%0 Journal Article %A Christine Meyer %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J Jahrbuch für Internationale Germanistik %@ 2235-1280 %N 3 %V 57 %T Exil und kein Ende, oder die Wiederkehr des Verdrängten in Burhan Qurbanis Berlin Alexanderplatz (2020) %R 10.3726/JIG573_93 %U https://www.peterlang.com/document/1714655 %X Als sich der junge Regisseur Burhan Qurbani auf dem Höhepunkt der in Europa als ‚Flüchtlingskrise‘ wahrgenommenen globalen Fluchtbewegungen der 2010erJahre mit der Lage der Geflüchteten in Deutschland befasste, kleidete er seine fiktionale Bearbeitung in die intertextuelle Matrix von Döblins Roman Berlin Alexanderplatz (1929). In seiner neuen Adaption des Weimarer Klassikers wird aus dem Berliner Ganoven Franz Biberkopf ein junger Zufluchtssuchender aus Guinea-Bissau, Francis (Welket Bungué), der sich aus dem von Armut, Bürgerkrieg und Korruption geplagten Land über die gefährliche Mittelmeerroute nach Europa gerettet hat und in Berlin mangels Aufenthaltserlaubnis in die Fänge des Drogendealers Reinhold (Albrecht Schuch) gerät.