%0 Journal Article %A Sandra Folie %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J literatur für leser:innen %@ 0343-1657 %N 2 %V 47 %T Dualla Misipos Zeichnungen zwischen Illustration und Intervention: Postkoloniale Bildkritik im Jungen aus Duala1 %R 10.3726/lfl.2024.02.03 %U https://www.peterlang.com/document/1703829 %X Zeichnungen sind im Jungen aus Duala auffallend präsent. Eine Besonderheit der Ausgabe des Verlags Kraus Reprint von 1973 liegt in der autorbestimmten Selbstillustrierung: Nicht nur stammen die 15 abgedruckten Zeichnungen von Dualla Misipo selbst; er verantwortete, da es sich um einen unveränderten Nachdruck seines Typoskripts handelte, auch das Layout. Vor diesem Hintergrund lässt sich sein Roman produktiv mit Ansätzen der neueren Intermedialitätsforschung und der Visual Studies lesen, die subversive Potenziale von Text-Bild-Beziehungen herausarbeiten. Einige seiner Zeichnungen entfalten eine irritierende Wirkung, da sie über ihre illustrative Funktion hinaus kolonial-rassistische Bildtraditionen verfremden und sich aneignen. Ziel des Beitrags ist es, diese postkoloniale Bildkritik sichtbar zu machen, indem ausgewählte Zeichnungen in ihrer Relation zum Text analysiert und mit Bildmaterial aus ethnologischen Werken, Reiseberichten, Zeitungen und Filmen kontrastiert werden. %K Intermedialität, Text-Bild-Relationen, postkoloniale Bildkritik, Aneignung, deutscher Kolonialismus