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Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur

Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

von Anke Christensen (Band-Herausgeber:in) Olaf Koch (Band-Herausgeber:in)
Konferenzband 232 Seiten

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhalt
  • Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur. Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick
  • Vom Taugenichts zum Taugewas. Waldemar Bonsels: Die Biene Maja und ihre Abenteuer (1912)
  • Plädoyer für den geringen Verstand. A.A. Milne: Winnie-the-Pooh (1926)
  • Die Stadt war so groß. Und Emil so klein. Erich Kästners Kinderroman Emil und die Detektive (1929)
  • Der kleine Nick. Festschreibung des Chaos, Plädoyer für das Kindliche
  • Pakt mit dem Teufel – Zeitgeschichtliche Implikationen und Klassiker-Bezüge in James Krüss’ Roman Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen (1962)
  • Der Räuber Hotzenplotz
  • Keine Identität ohne den wahren Namen. Michael Ende: Die unendliche Geschichte (1979)
  • Weihnachten im tragikomischen Familienroman. Andreas Steinhöfel: Es ist ein Elch entsprungen (1995)
  • Der Weg in das Herz der Finsternis – Die Genese des Bösen in J.K. Rowlings Harry-Potter-Romanen
  • „Ich schreibe keine Schema-F-Texte.“1 Die Kinder- und Jugendbuchautorin Tamara Bach
  • Felicitas Hoppes Kinder- und Jugendbücher bei der Berliner Handpresse
  • Lutz Hübner: Ehrensache – eine Tragödie der Moral (2005)
  • „Dass es höchstwahrscheinlich ein Klassiker werden wird, hat sich ja herumgesprochen.“ Erfolgsstrategien von Wolfgang Herrndorfs Tschick (2010)
  • Abbildungsverzeichnis
  • Reihenübersicht

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Anke Christensen / Olaf Koch

Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur. Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

Dass die Popularität von Kinder- und Jugendliteratur im 21. Jahrhundert anhält und Kinder- und Jugendbücher ein wichtiger Wirtschaftszweig des Verlagwesens sind, zeigen nicht zuletzt die aktuellen Zahlen des Buchmarktes: Seit vielen Jahren liegt der Bereich der Kinder- und Jugendbücher konstant bei etwa 16 % des Gesamtumsatzes des Buchhandels (2018 waren es sogar 16,6 %), nur die Belletristik ist mit 31,5 Prozent auch im Jahr 2018 weiterhin deutlich umsatzstärker.1 Dabei ist die Grenze zwischen Kinder- und Jugendliteratur immer schwieriger zu ziehen, grenzüberschreitende Medien, All-Age- oder Crossover-Literatur, erweisen sich als zunehmend bedeutend und führen letzten Endes zu einer Aufwertung von Kinder- und Jugendliteratur. „Was die heutige Situation maßgeblich prägt, ist die Abkehr von einer dominant pejorativen Betrachtung der Rezeption von Kinder- und Jugendliteratur und -medien durch Erwachsene.“2 Auch im Bereich der Literaturwissenschaft ist eine Aufwertung des Bereichs der Kinder- und Jugendliteratur erfolgt. Zahlreiche Reihen, Zeitschriften, Sammelbände, Monografien und Aufsätze widmen sich diesem Forschungsgegenstand.3 ←7 | 8→Trotzdem werden in der Literaturwissenschaft Kinder- und Jugendbücher nicht als gleichwertig mit der Erwachsenenliteratur angesehen. Bettina Bannasch und Eva Matthes weisen darauf hin, dass Texte für Kinder weiterhin in „Trivialitätsverdacht“ stehen. „Ästhetik und Erziehung scheinen einander unversöhnlich gegenüber zu stehen.“4 Die Nähe zur Pädagogik führt dazu, dass Kinder- und Jugendliteratur schnell als Didaktik abgestempelt wird und somit inhaltliche Überlegungen, oft in Bezug auf die Eignung im Deutschunterricht, im Vordergrund stehen, während Formanalysen und die Untersuchung von ästhetischen Konzepten dahinter zurücktritt. Zudem weist Dagmar Grenz darauf hin, dass die Zahl der Professuren, die Kinder- und Jugendliteratur zu ihren Schwerpunkten zählen, eher rückläufig seien.5 Sieht man von Didaktiklehrstühlen ab, die die Eignung von Kinder- und Jugendliteratur in der Schule untersuchen, so hat sich dieser Befund seit 2010 nicht grundsätzlich geändert.

