%0 Journal Article %A Ruoyu Zhang %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J Jahrbuch für Internationale Germanistik %@ 2235-1280 %N 2 %V 58 %T „In das Gotteshaus lasst uns gehn!“ %B Deutsche Flüchtlingsrabbiner in Shanghai und der religiös-kulturelle Aufbau der Jüdischen Gemeinde (1939–1945)* %R 10.3726/JIG582_315 %U https://www.peterlang.com/document/1753601 %X Die Bezeichnung „Rabbiner“ (en. Rabbi; hebr. רַבִּי) wird im Judentum in der Regel Gelehrte, die durch ihr wissenschaftliches Studium der hebräischen Bibel und des Talmuds qualifiziert sind, als geistige und religiöse Führer der jüdischen Gemeinschaft zu dienen. Gemäß der Encyclopaedia Judaica (Bd. 17, 2007) kam es in Deutschland jedoch ab der Bismarck-Ära zu einer erheblichen Schwächung des traditionellen Status und der Autorität des deutschen Rabbinats, die mit der Emanzipation einhergingen. Rabbinerkonferenzen und Synoden etablierten mittels Rabbinerseminaren z. B. in Breslau und Hildesheim ein neues, nicht-orthodoxes Judentum. Dabei kristallisierte sich – sowohl liberal als auch konservativ – ein moderner Typus der deutschen Rabbiner heraus, der sich durch die Verwendung hochdeutscher Sprache sowie durch eine rabbinische und auch akademische Bildung (oft an einer Universität oder Hochschule) auszeichnete. Im 19. und 20. Jahrhundert waren den deutschen Rabbinern zwar keine Mitspracherechte (und oft auch kein Stimmrecht) in der Gemeindeverwaltung zugebilligt, jedoch waren sie in der Funktion als Repräsentanten der jüdischen Gemeinde in der nicht-jüdischen Öffentlichkeit tätig. Parallel dazu engagierten sie sich auch in gesellschaftlicher und pädagogischer Hinsicht, etwa in Schulen, Hochschulen, der Erwachsenenbildung und im interreligiösen Dialog. %K gotteshaus, deutsche, flüchtlingsrabbiner, shanghai, aufbau, jüdischen, gemeinde