%0 Journal Article %A Marlen Rieffel %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J literatur für leser:innen %@ 0343-1657 %N 2 %V 47 %T Die Soundscapes in Der Junge aus Duala: Literarische Repräsentationen kolonialer Gewalt und ästhetische Strategien des Widerstands %R 10.3726/lfl.2024.02.04 %U https://www.peterlang.com/document/1703828 %X Literatur ist, auch wenn das Medium selbst nicht klingt, voller Klang. Besonders deutlich zeigt sich das in Dualla Misipos Der Junge aus Duala, einem der wenigen deutschsprachigen literarischen Werke, das die Soundscapes des deutschen Kolonialismus aus Schwarzer Perspektive einfängt bzw. rekonstruiert. Der vorliegende Beitrag legt den Fokus auf eben jene Soundscapes – klingende Umwelten – in Misipos Roman. Es wird beleuchtet, auf welche Weise die dargestellte deutsche koloniale Herrschaft in Kamerunauf Klang als Machtinstrument zurückgreift bzw. mit welchen Soundscapes die Erfahrung der Kolonialmigration nach Deutschland verbunden wird. Dabei fungieren Klangbeschreibungen und Höreindrücke nicht nur als Mittel zur Repräsentation kolonialer Gewalt. Vielmehr lassen sie sich auch als Form ästhetischen Widerstands fassen, die in Anlehnung an bell hooks oppositionellen Blick als oppositionelles Gehör bezeichnet wird. %K Soundscape, oppositionelles Gehör, ästhetischer Widerstand, Dualla Misipo, deutscher Kolonialismus