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«Unberechtigtes Altes umstoßen und berechtigtes Neues einführen»

Franz Kern als Vorläufer der deutschen Dependenzgrammatik- Eine Fallstudie zur deutschen Grammatikographie am Ende des 19. Jahrhunderts

von Kari Keinästö (Autor:in)
Monographie 126 Seiten

Zusammenfassung

Als Beitrag zur deutschen Grammatikographie des 19. Jahrhunderts wird hier die bisher kaum beachtete dependenzgrammatische Leistung von Franz Kern (1830-1894) vorgestellt. Der Autor zeichnet Kerns Biographie nach, wobei er besonders seine Tätigkeit als Gymnasiallehrer in Berlin hervorhebt. Textzitate aus Kerns Publikationen, Buchrezensionen und Beiträge in Fachzeitschriften und Didaktikhandbüchern erhellen seine Grammatikreform in umfassender Weise. Als aufschlußreich erweisen sich außerdem die Diskussionen der schulischen Direktorenkonferenzen.
Daß Kerns Grammatikreform scheiterte und er im 20. Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit geriet, ist maßgeblich durch folgende Faktoren bedingt: die Begrifflichkeit des Kernschen Modells, die Dominanz der historisch-vergleichenden und junggrammatischen Germanistik, die Trennung von Wissenschaft und Schule und die Praxisorientierung im schulischen Bereich.

Details

Seiten
126
ISBN (Paperback)
9783631374481
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2001. 125 S., 1 Abb.

Biographische Angaben

Kari Keinästö (Autor:in)

Der Autor: Kari Keinästö, geboren 1950. Studium der Germanistik, Anglistik, Skandinavistik und Pädagogik an den Universitäten Turku (Finnland), Bonn und Regensburg. Promotion 1984 an der Universität Regensburg. Professor für Germanische Philologie an der Universität Oulu (Finnland) 1992-1999. Seit 2000 Professor für Deutsche Sprache an der Universität Turku.

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Titel: «Unberechtigtes Altes umstoßen und berechtigtes Neues einführen»