%0 Journal Article %A Kun Wang %A Wenqing Peng %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J Jahrbuch für Internationale Germanistik %@ 2235-1280 %N 2 %V 58 %T Die Geschichte der Drei Reiche im Horizont der Weltliteratur. Zu Richard Wilhelms Übersetzung %R 10.3726/JIG582_41 %U https://www.peterlang.com/document/1753591 %X In der Geschichte des kulturellen Austauschs zwischen Deutschland und China im 20. Jahrhundert stellt die Übersetzungstätigkeit des deutschen Missionars und Sinologen Richard Wilhelm (1873–1930) eine Brücke zwischen den beiden Zivilisationen dar. Durch die umfangreiche Übertragung chinesischer Klassiker aus Philosophie, Geschichte und Literatur in die deutsche Sprache hat er einen maßgeblichen Beitrag zum zivilisatorischen Dialog zwischen West und Ost geleistet. Er hegt eine tiefe Verehrung für Johann Wolfgang von Goethe und stimmt nicht nur Goethes Konzept der Weltliteratur zu, sondern versucht es auch in die Tat umzusetzen. Er vertritt die Ansicht, dass die Literaturen verschiedener Nationen regionale Grenzen überschreiten und gemeinsam den geistigen Schatz der Menschheit bilden sollten. Obwohl die Erforschungen zu Richard Wilhelms Übersetzungen der klassischen chinesischen Werke aus den philosophischen Bereichen bereits recht umfangreich ist, hat seine Übertragung des Romans Die Geschichte der Drei Reiche (San Guo Yen I) bislang kaum Beachtung gefunden, da die einschlägigen Primärquellen nur äußerst schwer zugänglich sind. Doch diese Übersetzung stellt nicht nur eine sprachliche Übertragung, sondern auch einen bedeutsamen kulturell-intellektuellen Dialog mit hohem ideengeschichtlichem Wert dar, der eine nähere wissenschaftliche Betrachtung verdient. %K geschichte, drei, reiche, horizont, weltliteratur, richard, wilhelms, übersetzung