Der vorliegende Sammelband widmet sich neuen Lesarten der Kinder- und Jugendliteratur und möchte somit einen Beitrag zum Forschungsdiskurs leisten. Dabei werden zum einen Werke der Weltliteratur behandelt, die als klassisch zu bezeichnen sind und unter neuen Fragestellungen betrachtet werden. Zum anderen sollen einige Aufsätze als Baustein dienen, ein Forschungsdesiderat zu schließen. Beispielsweise erweist sich Kinder- und Jugendliteraturforschung überwiegend als Prosaforschung, so dass eine Betrachtung des Dramas „Ehrensache“ einen Beitrag dazu leistet, auch Jugenddramatik als Forschungsgegenstand zu etablieren. Auch das kinderliterarische Werk Almut Hoppes ist bislang kaum beforscht. Ebenso haben die Kinderbücher rund um den „kleinen Nick“ oder Andreas Steinhöfels „Es ist ein Elch entsprungen“ bisher kaum Beachtung in der Kinder- und Jugendliteraturforschung gefunden.

Der vorliegende Band behandelt ausschließlich Kinder- und Jugendbücher des 20. und 21. Jahrhunderts und bezieht sich überwiegend, aber nicht ausschließlich auf deutschsprachige Literatur. Die einzelnen Aufsätze sind chronologisch nach dem Erscheinungsdatum des Werkes geordnet.

HANS-EDWIN FRIEDRICH untersucht die abenteuerliche Reise der kleinen Biene Maja, die sich als eine Entwicklungsgeschichte erweist. So reift Maja ←8 | 9→vom ‚Taugenichts‘ am Anfang ihrer Reise zu einer aufmerksamen und reflektierten Beobachterin der Welt heran, denn sie erkennt Schönheit und Gefahren der Natur und kann als Beraterin der Königin gereift in den Bienenstock zurückkehren. Anhand der Biene können die jungen Rezipienten erkennen, dass man auch mit unangepasstem Verhalten der Gesellschaft einen Beitrag leisten kann, wenn man sich von einer gehörigen Portion Sozialkompetenz leiten lässt. Dabei ist es die Liebe, die die Welt von Menschen und Tieren verbindet.

Im Anschluss an eine biografische Einordnung stellt BERND AUEROCHS die Welt des Bären Winnie-the-Pooh vor, der eine innige Freundschaft zu verschiedenen Tieren des Waldes sowie zu dem Menschenkind Christopher Robin führt. Die ungleichen Tiere, allesamt Sonderlinge, zeichnet aus, dass sie einander schonen, also gerade deshalb so gut miteinander auskommen, weil sie nicht die Schwächen des jeweils anderen bloßlegen. Das erweist sich gerade vor dem Hintergrund der Entstehungszeit Winnie Poohs, der Zeit des in Europa aufkommenden Faschismus, als bemerkenswert. Neben der bedingungslosen Freundschaft ist es die Kreativität der Sprache, die den Reiz der Geschichten rund um den dümmlichen Bären Pooh auszeichnet.

