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  • Author or Editor: Erich Donnert x
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Russlands Ausgreifen nach Amerika

Ein Beitrag zur eurasisch-amerikanischen Entdeckungsgeschichte im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert

Erich Donnert

Die Tradition der Entdeckungsreisen und Erkundungsexpeditionen in fremde Länder reicht weit zurück. Einen gewaltigen Aufschwung nahm die Erforschung unserer Erde am Beginn der Neuzeit durch die großen Entdeckungsreisen der Portugiesen und Spanier, denen Niederländer, Engländer, Franzosen und Angehörige zahlreicher anderer Völker folgten, zu denen auch die Russen gehörten. Die Entdecker und Welterforscher der Frühen Neuzeit haben eine tiefgreifende Revolution im europäischen Geistes- und Kulturleben nach sich gezogen, die seit dem 18. und beginnenden 19. Jahrhundert das Charakteristikum des modernen Zeitalters darstellt. Die in diesem Zeitraum vor sich gehende russische Durchdringung Sibiriens und das Ausgreifen nach Amerika standen bereits im Zeichen der erlangten Großmachtgeltung, die das Russische Kaiserreich errungen hatte. Der Verfasser behandelt das vorstehende Thema ausgehend von der wissenschaftlich-menschlichen Grundhaltung der Aufklärung, die den Weg zu einem neuen Verständnis der Kulturen und Lebensgemeinschaften der Völker der Welt eröffnete. Der neue Geist des Aufklärungszeitalters lag auch den russischen Forschungsfahrten zugrunde, dessen Seeoffizieren zunehmend Gelehrte zur Seite gestellt wurden, die ein umfangreiches wissenschaftliches Beobachtungsmaterial zusammentrugen. Die an den waghalsigen und gefahrvollen Forschungsexpeditionen teilnehmenden Naturforscher, Ärzte, Maler, Zeichner und anderen Professionisten studierten die Lebensverhältnisse der Bewohner der ausgedehnten Inselwelt des Pazifiks, deren Aussehen, Körperbau, Sprache und Kultur und leisteten mit ihren Werken und Erkenntnissen wichtige Beiträge zu den geographischen und völkerkundlichen Lehren über den Stillen Ozean und seine Menschen. Die Erforschung der Geschichte des Nordostpazifiks war in neuerer Zeit vor allem Domäne russischer und nordamerikanischer Wissenschaftler, in deren Mittelpunkt insbesondere die wirtschaftlichen und handelspolitischen Fragen standen. Im Unterschied dazu fand in der deutschen Historiographie die Untersuchung des wissenschaftlichen Anteils deutscher Gelehrter und Künstler an den Expeditionen in den Stillen Ozean die Hauptaufmerksamkeit. Eine umfassend angelegte moderne Gesamtdarstellung der russischen See- und Wissenschaftsgeschichte im 18. und frühen 19. Jahrhundert unter Berücksichtigung der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Aspekte steht immer noch aus.
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Erich Donnert

Die in der Sammelschrift vereinigten neunzehn Beiträge stammen aus der Feder von Fachkennern aus Deutschland, Rußland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Polen, Österreich und Ungarn. Sie behandeln auf der Grundlage primären Quellenmaterials und der Auswertung der internationalen Forschung in einer erstmaligen Zusammenschau das Echo und die Wirkungen der Französischen Revolution bei den slawischen Völkern und ihren Nachbarn. Gleichzeitig vefolgen die Verfasser am Beispiel mehrerer Länder die Einflüsse der Großen Revolution der Franzosen auf die dortigen nationalen, politischen, kulturellen sowie staats- und verfassungsrechtlichen Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert.
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Kurland im Ideenbereich der Französischen Revolution

Politische Bewegungen und gesellschaftliche Erneuerungsversuche 1789-1795

Erich Donnert

Die Untersuchung ist den politischen Kämpfen und gesellschaftlichen Erneuerungsversuchen in Kurland und Polen zur Zeit der Französischen Revolution gewidmet. Im Mittelpunkt steht das Herzogtum Kurland, dessen staatliche Existenz 1795 im Zuge der 3. Teilung Polens erlosch. Das Werk stützt sich auf ungedruckte Dokumente aus baltischen und polnischen Archiven und umfangreiches publiziertes Quellenmaterial. Zugleich hat der Verfasser die insbesondere in deutscher, lettischer, polnischer, russischer und französischer Sprache vorliegende internationale Forschung herangezogen. Die Arbeit erschließt ein bedeutsames Kapitel der ost- und ostmitteleuropäischen Sozial- und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts.
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Vom Geist der Ökonomisten

Russisches Beispiel eines europäischen Aufklärers- Eingeleitet, kommentiert und herausgegeben von Erich Donnert

