver

This book explores the relationship between politics and Shakespeare performance in East Germany before, during and after reunification in 1990. Analysing a wide range of case studies from Berlin as well as more peripheral towns and cities, the author argues that the capacity for political intervention in Shakespeare performances in East Germany was limited by a number of factors, including the influence of the government and an underlying distrust of the public. However, East German theatre practitioners proved useful to the 1989 protest movement precisely because they occupied a unique position at the interface of dissidence and state power. Using Shakespeare performance as a lens, the book examines political and aesthetic censorship before reunification and the enormous financial difficulties theatre faced in its aftermath, asking what role Shakespeare played for Germans both within and beyond the theatre.