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  • Author or Editor: Dieter Strauss x
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Oh Mann, oh Manns

Exilerfahrungen einer berühmten deutschen Schriftstellerfamilie

Dieter Strauss

«Was für eine sonderbare Familie sind wir! Man wird später Bücher über uns – nicht über einzelne von uns – schreiben». Wie Recht Klaus Mann hatte: In diesem Buch geht es um die Exilerfahrung der berühmtesten deutschen Schriftstellerfamilie, angefangen bei Julia Mann, der starken Brasilianerin hinter dem Clan, über deren berühmte Schriftstellersöhne Heinrich und Thomas, dessen Kinder Erika, die Kabarettistin, Klaus, den Autor des «Mephisto», Golo, den schriftstellernden Historiker, Michael, den Bratschisten und Germanisten, bis zu Frido Mann, dem Lieblingsenkel von Thomas, der die brasilianischen Wurzeln seiner Familie in einer Romantrilogie wieder aufgenommen hat.
In Extremsituationen des Exils werden die genannten Manns vorgestellt. Der Spannungsbogen reicht dann über ihre Exilgründe, ihren politischen Kampf, ihre Adaptationsversuche in den Exilländern bis zur Entzauberung dieser Länder und Deutschlands in der Nachkriegszeit.
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Wir sind Faust

Teufelspakt und Erlösung bei Goethe, Thomas Mann und Klaus Mann

Dieter Strauss

Im Zentrum des Buches stehen der Teufelspakt und die Erlösungsfrage. Der Autor fragt nach den Parallelen bei Goethes Faust, Thomas Manns Komponisten Adrian Leverkühn und Klaus Manns Theaterintendanten Hendrik Höfgen. Im Gegensatz zu Goethes Faust können Adrian Leverkühn und Hendrik Höfgen nicht erlöst werden. Der Band zeigt auf, dass die Rettung von Faust an seiner «Selbsterlösung von unten» liegt, die er mit seiner Kolonisierung erreicht, und an der «Liebe von oben», an die Goethe als Anhänger der Allversöhnung glaubt.

Teufelspakt und Erlösungsproblematik stehen am Anfang des Buches. Anschließend folgen die Wege, die die Protagonisten der drei Werke bis zur Rettungsfrage zurücklegen. Äußerer Anstoß und innerer Antrieb der drei Autoren zu diesem Thema bilden den Abschluss.

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Dieter Strauss

«Wie gern möchte ich nur einmal Humboldten erzählen hören», so ein Seufzer Ottilies in Goethes Wahlverwandtschaften. Aber auch die anderen großen Lateinamerika-Reisenden und Weltumsegler seiner Zeit waren Goethe bekannt. So zum Beispiel Georg Forster, der die zweite Weltumsegelung Kapitän Cooks mitgemacht hatte, oder auch der Vater des brasilianischen Bergbaus Wilhelm von Eschwege und berühmte Brasilienforscher wie Prinz Wied zu Neuwied oder die Bayern Spix und Martius. Diese Entdecker verführten ihn fast zu einer Auswanderung, es blieb jedoch bei Gedankenreisen nach Lateinamerika und in die Südsee – Träume, die sich auch in seinem Werk widerspiegeln. Mehr noch: Der Reisende und Wanderer Goethe ist mit seiner Begeisterung für die Neue Welt in Werken späterer Schriftstellerkollegen selbst zur literarischen Figur geworden.