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Schönheit und Nützlichkeit

Karl Philipp Moritz und die Ästhetik des 18. Jahrhunderts

Alessandro Costazza

Obwohl Moritz allgemein als Begründer der Autonomie-Ästhetik der deutschen Klassik und als genialer Vorläufer der Romantik gilt, ist seine ästhetische Reflexion noch nie als unmittelbare Auseinandersetzung mit der ästhetischen Diskussion seiner Zeit betrachtet worden. Diese Arbeit versucht, die Ursachen dieser Vernachlässigung aufzudecken, um alsdann die Aufgaben einer historischen Auffassung der Moritzschen Ästhetik zu definieren, die zugleich ein Beitrag zum besseren Verständnis der ganzen Epoche sein soll.
Insbesondere werden hier die Gründe untersucht, die Moritz dazu bewegt haben, die für die Kunstauffassung der Aufklärung unlösbare Verwandtschaft von Schönheit und Nützlichkeit entschieden und endgültig in Frage zu stellen. Moritz' Überwindung der aufklärerischen Wirkungsästhetik antwortet nicht nur auf rein spekulative oder definitorische Aporien, sondern reagiert einerseits auf ganz konkrete Veränderungen der literarischen Produktions- und Rezeptionsverhältnisse, entwirft aber andererseits eine Auffassung von ästhetischer, d.h. allgemeiner und ganzheitlicher Aufklärung, die in Opposition zum Utilitarismus der damaligen Pädagogik und der Berliner Spätaufklärung steht.
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Genie und tragische Kunst

Karl Philipp Moritz und die Ästhetik des 18. Jahrhunderts

Alessandro Costazza

Diese Untersuchung betrachtet die ästhetische Position von Karl Philipp Moritz vor dem Hintergrund der gesamten ästhetischen und philosophischen Diskussion des 18. Jahrhunderts, die hier wiederum, nach dem Prinzip der hermeneutischen Zirkularität, ausgehend von den in Moritz' Schriften in Angriff genommenen Problemkomplexen rekonstruiert wird. Beschäftigte sich der erste Band dieser Untersuchung, der unter dem Titel Schönheit und Nützlichkeit erschienen ist, hauptsächlich mit Moritz' Auseinandersetzung mit der Wirkungsästhetik der Frühaufklärung, so bildet die Entwicklung einer Produktionsästhetik von Baumgarten zum Sturm und Drang und bis zur deutschen Klassik den Gegenstand dieser Betrachtung. Darüber hinaus werden in den letzten Kapiteln Moritz' Ansätze zu einer neuen Theorie des Tragischen rekonstruiert, die sich von der aufklärerischen Diskussion distanziert und wichtige Positionen der Romantik vorwegnimmt.
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Series:

Edited by Marco Castellari and Alessandro Costazza

Angesichts der unterschiedlichen Modalitäten und der verschiedenen Medialitätsgrade und -arten der Rezeption, die das Werk und die Figur Georg Büchners in zwei Jahrhunderten erfahren hat und weiter erfährt, muss heutzutage von Büchner-Rezeptionen in der Pluralform die Rede sein. Immer differenzierter entfaltet sich insbesondere die interkulturelle und intermediale Wirkung des Dichters, Wissenschaftlers und Revolutionärs. Sei es die Persönlichkeit des Dichters selbst, etwa beim Verfassen aufrührerischer Pamphlete, hellsichtiger Dichtungen oder fulminanter Briefe, auf der Flucht aus der Heimat oder am Seziertisch, seien es seine Figuren von Danton bis Lenz, von Leonce bis Woyzeck – das «Kind der neuen Zeit» genießt eine hohe internationale Resonanz in literarischen, theatralischen, filmischen, bildnerischen und performativen Diskursen. Anlässlich der internationalen Tagung zu Büchners 200. Geburtstag in Mailand (September 2013) untersuchen in diesem Band WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Österreich, Großbritannien und Italien einige dieser Büchner-Rezeptionen, indem sie bekannte Konstellationen hinterfragen, überfällige Rekonstruktionen vornehmen und sich auf neues Terrain begeben.