SVEN HANUSCHEK wirft einen intermedialen Blick auf einen Klassiker des Kinderkrimis, indem er nicht nur den Roman „Emil und die Detektive“ betrachtet, sondern auch auf dessen grafische Gestaltungen und seine Verfilmungen eingeht. Der Erfolg des Buches liegt seiner Auffassung nach darin, dass Kinder sich frei in der Großstadt bewegen und dabei die Erwachsenenwelt parodieren, durch die auch der Autor Erich Kästner als „metafiktionaler Scherz“ wandelt. Das Lebensgefühl, das die Kinder in der Großstadt Berlin erfahren, gilt als das Besondere des Klassikers. Optimismus auch in der Fremde erweist sich hier als wichtiger „Begleiter durch alle schwierigen Lebenslagen“.

Der Roman „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ steht in der Tradition der Teufelspaktgeschichten, wobei INGO IRSIGLER besonders Chamissos „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ hervorhebt: Beide Helden begeben sich nach dem Pakt auf eine Entwicklungsreise, um ihre Identität (wieder) zu erlangen und den Teufel zu besiegen. Der Roman von James Krüss verweist dabei stets auf seine außerliterarische Wirklichkeit, in der der Kapitalismus die Gesellschaft bestimmt. INGO IRSIGLER weist nach, dass sich nur die Kleinen, die Künstlerfiguren dieser Prämisse widersetzen können: Als Außenseiter können sie die düstere Wirklichkeit deuten und ihr humanistische Ideale entgegenstellen.

„Der kleine Nick“ erweist sich trotz zahlreicher Bände in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteraturforschung als Desiderat. ECKHARD PABST zeigt das besondere ästhetische Konzept der Reihe auf, nämlich die immer gleichen ←9 | 10→Darstellungen der kindlichen Wirklichkeit. Beispielsweise werden feststehende häusliche Strukturen stets in ihren Abläufen gestört, wobei es nicht allein dem kleinen Nick zuzuschreiben ist, für Chaos zu sorgen. Zeitlose Erzählstrukturen kombinieren sich mit der Lebenswirklichkeit der 50er Jahre. Das erweist sich ebenfalls als Kennzeichen aller Geschichten, die nicht nach Linearität streben, was der autodiegetische Erzähler Nick noch unterstützt: Schreiben ist für ihn gleichbedeutend mit dem, was er erlebt und erinnert. „Die Geschichten fixieren das Chaos und bestätigen damit den kindlichen Gegenentwurf zum Ordnungsideal der Erwachsenenwelt.“

Während die ersten beiden Bände des „Räuber Hotzenplotz“ dem Muster des ‚Howcatchem‘ folgen, erweist sich der dritte Band der bekannten Räubergeschichten Otfried Preußlers als Entwicklungsgeschichte: Am Ende des dritten Bandes wird Hotzenplotz als eine Figur präsentiert, die sich gänzlich geändert hat: Der Räuber wird Gastwirt und führt fortan ein rechtschaffendes Leben. HEIDE HOLLMER weist zahlreiche intertextuelle Bezüge der Bände rund um die Figuren Kasperl und Seppel nach und verweist auf Vorlagen aus der Sagen- und Märchenwelt und auf das Kasperltheater. Sie erläutert, dass es dem Autor in seinen Geschichten nicht um Belehrung oder bloße Wissensvermittlung gehe, sondern vielmehr um eine „Herzens- und Charakterbildung“ in aufgeklärt optimistischer Weise, die HEIDE HOLLMER als diskrete Pädagogik bezeichnet.

OLAF KOCH stellt ein Identitätskonzept vor, das sich im Subtext von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ verbirgt. Eine Identität benötigt einen wahren Namen, eine Erinnerung an das, was war, und eine Vorstellung von dem, was sein könnte. Den Antrieb für diese immerwährende Selbstverortung stellt nach Michael Ende das „Ewig-Kindliche“ dar, welches aus Johann Wolfgang Goethes Prinzip des „Ewig-Weiblichen“ abgeleitet wurde.