Erich Donnert

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuauflage der deutschen Fassung der Schrift De l’esprit des économistes von 1796 des russischen Fürsten Dmitrij Alekseevič Golicyn. Golicyn, Diplomat, Gelehrter und politischer Denker, ein Zeitgenosse Katharinas II, wandte sich in diesem Werk mit der Aufforderung an die europäischen Monarchen, der «französischen Anarchie» ein Ende zu setzen, gegen die Französische Revolution. Dabei stimmte der Autor mit den Grundsätzen der Physiokraten (= Ökonomisten) überein, die diese hinsichtlich des Naturrechts des Menschen vertraten. In diesem Sinne machte Golicyn deutlich, daß in der Gesellschaft allein die Grundeigentümer den wirklichen Körper des Staates ausmachen würden. Wirtschaft, Gesellschaft und Staat erschienen daneben als Anhängsel der Agrikultur.
Die Einleitung und die Kommentare von Erich Donnert zu dieser Neuausgabe beschäftigten sich mit dem Leben und Werk Golicyns und seines Kreises. Außerdem werden die ersten Regierungsjahre Katharinas II., insbesondere mit den nach 1766 eingeleiteten Staats- und Gesellschaftsreformen beleuchtet und in Beziehung zur Entwicklung des politischen Denkens bei Golicyn gesetzt.
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Theodor Ludwig Lau (1670-1740)

Religionsphilosoph und Freidenker der Frühen Neuzeit

Erich Donnert

Unter den deutschen Freidenkern, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts von sich Reden machten, nimmt Theodor Ludwig Lau einen einzigartigen Platz ein. Als philosophischer Nonkonformist bereits von den Zeitgenossen schärfstens attackiert und verunglimpft, hat seine Verdammung bis heute angehalten. Jedoch ließ man Laus in Kleinstauflagen erschienene und dem Feuer übergebene schwer zugängliche Schriften vervielfältigen und weiter in Umlauf setzen. Dies galt vor allem für seine Meditationes philosophicae de Deo, mundo, homine (1717) und Meditationes, theses, dubia philosophico-theologica (1719), die diesem Buch in deutschen Fassungen beigegeben sind.
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Antirevolutionär-konservative Publizistik in Deutschland am Ausgang des Alten Reiches

Johann August Starck (1741-1816)- Ludwig Adolf Christian von Grolman (1741-1809)- Friedrich Nicolai (1733-1811)

Erich Donnert

Gegenstand dieses Buches ist die europäische Gegenbewegung zur zeitgenössischen Aufklärung, die in Deutschland am Ausgang des Alten Reiches im Gewand antirevolutionär-konservativer Publizistik, aufgefächert in zahlreiche Strömungen, in Erscheinung trat. Im Mittelpunkt der unter den Literaten ausgebrochenen Streitigkeiten stehen die Aktivitäten und Schriften des protestantischen Theologen und Freimaurers Johann August Starck, des Gießener Regierungsdirektors Ludwig Adolf Christian von Grolman, des Berliner Aufklärers Friedrich Nicolai und der Kurländer Christopher Luther von Dörper und Karl Dietrich Wehrt.
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Das altostslavische Großreich Kiev

Gesellschaft, Staat, Kultur, Kunst und Literatur vom 9. Jahrhundert bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts

Erich Donnert

In seinem 1985 und 1988 unter dem Titel Das Kiewer Rußland erschienenen Buch hat der Verfasser darauf hingewiesen, dass es noch immer an einer zusammenfassenden modernen Darstellung der Geschichte der Kiever Rus fehlt. Diese liegt nun mit seinem Werk Das altostslavische Kiev vor, in dem Gesellschaft, Staat, Kultur, Kunst und Literatur in neuem Licht erscheinen. Behandelt werden die Anfänge der altostslavischen Herrschaftsbildungen und Staatlichkeiten im Frühmittelalter als Ausgangspunkte für die nachfolgenden ostslavischen Völker und Nationen der Russen, Weißrussen und Ukrainer.
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Die Universität Dorpat-Juŕev 1802-1918

Ein Beitrag zur Geschichte des Hochschulwesens in den Ostseeprovinzen des Russischen Reiches

