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Das Täterbild in der Überlebenden-Literatur

Ein Vergleich der Täterbilder in der frühen und späten Lagerliteratur von Buchenwald und Dachau

von Chunguang Fang (Autor:in)
Dissertation XII, 302 Seiten

Zusammenfassung

Das Buch untersucht deutschsprachige Texte von KZ-Überlebenden aus Buchenwald und Dachau, die in den zwei produktivsten Phasen der Holocaustliteratur (1945-1949/1979-Gegenwart) veröffentlicht wurden. Die Autorin untersucht das Täterbild narratologisch und erinnerungskulturell vergleichend. Sie zeigt, dass die Autoren der frühen Lagerliteratur die von ihnen erlebten NS-Täter mit aller größter Intensität und Anschaulichkeit darstellen, während sich die der späten Lagerliteratur außer der Täterdarstellung auch auf der Konstruktion ihrer in den KZs verlorenen Identitäten hinwenden. Dementsprechend werden die Opferbilder viel konkreter und detaillierter als zuvor, während die Täterbilder mittlerweile amorpher, abstrakter und allgemeiner scheinen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort und Danksagung
  • 1 Einleitung
  • 1.1 Forschungsgegenstand: Täterbilder und -definitionen aus Perspektive der KZ-Überlebenden
  • 1.2 Stand der interdisziplinären Täterforschung
  • 1.3 Fragestellung und Aufbau der Arbeit
  • 1.4 Forschungsziel
  • 2 Das Täterbild in der frühen Lagerliteratur von 1945 bis 1949
  • 2.1 Narrative Gestaltung der frühen Täterrepräsentation
  • 2.1.1 Erzählerische Gestaltung der frühen Lagerliteratur
  • 2.1.1.1 Erzählinstanzen: Autor und Erzähler
  • 2.1.1.2 Erzählperspektive
  • 2.1.2 Erzählweisen und -funktionen
  • 2.1.2.1 Dichotomische Identitätsbildung in der (para-)textuellen Gestaltung
  • 2.1.2.2 Funktionen des Erzählens
  • 2.1.3 Aporien des Darstellens der frühen Lagerliteratur
  • 2.1.3.1 Unzulänglichkeit der Sprache?
  • 2.1.3.2 Täterbilder in der Lagersprache
  • 2.1.3.3 Ambiguität der Verstehbarkeit
  • 2.2 Täterbilder in der frühen Lagerliteratur
  • 2.2.1 Repräsentierte Tätertypen
  • 2.2.2 Dargestellte Täterpersönlichkeiten
  • 2.2.2.1 Täterhabitus unter der ‚NS-Moral‘
  • 2.2.2.2 Positive Inszenierungen einzelner Täter
  • 2.2.3 Konstellationen zwischen den erinnerten Tätern
  • 2.2.3.1 Gruppenbewusstsein durch Konformität, Kameraderie und Kollaboration
  • 2.2.3.2 Konkurrenzen und Spannungen unter den Tätern
  • 2.2.3.3 Gegenseitige Überwachung der Täter
  • 2.2.4 Täter-Opfer-Konstellationen
  • 2.2.4.1 Allgemeine Konstellationen
  • 2.2.4.2 Spezielle Konstellation
  • 2.2.4.3 Dynamische Konstellationen
  • 3 Das Täterbild in der späten Lagerliteratur von 1979 bis 2012
  • 3.1 Narrative Gestaltung der späten Täterrepräsentation
  • 3.1.1 Erzählerische Gestaltung der späten Lagerliteratur
  • 3.1.1.1 Erzählinstanzen: (Ko-)Autor und Erzähler
  • 3.1.1.2 Erzählperspektive
  • 3.1.2. Erzählweisen und -funktionen der späten Lagerliteratur
  • 3.1.2.1 Versuche der subjektiven Konstituierung und Sinnzuschreibung
  • 3.1.2.2 Funktionen des Erzählens
  • 3.1.3 Erzähldilemma: von der Sprache zum Gedächtnis
  • 3.1.3.1 Problematik des Schreibens und des Verstehens
  • 3.1.3.2 Problematik des Erinnerns
  • 3.1.3.3 Zwischenfazit
  • 3.2 Täterbilder in der späten Lagerliteratur
  • 3.2.1 Repräsentierte Tätertypen
  • 3.2.2 Inszenierte Täterpersönlichkeiten
  • 3.2.2.1 Dominante Täterbilder mit Täterhabitus
  • 3.2.2.2 Einzelne positive Täterbilder
  • 3.2.3 Konstellationen zwischen den dargestellten Tätern
  • 3.2.3.1 Gegenseitig verstärkende Konformität der Täter
  • 3.2.3.2 Spannungen und gegenseitige Überwachung
  • 3.2.4 Täter-Opfer-Konstellationen
  • 3.2.4.1 Allgemeine Konstellationen
  • 3.2.4.2 Spezielle Konstellationen
  • 3.2.4.3 Dynamische Konstellationen
  • 4 Der Wandel des Täterbilds von der frühen zur späten Lagerliteratur
  • 4.1 Tendenzen des Täterbildwandels
  • 4.1.1 Standardisierte Täterbilder
  • 4.1.2 Neue Täterbilder
  • 4.1.3 Verschwundene Täterbilder
  • 4.2 Täterbildwandel unter dem Aspekt der Erinnerungskultur
  • 4.2.1 Standardisierung der kollektiven Erinnerung
  • 4.2.2. Rekonstruktivität und Selektivität des Gedächtnisses
  • 4.2.2.1 Rekonstruktivität des Gedächtnisses und des Erzählens
  • 4.2.2.2 Vergessen: Zur Ambivalenz des Erinnerns und zu den Grenzen des Erzählens
  • 5 Zusammenfassung und Ausblick
  • Bibliographie
  • Anhang
  • Reihenübersicht

Chunguang Fang

Das Täterbild in
der Überlebenden-Literatur

Ein Vergleich der Täterbilder in der frühen und späten
Lagerliteratur von Buchenwald und Dachau

Autorenangaben

Chunguang Fang studierte Germanistik an der Zhengzhou-Universität (Henan) und Tongji-Universität (Shanghai) in Chi-na sowie an der Ruhr-Universität Bochum und der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie hat an der Arbeitsstelle Holocaustlite-ratur in Gießen promoviert.

