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Denkmalschutz und Öffentlichkeit

Zwischen Kunst, Kultur und Natur- Ausgewählte Schriften zur Denkmaltheorie und Kulturgeschichte 1981-2002

Géza Hajós

Das Ziel dieses Buches ist es, ein neues Bewusstsein für Denkmalschutz und Denkmalpflege in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zu schaffen, von den alten Denkmodellen des Historismus – in welchen Vergangenheit und Gegenwart immer streng getrennt waren – wegzukommen. Zu diesem Zweck werden die Geschichte des öffentlichen Interesses, das Gegenwartsproblem der denkmalwissenschaftlichen Arbeit, das Verhältnis zum Umweltschutz, der Begriff der Kulturlandschaft, die Frage der materiellen und ideellen Authentizität der Denkmale, die neue Aufgabe der Denkmalpflege auf dem Gebiet der Gartenkunst sowie der ästhetisierte Naturbegriff untersucht.
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Géza Hajós and Joachim Wolschke-Bulmahn

Vorhaben zur Rekonstruktion historischer Gärten werfen zahlreiche Fragen auf, u.a. in Bezug auf ihre Eignung, historisches Wissen zu vermitteln und auf die Risiken eines entstehenden gartenhistorischen Vermarktungswettbewerbs. Bisweilen scheinen der Abriss von Vorhandenem und die Rekonstruktion von längst Vergessenem auch für ein fragwürdiges «Entsorgen» von Geschichte zu stehen.

Die Themenschwerpunkte der präsentierten Abstracts reichen von theoretischen Fragen zur Rekonstruktion, angefangen bei Fragen der Definition, über den Dispit um die Gottorfer Gartenanlage bis hin zu zahlreichen anderen Fallbeispielen. Verschiedene der Abstracts spiegeln gleichzeitig eine recht beachtliche Bandbreite an Meinungen zum Thema Rekonstruktion in der Gartendenkmalpflege wider, die es nahelegen, von einer doktrinären Herangehensweise an diese und andere Themenstellungen Abstand zu nehmen.
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Hájos Géza and Joachim Wolschke-Bulmahn

Mit Dieter Hennebos Buch Gartendenkmalpflege von 1985 wurde in der Denkmalpflege ein neues Denken gegenüber historischen Gärten befördert und ihre Erhaltung und Pflege hat eine solide Grundlage erhalten. Die Vielfalt der bis dahin gesammelten Erfahrungen konnte mit diesem Werk weiter systematisch geordnet und die theoretische und praktische Basis der Gartendenkmalpflege gefestigt werden. Vorstellungen über Gartendenkmalpflege im Spannungsfeld von Konservieren und Rekonstruieren wurden seitdem intensiv debattiert. Vor allem das Thema «Rekonstruktion», bedingt durch häufig auf politischen Druck und aus Marketinggründen beförderte Projekte, ist in der jüngsten Vergangenheit bisweilen emotional diskutiert worden. Dabei wurden Positionen vertreten, die spektakuläre «Rekonstruktionen», zum Beispiel die des Hortus Palatinus, befürworten, aber auch jede Form der Rekonstruktion ablehnen. Für letztere liegt der gesellschaftliche Auftrag dieser jungen Disziplin vorwiegend in der Erhaltung der noch vorhandenen Pflanzenbestände. Wenn diese altersmäßig verschwinden, wird eine zeitgemäße künstlerische Fortsetzung und nicht eine Rekonstruktion vorgesehen. Band 9 der CGL-Studies resultiert aus einem Workshop, der im Dezember 2007 in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Historische Gärten in der DGGL an der Leibniz Universität Hannover stattfand. Die Herausgeber haben den Titel «Gartendenkmalpflege zwischen Konservieren und Rekonstruieren» programmatisch gewählt. Er soll darauf verweisen, dass die Gartendenkmalpflege die Anlagen als Einzelfälle behandeln und je nach der konkreten Problematik Methoden wie das Konservieren, das Restaurieren und das Rekonstruieren in Erwägung ziehen und miteinander vernetzen sollte.