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  • Author or Editor: Hans-Joachim Jakob x
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«Die Folianten bilden Gelehrte, die Broschüren aber Menschen»

Studien zur Flugschriftenliteratur in Wien 1781 bis 1791

Hans-Joachim Jakob

Die von Joseph II. 1781 erlassene erweiterte Preßfreyheit ist der Anlaß für ein enormes Ansteigen der Produktion nichtperiodischer Tagespublizistik in Österreich – insbesondere in Wien. Spätaufklärerische Kritiker bezeichneten dieses kommunikationshistorische Phänomen als Broschürenflut. In dieser Arbeit werden typische Beispiele der Wiener Flugschriftenliteratur anhand eines gattungstypologischen Ansatzes analysiert. Weiterhin werden die zeitgenössischen Reaktionen auf die massenhaft verbreiteten Broschüren unter Verwendung eines rezeptionsgeschichtlichen Ansatzes klassifiziert. Ein kurzer Abriß befaßt sich darüber hinaus mit dem Tagesschrifttum anderer städtischer Zentren des kulturellen Lebens der Aufklärungsepoche wie Leipzig, Hamburg und Berlin. So werden die Verdienste des Mediums Flugschrift – das bislang im Schatten der beiden anderen publikumswirksamen Printmedien der Aufklärung (der Zeitung und der Zeitschrift) stand – für die Verbreitung aufklärerischen Gedankenguts sichtbar.
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Der Diskurs über Deklamation und über die Praktiken auditiver Literaturvermittlung

Der Deutschunterricht des höheren Schulwesens in Preußen (1820–1900)

Series:

Hans-Joachim Jakob

Ein Primaner konnte im 19. Jahrhundert am Ende seiner Schullaufbahn Dutzende Gedichte auswendig aufsagen. Die Deklamationskultur des höheren Schulwesens ist seitdem in Vergessenheit geraten. Diese Studie rekonstruiert die intensive Diskussion über das Textsprechen zwischen 1820 und 1900. Sie wertet dazu bislang nur wenig beachtete Quellen aus – Vorschriften, Lehrpläne, Gesetzessammlungen, Lesebücher, Ratgeber, Schulprogramme, pädagogische Zeitschriften und Anthologien. Ein abschließender Blick in fiktionale Zeugnisse von Goethe, Kotzebue, Klingemann, Johanna Schopenhauer, Raabe oder Stinde demonstriert den schmalen Grat zwischen deklamatorischem Triumph und gesellschaftlicher Blamage.

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Harsdörffer-Studien

Mit einer Bibliografie der Forschungsliteratur von 1847 bis 2005

Hans-Joachim Jakob and Hermann Korte

Der Nürnberger Barockdichter Georg Philipp Harsdörffer (1607-1658) hat Konjunktur. Insbesondere seit 1990 wächst die Anzahl der Beiträge über Aspekte seines Lebens und Schaffens. Im ersten Teil des Bandes wird diesem Umstand mit einer ausführlichen Bibliografie Rechnung getragen. Im zweiten Teil sind Studien versammelt, die einen Überblick über Harsdörffers Werke geben und seine kompilatorische Arbeitsweise erörtern. Bekannte und weniger bekannte Schriften des Nürnbergers werden detailliert gewürdigt: die berühmten Frauenzimmer Gesprächspiele und der Schauplatz jämmerlicher Mordgeschichte ebenso wie die bislang wenig erforschten Publikationen Memoria Christophori Füreri und Nathan und Jotham. So entsteht ein facettenreiches Bild frühneuzeitlicher Literatur und ihrer Vernetzung mit naturwissenschaftlichen, poetologischen, rhetorischen, emblematischen und ikonografischen Diskurssystemen.
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«Die Wahl der Schriftsteller ist richtig zu leiten»

Kanoninstanz Schule- Eine Quellenauswahl zum deutschen Lektürekanon in Schulprogrammen des 19. Jahrhunderts

Hermann Korte, Ilonka Zimmer and Hans-Joachim Jakob

Das preußische Gymnasium etabliert sich im 19. Jahrhundert als eine Kanoninstanz, die im Ensemble anderer literaturvermittelnder Institutionen unverwechselbare kulturelle und gesellschaftliche Funktionen entwickelt. Dieser Band rekonstruiert am Beispiel des wichtigen Kommunikationsmediums Schulprogramm, das wie kein anderes für Kanon- und Lehrplanfragen geschaffen war, zentrale Fragestellungen zum Prozess literarischer Kanonbildung im gymnasialen Deutschunterricht des 19. Jahrhunderts. Ausgewählt und analysiert wurden 22 Programmabhandlungen, die – entstanden zwischen 1821 und 1914 – auf exemplarische Weise einen authentischen Einblick in die Genese und Geschichte des gymnasialen Lektürekanons bieten. Mit der Dokumentation der konzeptionellen, programmatischen Seite schulischer Kanonpraxis wird das kanonische Handeln der Kanoninstanz Schule im Sozialsystem der Literatur näher beschrieben und so ein Beitrag zur historischen Kanonforschung geleistet.
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Hermann Korte, Ilonka Zimmer and Hans-Joachim Jakob

Die Studie rekonstruiert die literarische Kanonisierungspraxis des preußischen Gymnasiums im 19. Jahrhundert. Angelegt als historisch-empirische Untersuchung, wird der gymnasiale deutsche Lektürekanon für den Zeitraum ab 1820 systematisch dokumentiert und ausgewertet. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnisse des von der DFG geförderten Forschungsprojekts «Der Literaturkanon an höheren Schulen Westfalens», das seit 2004 an der Universität Siegen durchgeführt wird.
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Series:

Hermann Korte, Ilonka Zimmer and Hans-Joachim Jakob

Was haben Gymnasiasten im Deutschunterricht höherer Schulen Westfalens zwischen 1871 und 1918 gelesen? Dieses Buch will auf der Basis der systematischen Auswertung einer Vielzahl von schulischen Jahresberichten Antwort auf diese Frage geben. Die hier dokumentierten Ergebnisse sind Teil eines von der DFG geförderten Forschungsprojekts, das zwischen 2004 und 2010 an der Universität Siegen durchgeführt wurde. Im Dokumentationsteil werden die in den Jahresberichten aller westfälischer Gymnasien enthaltenen Informationen zum Lesestoff der Klassenstufen für neun Stichjahre präsentiert. Der vorangehende Analyseteil umfasst eine systematische Interpretation der empirisch ermittelten Daten, eine Untersuchung der Fest- und Schulfeierkultur, eine ausführliche Beschreibung der Quellenlage und abschließend einen Ausblick auf den Schulkanon der 1920er und 1930er Jahre.