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  • Author or Editor: Italo Michele Battafarano x
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Georg Philipp Harsdörffer

Ein deutscher Dichter und europäischer Gelehrter

Italo Michele Battafarano

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Glanz des Barock

Forschungen zur deutschen als europäischer Literatur

Italo Michele Battafarano

Vielfalt, Reichtum, Grösse und Schönheit der deutschen Barockliteratur werden als Frucht eines intensiven und fruchtbaren Wechselprozesses mit andern Kulturen durch eine Reihe von Einzelanalysen vorgestellt. Der Titel verweist auf das Sohar-Buch der jüdischen Kabbala, auf das «Buch des Glanzes», von dem ein begabter Barock-Dichter und vielseitiger Universalgelehrter wie Christian Knorr von Rosenroth im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts erstmals eine lateinische Übertragung anfertigte und dadurch eine wichtige Kulturtradition den Literaten zugänglich machte. Curiositas und Weltoffenheit kennzeichnen allgemein die deutschen Barockdichter und nicht engstirniger Sprachpurismus, beschränktes Provinzlertum und Untertanengeist ohne Zivilcourage. Ihr reges Interesse für Gerechtigkeit, Recht und Frieden in den sich langsam und widerspruchsvoll herausbildenden Staaten moderner Prägung des deutschen Vaterlandes, die von Armut, Hexenverfolgung und Krieg geplagt wurden, nährte ihre Aufmerksamkeit für die anderen Literaturen Europas und die Naturwissenschaften. In der Literatur der Romania oder der anderen nord- und westeuropäischen Länder fanden die deutschen Dichter geistige Alternativen zum Kriegshandwerk, zu den Waffen und der Gewalt. Durch die doppelte Aufgabe sowohl der Kritik als des Vorschlags herausgefordert, wuchs die deutsche Barockliteratur aussergewöhnlich schnell. Sehr früh, äusserst differenziert und vielfältig in der künstlerischen Gestaltung reflektiert sie über sich und über die Ich-Identität des Autors auf europäischem Niveau, was zu einem bildlich-begrifflichen Bruch in der Rezeption der Antike führte. Davon zeugt die Kritik am Eurozentrismus und die Hinwendung zu den Naturwissenschaften als wichtige Hilfestellung in diesem Prozess der Selbst- und Neubesinnung. Mit Erfolg schauten deutsche Barock-Dichter die Arbeitsweise der Naturwissenschaften ab, wenn sie den experimentellen Charakter von Fiktionalität ausbauten.
Barock als Auseinandersetzung mit der Gleichzeitigkeit will versuchsweise paradoxal auf die Möglichkeit einer aktualisierenden Reflexion über eine vergangene Epoche und deren Literatur hinweisen und der Hoffnung auf eine nicht-nur-museale Literaturwissenschaft Ausdruck verleihen.
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Die im Chaos blühenden Zitronen

Identität und Alterität in Goethes "Italienischer Reise

Italo Michele Battafarano

Die Literarizität von Goethes Italienischer Reise (1816-29) als Erzählprosa autobiographischen Inhalts steht im Vordergrund dieser Untersuchung. Goethe erzählt in ihr am Ende einer intensiven Existenz rückblickend verklärend von seinem zweijährigen Italienaufenthalt (1786-88), als ob dieser sein Leben und seine Dichtung entscheidend geprägt hätte. Zu diesem Zweck verdichtet er in der Erzählung des realen Aufenthaltes im Süden ein Subjekt-Objekt-Verhältnis, das über den Zeitraum der Realreise hinaus lebenslang Gegenstand seiner anthropologischen, kulturgeschichtlichen und ästhetischen Reflexionen war. Über einem Raster von Realien errichtet der Weimarer eine literarische Konstruktion, die ihr Zentrum in der Definition eines vielschichtigen Ich hat. Die Reise durch ein Land, das die Kulturgeschichte Europas von der Gegenwart bis in den Mythos zurück erlebbar macht, erscheint in Anlehnung an Homers Odysseus als individueller Bildungsprozeß, als geistiges Itinerarium auf der Suche nach den Wurzeln der abendländischen Kultur im Mittelmeerraum. Sie ist ferner Sinnbild eines Prozesses der Selbstfindung in anerkennender Auseinandersetzung mit dem Fremden.
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Conjugium Phoebis & Palladis

Oder Die erfundene Fortpflantzung des Goldes / Chymische Allegorie

Italo Michele Battafarano

Anlässlich der Hochzeit von Kaiser Leopold I. im Jahre 1676 verfasste Christian Knorr von Rosenroth ein Singspiel als alchemisch-pansophische Allegorie. Wahrscheinlich vom Sulzbacher Herzog Christian August dazu aufgefordert, weil dieser mit der zukünftigen Kaiserin eng verwandt war, benutzte Knorr von Rosenroth die Gelegenheit, eine phantasievolle Oper zu schreiben, in der mythologische Figuren, Tugend-, Laster- und Metall-Allegorien den Kampf zwischen Krieg und Frieden versinnbildlichen. Prachtvolle Bühnenbilder, ein reiches Szenarium, Ballette und Musik stehen wie antike Mythologie und Alchemie bei Knorr im Dienst eines subtilen, aber eindeutigen Diskurses, der an den Kaiser gerichtet ist. Nach dem 30jährigen Krieg und den gewaltsamen Rekatholisierungsversuchen der protestantischen Gegenden des Reiches fordert Knorr den Kaiser auf, nicht länger Mithilfe von Mars, sondern von Pallas, der Göttin der Weisheit, zu regieren. Nur die «unio chymica» von Macht und Weisheit könne dem Herrscherpaar in Wien wie dessen Untertanen eine goldene Zukunft bescheren, lautet Knorrs Botschaft. Die gewagte Friedensutopie des Christian Knorr von Rosenroth wird hiermit zum ersten Mal neu ediert.
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Italo Michele Battafarano