ANKE CHRISTENSEN untersucht die Funktion der chaotisch-komischen Weihnachtszeit rund um den sprechenden Elch Mr Moose, die Andreas Steinhöfel in seinem Kinderbuch „Es ist ein Elch entsprungen“ präsentiert. Während das Phantastische des Weihnachtsbuches darauf hinweist, dass der Elch als Vaterersatz der Hauptfigur Bertil dient, evoziert das Komische nicht nur Unterhaltung und Identifikation mit Bertil, sondern erlaubt auch einen kritischen Blick auf die Erwachsenenwelt. Beides, die phantastischen Elemente des Weihnachtsbuches und dessen Komik, nehmen der Situation, der Trennung der Eltern, die Schwere, was auch zur Entlastung der jungen Rezipienten führt, die wie die Hauptfigur mit Verlust zu kämpfen haben.

Der Genese des Bösen wendet sich ULF MICHEL in seiner Untersuchung der Harry-Potter-Reihe zu. Er entlarvt den Bösewicht Voldemort als Rassisten, der im Gegensatz zu Harry Potter nicht den „Schutzzauber“ der Liebe erfahren hat. ←10 | 11→Ulf Michel weist nach, dass nicht nur die Abwesenheit von Liebe, sondern auch der Wunsch nach Macht das Böse begründet. Letzten Endes ist es aber in allen Bänden Rowlings der freie Wille, der in der Welt des Harry Potter zu richtigem und falschem Handeln führt. Darin liegt eine entscheidende Botschaft der erfolgreichen Romanreihe.

RAINER PAASCH-BEECK entdeckt die Schule als zentralen Raum der Jugendbücher Tamara Bachs: Schule dient nicht nur allgemein als Ort der Erinnerung, sondern auch als ein Raum, der den Alltag strukturiert. In diesem Raum zeigt sich ein verändertes Bild von Schule, die nicht mehr eine Angst einflößende Anstalt ist, sondern eher ein Ort der Langeweile. Lehrerinnen und Lehrern sind keine Autoritäten mehr, sondern die Jugendlichen wollen von ihnen lediglich in Ruhe gelassen werden. Innerhalb des Raumes Schule erweist sich das Schulklo als ein besonderer Ort, in dem man dem Schulalltag entflieht, Beziehungen knüpft und dessen Rituale im Verlauf der Adoleszenz erlernt werden müssen.

Mit ihrer Untersuchung zu Felicitas Hoppes Kinder- und Jugendbüchern wird JULIA ILGNER ein eklatantes Forschungsdesiderat ein wenig schließen. Sie weist nach, dass sich die kinder- und jugendliterarischen Texte der Autorin nahtlos in ihr Gesamtwerk einfügen, der „vielbeschworene ‚Hoppe-Sound‘“ auch in ihren Kinder- und Jugendbüchern wahrzunehmen ist. Als Besonderheit erweisen sich die Illustrationen der Kinder- und Jugendbücher, die die besondere Ästhetik unterstreichen. Dass die Texte Hoppes sich einer klassischen Einteilung in Erwachsene- oder Kinder- und Jugendliteratur verweigern, weist die Verfasserin anhand einer Bild-Text-Analyse von „Das Richtfest“ nach.

Ähnlich wie das kinder- und jugendliterarische Œuvre Hoppes erweist sich auch die Jugenddramatik Lutz Hübners als deutliches Forschungsdesiderat. KAI BREMER wendet sich exemplarisch dem Drama „Ehrensache“ zu, das auf einer wahren Begebenheit, dem sog. Hagener Mädchenmord, beruht. Der Verfasser zeigt, dass sich die Dominanz, die beide Hauptfiguren für sich beanspruchen, bereits in der Sprache nachweisen lässt. Dass der drastische Schluss dem Rezipienten von Beginn an bekannt ist und sich somit zum Dargestellten positioniert werden muss, weist KAI BREMER in der Analyse der ringkompositorisch angelegten Form nach.

