TY - JOUR AU - Fan Zhang AU - Yuanyuan Xin PY - 2026 CY - Berlin, Germany PB - Peter Lang Verlag JF - Jahrbuch für Internationale Germanistik IS - 2 VL - 57 SN - 2235-1280 TI - Das Wort als Waffe: Das antifaschistische Schreiben der Internationalen Literatur in der Rezeption chinesischer Literatur und Thematik DO - 10.3726/JIG572_289 UR - https://www.peterlang.com/document/1695813 N2 - Die Internationale Literatur (IL, 1931–1945), die in Moskau erschien, war das Zentralorgan der Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller (IVRS) bis zu deren Auflösung im Jahr 1935. Neben der deutschen wurden inhaltlich stark divergierende Ausgaben in russischer, englischer, französischer sowie später in chinesischer und spanischer Sprache veröffentlicht. Nach der Auflösung der IVRS wurde ausschließlich die deutsche Ausgabe fortgeführt, bis die Zeitschrift im Dezember 1945 eingestellt wurde. Die „in Moskau erschienene IL ist wohl das hier prominenteste Beispiel“1 unter den periodischen Publikationen, die zwischen 1933 und 1950 von deutschen Exilierten gegründet und von einem ausländischen Organ herausgegeben wurden.2 Es ist zu berücksichtigen, dass die IL, trotz der ausdrücklichen Erklärung der Redaktion, sie sei „von keinerlei Parteibekenntnis abhängig“3, gemäß bestimmten Forschungsergebnissen aufgrund ihrer kommunistischen Ausrichtung und der Prägung durch sowjetische Politik „niemals ganz den Charakter einer Exilzeitschrift“4 annahm. Die IL erfuhr zahlreiche Modifikationen bezüglich des Titels, der Publikationsfrequenz, herausgebenden Institution sowie Redaktion5 und „provided models for the evolution of a ‘leftist world literature’, mitigating to some extent the language problemthat plagued that cause.“6 Die IL veröffentlichte eine Vielzahl proletarisch-revolutionärer literarischer Werke aus China, die durch die Attribute „revolutionär“ und „volkstümlich“ gekennzeichnet sind und somit dem Konzept der Literaturfront und der Volksfront der IL entsprachen. Zudem veröffentlichte sie Dichtungen deutschsprachiger Exilschriftsteller*innen, die die chinesische Revolution und den chinesisch-japanischen Krieg thematisierten, um sich gegen die nationalsozialistische Politik Deutschlands zu positionieren. Diese Werke erwiesen sich als ein wichtiger Teil der antifaschistischen Weltliteratur und zeichneten sich im deutsch-chinesischen Literaturaustausch aus. KW - wort, waffe, schreiben, internationalen, literatur, rezeption, thematik ER -