%0 Journal Article %A Angela Reinthal %D 2026 %C Berlin, Germany %I Peter Lang Verlag %J Jahrbuch für Internationale Germanistik %@ 2235-1280 %N 2 %V 58 %T Weltkriegstagebücher. Von Bachmann bis Zweig. Hrsg. von Gernot Wimmer. Wien: Böhlau 2024, 210 S. (=Schriften der Group 2012) %R 10.3726/JIG582_383 %U https://www.peterlang.com/document/1753608 %X „Die Große Literatur ist weitweit ehrlicher, denn jegliches TB!“, behauptete 1965 Arno Schmidt, und der von Gernot Wimmer herausgegebene Sammelband zielt genau in den Zusammenhang zwischen literarischem Werk und Tagebuch. Vorgestellt werden Tagebücher aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs, und zwar solche, die von Schriftstellern und Schriftstellerinnen verfasst wurden. Ziel dieser Autorinnen und Autoren war es, diese Notizen als Steinbruch und Gedächtnisstütze für spätere Werke zu verwenden. Es handelt sich nicht – worauf Arno Schmidt (1914–1979) sich in seinem Diktum vermutlich bezog – um bürgerliche Tagebuchaufzeichnungen, die mit der Absicht entstehen, eigene Gefühle zu klären oder aufgrund der selbstauferlegten Verpflichtung, Zeitzeuge zu sein und private Erlebnisse zu dokumentieren, die also einen Selbstzweck in sich tragen. Die hier diskutierten Tagebücher waren für eine wie auch immer geartete Publikation geschrieben und sie stammen von einschlägig vorbelasteten Autorinnen und Autoren. Ob der Band auf eine Tagung zurückgeht oder wie er zustande kam, darüber berichtet die Einleitung des Herausgebers (S. 7–10) allerdings nichts. %K weltkriegstagebücher, bachmann, zweig, hrsg, gernot, wimmer, wien, böhlau, group