LENA HOFFMANN spürt auf, welche Strategien den Roman „Tschick“ zu so großem Erfolg führten. Dabei erläutert sie zunächst das Crossover-Phänomen, das sich bereits in der Publikationsgeschichte von „Tschick“ zeigt, wie sie anhand der Buchcover nachweist. Dass Herrndorf einerseits gängige Motive jugendliterarischer Klassiker zum Vorbild nimmt und andererseits durch intermediale und populärkulturelle Verweise auch erwachsene Rezipienten anspricht, belegen zahlreiche Textbezüge. LENA HOFFMANN sieht „Tschick“ als ein Genrehybrid an, ←11 | 12→das Abenteuerroman, Road-Novel und Coming of Age-Geschichte vereint, und welches sich nach der Lektüre von „Arbeit und Struktur“ zudem als mediales Hybrid erweist.

Die große Wertschätzung von Kinder- und Jugendliteratur durften wir im Rahmen einer Ringvorlesung erleben, die im Wintersemester 2017 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel abgehalten wurde. Aus ihr gehen viele Beiträge dieses Sammelbandes hervor.6 Allen Mitwirkenden, die die Ringvorlesung begleitet haben, sowie den Autorinnen und Autoren der Beiträge dieses Sammelbandes sei herzlich gedankt. Ferner danken wir der Waldemar Bonsels Stiftung, dem Alumni e.V. der Christian-Albrechts-Universität sowie dem Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien ganz herzlich für die finanzielle Förderung des Bandes. Jill Kostrzewa sei gedankt für ihre umfangreichen Recherchearbeiten.

Unser abschließender Dank gilt Prof. Dr. Hans-Edwin Friedrich für die Aufnahme des Bandes in die Reihe Beiträge zur Literaturwissenschaft des 20. und 21. Jahrhunderts.

Kiel, Dezember 2019

Anke Christensen / Olaf Koch


1Vgl. die Zahlen des Börsenvereins des deutschen Buchhandels: https://www.boersenverein.de/markt-daten/marktforschung/wirtschaftszahlen/warengruppen/ [zuletzt abgerufen am 06.12.2019]. Für einen Überblick über die Bedeutung von Kinder- und Jugendliteratur vgl. Corinna Norrick-Rühl: Kinder- und Jugendbuchmarkt, in: KinderundJugendmedien.de: http://www.kinderundjugendmedien.de/index.php/begriffeund-termini/1222-kinder-und-jugendbuchmarkt [zuletzt abgerufen am 06.12.2019].

Zusammenfassung

Dieser Sammelband widmet sich neuen Lesarten der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei werden zum einen Werke der Weltliteratur behandelt, die als klassisch zu bezeichnen sind und unter neuen Fragestellungen betrachtet werden. Andere Aufsätze sollen wiederum als Baustein dienen, ein Forschungsdesiderat zu schließen. Beispielsweise erweist sich Kinder- und Jugendliteraturforschung überwiegend als Prosaforschung, so dass eine Betrachtung des Dramas „Ehrensache" einen Beitrag dazu leistet, auch Jugenddramatik als Forschungsgegenstand zu etablieren. Das kinderliterarische Werk Almut Hoppes ist bislang kaum beforscht. Ebenso haben die Kinderbücher um den „kleinen Nick" oder Andreas Steinhöfels „Es ist ein Elch entsprungen" bisher kaum Beachtung in der Kinder- und Jugendliteraturforschung gefunden.

Details

Seiten
232
ISBN (PDF)
9783631828656
ISBN (ePUB)
9783631828663
ISBN (MOBI)
9783631828670
ISBN (Hardcover)
9783631817735
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2021 (März)
Schlagworte
Klassiker Kinderliteraturforschung Jugendliteraturforschung Jugenddramatik Weltliteratur
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2021. 232 S., 7 farb. Abb., 1 s/w Abb.

Biographische Angaben

Anke Christensen (Band-Herausgeber:in) Olaf Koch (Band-Herausgeber:in)

Anke Christensen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Olaf Koch ist Lehrbeauftragter am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

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Titel: Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur