%0 Journal Article %A Natalie Moser %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J literatur für leser:innen %@ 0343-1657 %N 3 %V 47 %T Heimat auf Zeit. Zur Funktion von Alteritätserfahrungen in Stephan Thomes Grenzgang (2009) %R 10.3726/lfl.2024.03.03 %U https://www.peterlang.com/document/1749293 %X In Stephan Thomes literarischem Debüt Grenzgang (2009) werden nicht nur Schauplätze, insbesondere die fiktive Kleinstadt Bergenstadt mit dörflich anmutenden Gemeinschaften und Ritualen, sondern auch Romanfiguren mit Rückgriff auf Dichotomien wie ‚fremd‘ versus ‚eigen‘ oder ‚hier‘ versus ‚dort‘ charakterisiert. Diese und andere Gegenüberstellungen wie etwa ‚Mann‘ versus ‚Frau‘ werden im Laufe der Geschichte über ein alle sieben Jahre stattfindendes Grenzbegehungsfest, den titelgebenden Grenzgang, reflektiert und problematisiert. Der multiperspektivische Roman fokussiert dabei vor allem Fremdheits- und Irritationserfahrungen, die mit Beheimatungspraktiken einhergehen. Auf diese Weise werden Interferenzen zwischen vermeintlichen Gegensätzen und Verfechtungen lokaler, globaler und planetarer Dimensionen sichtbar, die auch ein thematisches Zentrum der auf den Debütroman folgenden Texte des transkulturellen Schriftstellers bilden. %K Grenzgang, Grenze, Heimat, Provinzialität, Alterität