Über das Buch

Das Buch untersucht deutschsprachige Texte von KZ-Überlebenden aus Buchenwald und Dachau, die in den zwei produktivsten Phasen der Holocaust-literatur (1945-1949/1979-Gegenwart) veröffentlicht wurden. Die Autorin untersucht das Täterbild narratologisch und erinnerungskulturell vergleichend. Sie zeigt, dass die Autoren der frühen Lagerliteratur die von ihnen erlebten NS-Täter mit aller größter Intensität und Anschaulichkeit darstellen, während sich die der späten Lagerliteratur außer der Tä-terdarstellung auch auf der Konstruktion ihrer in den KZs verlorenen Identitäten hinwenden. Dementsprechend werden die Opferbilder viel konkreter und detail-lierter als zuvor, während die Täterbilder mittlerweile amorpher, abstrakter und allgemeiner scheinen.

Zitierfähigkeit des eBooks

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort und Danksagung

1 Einleitung

1.1 Forschungsgegenstand: Täterbilder und -definitionen aus Perspektive der KZ-Überlebenden

1.2 Stand der interdisziplinären Täterforschung

1.3 Fragestellung und Aufbau der Arbeit

1.4 Forschungsziel

2 Das Täterbild in der frühen Lagerliteratur von 1945 bis 1949

2.1 Narrative Gestaltung der frühen Täterrepräsentation

2.1.1 Erzählerische Gestaltung der frühen Lagerliteratur

2.1.1.1 Erzählinstanzen: Autor und Erzähler

2.1.1.2 Erzählperspektive

2.1.2 Erzählweisen und -funktionen

2.1.2.1 Dichotomische Identitätsbildung in der (para-)textuellen Gestaltung

2.1.2.2 Funktionen des Erzählens

2.1.3 Aporien des Darstellens der frühen Lagerliteratur

2.1.3.1 Unzulänglichkeit der Sprache?

2.1.3.2 Täterbilder in der Lagersprache

2.1.3.3 Ambiguität der Verstehbarkeit

2.2 Täterbilder in der frühen Lagerliteratur

2.2.1 Repräsentierte Tätertypen

2.2.2 Dargestellte Täterpersönlichkeiten

2.2.2.1 Täterhabitus unter der ‚NS-Moral‘

2.2.2.2 Positive Inszenierungen einzelner Täter

2.2.3 Konstellationen zwischen den erinnerten Tätern

2.2.3.1 Gruppenbewusstsein durch Konformität, Kameraderie und Kollaboration

2.2.3.2 Konkurrenzen und Spannungen unter den Tätern

2.2.3.3 Gegenseitige Überwachung der Täter←V | VI→

2.2.4 Täter-Opfer-Konstellationen

2.2.4.1 Allgemeine Konstellationen

2.2.4.2 Spezielle Konstellation

2.2.4.3 Dynamische Konstellationen

3 Das Täterbild in der späten Lagerliteratur von 1979 bis 2012

3.1 Narrative Gestaltung der späten Täterrepräsentation

3.1.1 Erzählerische Gestaltung der späten Lagerliteratur

3.1.1.1 Erzählinstanzen: (Ko-)Autor und Erzähler

3.1.1.2 Erzählperspektive

3.1.2. Erzählweisen und -funktionen der späten Lagerliteratur

3.1.2.1 Versuche der subjektiven Konstituierung und Sinnzuschreibung

3.1.2.2 Funktionen des Erzählens

3.1.3 Erzähldilemma: von der Sprache zum Gedächtnis

3.1.3.1 Problematik des Schreibens und des Verstehens

3.1.3.2 Problematik des Erinnerns

3.1.3.3 Zwischenfazit

3.2 Täterbilder in der späten Lagerliteratur

3.2.1 Repräsentierte Tätertypen

3.2.2 Inszenierte Täterpersönlichkeiten

3.2.2.1 Dominante Täterbilder mit Täterhabitus

3.2.2.2 Einzelne positive Täterbilder

3.2.3 Konstellationen zwischen den dargestellten Tätern

3.2.3.1 Gegenseitig verstärkende Konformität der Täter

3.2.3.2 Spannungen und gegenseitige Überwachung

3.2.4 Täter-Opfer-Konstellationen

3.2.4.1 Allgemeine Konstellationen

3.2.4.2 Spezielle Konstellationen

3.2.4.3 Dynamische Konstellationen

4 Der Wandel des Täterbilds von der frühen zur späten Lagerliteratur

4.1 Tendenzen des Täterbildwandels

4.1.1 Standardisierte Täterbilder

4.1.2 Neue Täterbilder

4.1.3 Verschwundene Täterbilder←VI | VII→

Biographische Angaben

Chunguang Fang (Autor:in)

Chunguang Fang studierte Germanistik an der Zhengzhou-Universität (Henan) und Tongji-Universität (Shanghai) in China sowie an der Ruhr-Universität Bochum und der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie hat an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur in Gießen promoviert.

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Titel: Das Täterbild in der Überlebenden-Literatur