TY - JOUR AU - Hans-Ulrich Grunder PY - 2026 CY - Berlin, Germany PB - Peter Lang Verlag JF - Pädagogische Rundschau IS - 4 VL - 80 SN - 2365-8142 TI - Die Scuola Moderna Razionalista in Clivio vor hundert Jahren T2 - Eine quellenbasierte Recherche zur einzigen libertären Schule in Norditalien DO - 10.3726/PR042026.0040 UR - https://www.peterlang.com/document/1739106 N2 - Ausgangs des 19. Jahrhunderts verbreitete sich in Europa und den USA eine aus dem Anarchismus hervorgegangene pädagogische Reformbewegung. Ihre Protagonistinnen und Initiatoren propagierten, Individuen, vor allen anderen das Kind, seien von jeder Herrschaft zu befreien – mittels einer Transformation der Familie, mit Blick auf die Würde der kindlichen Persönlichkeit und im Gefolge der Emanzipation der Frau. Libertäre Erzieherinnen und Erzieher, nach eigenem Bekunden Propagandisten des sozialen Fortschritts und der menschlichen Befreiung, erachteten die traditionelle Schule als eine gesellschaftlich wichtige, aber nichtreformierbare Institution. Sie wollten sie radikal reformieren – über die Gründung geeigneter Alternativen zum überkommenen Bildungswesen. Kurz vor der Jahrhundertwende proklamierte eine Gruppe von Anarchisten in Paris eine Roadmap zur Errichtung libertärer Schulen. Ein libertärer Unterricht und ein freiheitliches Schulleben waren ihnen Prämisse für die freie Entwicklung des Individuums. Das Pamphlet, ein Manifest, signierten bekannte Anarchisten, unter ihnen G. Sluys und P. Robin. Die argumentative Stoßrichtung sollte pädagogisch orientierte Anarchisten zum Handeln einladen: Schulbezogenes Engagement sollte die moralische und intellektuelle individuelle und die soziale Emanzipation der Kinder und Jugendlichen von Kirche, Armee und Staat fördern. Es galt, gesellschaftliche Vorurteile und Mythen zu bekämpfen, wie sie die Kirche und der Klerus traditionell vertraten. Die Programmatik: KW - scuola, moderna, razionalista, clivio, jahren, eine, recherche, schule, norditalien ER -