%0 Journal Article %A Peter Utz %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J Zeitschrift für Germanistik %@ 2235-1272 %N 3 %V 36 %T Schöpfen aus dem „Zitatenteich“. %B Die Aneignung des literarischen Väter-Erbes im frühen zwanzigsten Jahrhundert %R 10.3726/92179_566 %U https://www.peterlang.com/document/1750791 %X Goethes Faust fordert uns auf: „Was du ererbt von deinen Vätern hast / Erwirb es, um es zu besitzen“. Das Goethe-Wort steht exemplarisch für jenen ‚Zitatenschatz‘, der in Büchmanns Geflügelten Worten ab 1864 für das deutsche Bildungsbürgertum kanonisiert wird. Dabei entwerten sich die Zitate in der Multiplikation. Robert Musil stellt 1931 fest, die „ganze schöne Literatur“ habe sich in einen „Zitatenteich“ verwandelt. Musil, Kraus, Kafka oder Walser entwickeln daraus unterschiedlichen Strategien im Umgang mit dem Erbgut der literarischen ‚Väter‘– vom Ausschlagen des Erbes bis zu neuen Formen seiner literarischen Anverwandlung. %K Bildungsbürgertum, Büchmann, Eigentum, Musil, Zitieren