%0 Journal Article %A Anna Yeliz Schentke %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J literatur für leser:innen %@ 0343-1657 %N 2 %V 48 %T Schreiben als (Körper-)Arbeit zwischen Algorithmus und Unberechenbarkeit in Josefine Soppas Klick Klack, der Bergfrau erwacht %R 10.3726/lfl.2025.02.04 %U https://www.peterlang.com/document/1749362 %X Josefine Soppas literarisches Essay Klick Klack, der Bergfrau erwacht entwirft eine literarische Situation, in der Sprache zunehmend unter algorithmischen Bedingungen entsteht, analysiert und prognostiziert wird. Der Beitrag untersucht, wie der Text diese Konstellation poetisch verarbeitet. KI wird dabei nicht als Autorin inszeniert, sondern als Figur, die mit der Erzählerin interagiert. Zugleich entwirft der Text Körperlichkeit als ein Bezugsfeld, in dem die Erzählerin, der kranke Vater und die KI miteinander verschränkt werden. Aus den Analogien zwischen Körper, Krankheit, Sprache und Arbeit entsteht eine Konstellation, durch die literarisches Schreiben als körperliche und soziale Praxis sichtbar wird. Zugleich verdecken diese Analogien teilweise die infrastrukturellen und politisch-ökonomischen Bedingungen algorithmischer Sprachsysteme, indem KI als dialogische Instanz oder Arbeiterin erscheint. Der Aufsatz argumentiert, dass Soppas Text diese Spannungen produktiv macht: Wenn Sprache selbst als prognostischer Prozess erscheint, formuliert der Text eine Poetik, in der literarisches Schreiben darin besteht, sprachliche Erwartungen zu irritieren – im unberechenbaren nächsten Satz. %K Algorithmizität, KI, Körperlichkeit, Diagnose, Unberechenbarkeit