Erich Donnert

Die 1802 neu eingerichtete Kaiserliche Universität Dorpat-Juŕev nahm in der Entwicklung von Kultur, Bildung und Wissenschaften in den Baltischen Provinzen und im Russischen Reich bis zu ihrer Schließung im Jahre 1918 einen hervorragenden Platz ein. In der deutschen Historiographie hat diese baltische Hohe Schule bislang keine wissenschaftlich ausreichende Gesamtdarstellung erfahren. Als Universität im nördlichen Europa trat die Universität Dorpat bis zu ihrer Reformierung und 1893 erfolgten Umbenennung in Universität Juŕev im Gefüge der europäischen Universitäten als hauptsächlich deutschsprachige Wissenschafts- und Bildungseinrichtung in Erscheinung. Nach dem Verständnis von Kaiser Alexander I., ihrem Gründer, sollte die baltische Hochschule als Reichsuniversität dem Bemühen Rechnung tragen, Russland enger in die westlich-europäische Völkerfamilie einzugliedern, ohne die religiösen Grundlagen der Orthodoxie zu schmälern. Die wichtigsten geistigen Kräfte an der Universität waren in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens die europäische Spätaufklärung, die Philosophie des Deutschen Idealismus sowie die Deutsche Klassik und Romantik, die auf dem Erbe des Humanismus fußten. Der Universitätsbetrieb stand weitgehend im Zeichen innerer Autonomie, und der wirksam werdende Lehrkörper bestand vorwiegend aus heimischen deutschen Wissenschaftlern und solchen aus Deutschland. Durch aktive Berufungspolitik gelang es, in den Jahren des Bestehens der Universität Dorpat-Juŕev auch zahlreiche erstklassig vorgebildete Professoren für eine Tätigkeit an der baltischen Universität zu gewinnen, die als Theologen, Rechts- und Staatswissenschaftler, Vertreter der Historischen und Sozialwissenschaften, der Naturwissenschaften und Medizinischen Wissenschaften wirkten, unter ihnen seit den neunziger Jahren verstärkt auch russische, ukrainische, polnische und andere Gelehrte, die die auf der Höhe der Zeit stehende Wissenschaft, Lehre und Forschung an der Universität Dorpat-Juŕev bis zu ihrem Ausgang repräsentierten.
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Agrarfrage und Aufklärung in Lettland und Estland

Livland, Estland und Kurland im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert

Erich Donnert

Ein untrügliches Kennzeichen der Aufklärungsbewegung in den Ostseeprovinzen des Russischen Reiches, Livland, Estland und Kurland, war ihre Beschäftigung mit der Lage der lettischen und estnischen Landbevölkerung. Bildete das Bodenproblem schon immer eine der wichtigsten Fragen der baltischen Geschichte, so war die Agrarfrage im 18. Jahrhundert zu deren Hauptproblem geworden. Die gemeinsame Grundlage der Vorschläge zur Veränderung der Agrarstruktur in den baltischen Ländern stellte das fronherrliche und leibeigenschaftliche Dasein der lettischen und estnischen Bauern dar. Es war die europäische Aufklärung, die immer stärker den Bauersmann in ihren Gesichtskreis zog und den Boden bereitete, aus dem heraus die Gedanken verstanden werden müssen, mit denen die baltischen Agrarreformer, Aufklärer und Vorkämpfer der Bauernbefreiung, Publizisten, Schriftsteller und Historiker, hervortraten. Zu den Grundzügen und Eigenarten der Geschichte Lettlands und Estlands gehört, dass die bereits im Mittelalter und der Frühneuzeit entstandenen Strukturen auch in der Zeit der Moderne fortwirkten. Das Thema Agrarfrage und Aufklärung in den baltischen Provinzen gehörte von Anfang an zum Gegenstand eines jeden Historikers, der sich mit baltischer Geschichte befasste. Über die dort bestehenden Landes- und Agrargesetze ist von Anfang an heftig gestritten worden. Ungeachtet der kaum mehr zu übersehenden Einzelforschung zu dem genannten Generalthema fehlt es noch immer an einer geschlossenen und durchgehenden modernen Darstellung. Dem Verfasser, der sich seit den fünfziger Jahren auch näher mit baltischer Geschichte beschäftigt hat und mit Veröffentlichungen hervorgetreten ist, schien es lohnend den Versuch zu unternehmen, die Landesordnungen, Ritter- und Landrechtsentwürfe sowie die zahllosen von Aufklärern verfassten Schriften, in denen die Lebensverhältnisse der lettischen und estnischen Bauern behandelt und beschrieben werden, unter dem Gesichtspunkt zu untersuchen, inwieweit die in den zeitgeschichtlichen Gegebenheiten begründeten Urteile mit feststehenden Begriffen arbeiteten und von dem Zweck bestimmt waren, das neue Wertungssystem der Aufklärung zur Geltung zu bringen.
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Russisches Illustriertes Freimaurerlexikon

Ein Beitrag zum gesellschaftlichen Wirken und künstlerischen Schaffen der Freimaurerei in Russland

Erich Donnert

Die Freimaurerei in Russland hat im Vergleich zu anderen Ländern nur über einen kurzen Zeitraum eine spürbarere Wirksamkeit zu entfalten vermocht. Diese fiel in die zweite Hälfte des 18. und in das erste Viertel des 19. Jahrhunderts, als es gleichsam zu einer «Überfütterung» des bis dahin vom übrigen Europa nur schwach beeinflussten Russischen Reiches mit westlichen Ideen kam. Verbunden mit diesem Vorgang war ein nicht zu übersehendes Durcheinander bei der Ausbreitung des maurerischen Gedankenguts im Zarenreich. Darauf haben bereits die Zeitgenossen im In- und Ausland sowie die älteren Historiker der europäischen Freimaurerei hingewiesen. Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über biographische Angaben aus dem Leben und dem künstlerischen Schaffen der Freimaurer in Bildern und Dokumenten.