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  • Author or Editor: Oliver Jahraus x
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Oliver Jahraus

Die Erfahrung der Monomanie, wie sie bei der Lektüre des Werkes von Thomas Bernhard zu machen ist, beruht auf komplex, konsequent und umfassend realisierten Wiederholungsformen. Indem diese in den verschiedenen Ebenen der Texte, in Erzählweise, Inhalt, Stil und Intertextualität, nachgezeichnet werden, wird nicht nur ihr Zusammenhang deutlich, sondern auch die signifikante und strukturbildende Funktion der Wiederholung. Da das Erzählen Thomas Bernhards sich aus dem Prinzip der Wiederholung entfaltet, erfüllt sie die wesentlichste Konstitutionsleistung für das Werkganze, das dadurch eine besondere Qualität gewinnt. Die Analyse führt demnach, indem sie den Wiederholungen systematisch nachfolgt, in den Kernbereich dessen, was dieses 'monomanische' Werk ausmacht.
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Das 'monomanische' Werk

Eine strukturale Werkanalyse des Oeuvres von Thomas Bernhard

Oliver Jahraus

Die Vorstellung eines monomanischen Werkes beruht bei Bernhard auf dem grundlegenden Phänomen der Wiederholung. Die Analyse zielt daher auf die Wiederholungsformen als den strukturellen Kern der Werkordnung, der sich zweidimensional in intra- und intertextuellen Bezügen als Paradigma und Zitat entfaltet. Die Werkanalyse rekonstruiert zuerst die paradigmatische Grundordnung auf der Ebene der Darstellung als Mediatisierung, des Inhalts als Existenzialiensystem des Geistesmenschen und der Sprache als unendliches Sprechen. Der zweite Teil ergänzt dieses Modell durch die Analyse der Funktionalisierung von Zitaten in Form von Projektionen und Diskursen, insbesondere bei L. Wittgenstein. Die strukturale Analyse zeigt insgesamt ein Werk in der Approximation seiner literarischen Rede an die Wahrheit.
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Wider die Repräsentation

Präsens/z Erzählen in Literatur, Film und Bildender Kunst

Tanja Prokic, Anne Kolb and Oliver Jahraus

Noch nie war so viel Gegenwart wie heute! Tagtäglich und jederzeit, immer wieder und vor allem jetzt kann man diese Diagnose bestätigt finden. Doch auch wenn noch nie so viel Gegenwart wie heute ist, so war doch Gegenwart schon immer. Die Frage nach Gegenwart, Präsens und Präsenz, so zeigen es die Beiträge dieses Bandes, wird zu einer Herausforderung und zu einer Provokation der Geistes- und Kultur-, der Literatur- und der Medienwissenschaften. Wider die Repräsentation erprobt, nach dem in der neueren Literaturtheorie eingeläuteten Ende des «Zeitalters der Repräsentation» (Jean-Luc Nancy), eine Auseinandersetzung mit der Gegenwärtigkeit von Literatur, Film und Bildender Kunst, die mit dem Konzept und der Praxis des Präsens/z Erzählens zu einem neuen ästhetischen Erleben führt.
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Beobachten mit allen Sinnen

Grenzverwischungen, Formkatastrophen und emotionale Driften- Eine Festschrift für Bernd Scheffer

Oliver Jahraus, Marcel Schellong and Simone Hirmer

Diese Festschrift ehrt Bernd Scheffer, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München, zu seinem 60. Geburtstag. Die Beiträge von Schülern, Kollegen und Freunden greifen jene Impulse auf, die von seinen Überlegungen zu medientheoretischen Grundfragen ausgehen. Sie perspektivieren die Unschärfen, unklaren Grenzziehungen, Vagheiten und Grauzonen, in denen sich die Medien ihrer Wissenschaft und Verwissenschaftlichung entziehen, wo aber das Spannende, das Entscheidende, das Faszinierende und vor allem und keineswegs zuletzt das – emotional – Bewegende sich vollzieht. Beobachtet werden intermediale Phänomene im Grenzbereich z. B. von statischer und bewegter Schrift, Literatur und Musik, Film und Kultur, Realität und Fiktion, Medium und Subjekt.
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Wulf Segebrecht, Claude D. Conter, Oliver Jahraus and Ulrich Simon

Wie erscheint das Thema Europa in der Literatur der Gegenwart? Wie schreiben Autoren über Europa? Gibt es gar eine eigenständige literarische Beobachtung Europas – neben der politischen, historischen oder ökonomischen? Dieser Band leistet eine Bestandsaufnahme und schließt damit eine Lücke in der Diskussion über das «europäische Selbstverständnis». 37 Beiträge nehmen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick, was zu einem spannenden Dialog führt, etwa wenn es um Handkes Jugoslawien-Texte geht. Einer der Schwerpunkte liegt auf Osteuropa. Gegenstand der literatur- und kulturwissenschaftlichen Ansätze sind belletristische Werke ebenso wie Reiseliteratur, tagespolitische Essays oder Lexika. Grass, Kundera, Szczypiorski, Doderer, Kopetzky oder Stasiuk: quer durch die Autorengenerationen und literarischen Gruppen ist Europa ganz offensichtlich ein Thema, das häufig zu unerwarteten Einsichten führt.