Italien ist für den aufklärerischen Diskurs in Deutschland in vielfältiger Weise sowohl in den Geistes- als auch in den Naturwissenschaften von Interesse.
Die im Laufe des 18. Jahrhunderts in Deutschland sich verstärkende Diskussion um Kategorien wie Geschmack, Naturnachahmung, Phantasie und Genie verdankt der in Italien früher einsetzenden ästhetischen Auseinandersetzung um das Barock nicht unwesentliche Denkanstöße. Insbesondere in der Dramaturgie scheint die Konfrontation mit der italienischen Theatertradition auf deutscher Seite ertragreich gewesen zu sein.
Für die Italiener ist Deutschland dagegen weniger auf literarischem als vielmehr auf (geschichts-)philosophischem und politisch-institutionellem Gebiet von Interesse. Eine zentrale Rolle nimmt hier Preußen und sein König Friedrich II. ein. Bei italienischen Philosophen und Dichtern löst dieser extrem gegensätzliche Reaktionen aus.
Eine ähnliche zwischen der Alternative Lob und Tadel schwankende Sicht des Andern läßt sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts auch bei den deutschen Italienreisenden feststellen. Bietet vor allem preußisch-protestantisch geprägten Reisenden das katholische Italien Anlaß, die Rückschrittlichkeit eines feudalistisch-katholischen Landes zu erleben, so wird andern die südliche Halbinsel zur Verheißung eines in der Heimat verweigerten erfüllten Lebens.
Unabhängig davon, ob die Fremde als Bestätigung oder Infragestellung des Fortschrittstheorems der Aufklärung, als Bestätigung oder Infragestellung des heimatlichen Lebens- und Kulturraums erlebt wird, als Erfahrung der Fremde bewirkt sie stets eine verstärkte Identifikation, eine Präzisierung der Selbstdefinition. Der Weltbürger der Aufklärung wird in der Konfrontation mit dem südlichen Nachbarland, in der Dialektik von Realitätserfahrung und Wunschprojektion zum Bürger eines europäischen Nationalstaates, wie ihn das 19. Jahrhundert kennt.
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Apokalypse-Kommentar

Herausgegeben von Italo Michele Battafarano

Italo Michele Battafarano

Christian Knorr von Rosenroth rekurriert im Apokalypse-Kommentar (1670) zur Deutung der johanneischen Visionen nicht nur auf die christliche Lehre, sondern auch auf die griechische und lateinische Antike sowie auf die jüdische, ägyptische und orientalische Tradition. Er dekonstruiert den Text und reorganisiert ihn aufgrund der bildlichen und begrifflichen Zusammengehörigkeit der Teile, um ihn einheitlich auszulegen. Der Apokalypse-Kommentar kündigt Knorrs von Rosenroth Bemühen um die Erweiterung des geistigen Horizonts des christlichen Abendlandes durch die Einbeziehung der jüdischen Tradition an, das 1677-1684 in den Bänden der Kabbala Denudata kulminieren wird. In der Auslegung der apokalyptischen Bilder richtet Knorr von Rosenroth sein Augenmerk stets auf deren mögliche Korrespondenz mit historischen Ereignissen. Von der Kreuzigung Christi durch die Römer bis zu den Türkenkriegen der Neuzeit interpretiert er die Weltgeschichte als Heilsgeschichte, die mit einem auf Gerechtigkeit und Brüderlichkeit basierenden Tausendjährigen Reich Christi endet. Nach dem Alten Testament und den vier Evangelien ist die Apokalypse für Christian Knorr von Rosenroth die Offenbarung eines Gottes, der sich allen Menschen verspricht.
Die erste Neuedition des Apokalypse-Kommentars wird von einem eingehenden Nachwort und einer biographisch-bibliographischen Notiz begleitet.
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Dell’arte di tradur poesia

Dante, Petrarca, Ariosto, Garzoni, Campanella, Marino, Belli: Analisi delle traduzioni tedesche dall’età barocca fino a Stefan George

Italo Michele Battafarano

Oggetto del volume è la formazione della poesia tedesca negli ultimi quattro secoli attraverso l’acquisizione di modelli italiani in traduzione. Immagini e pensieri in versi vengono analizzati in dettaglio nelle traduzioni dei versi di Petrarca e Ariosto ad opera dei primi traduttori dell’età barocca (l’anonimo traduttore della Piazza Universale di Tomaso Garzoni, Messerschmid, Diederich von dem Werder), di Campanella (Andreae), di Marino (Brockes), di Giuseppe Gioachino Belli (Heyse, Zacher, Rock) e di Dante (George), per illustrare la difficoltà di ogni traduzione poetica, intesa come costruzione autonoma, raggiunta con il bilanciamento di metrica, metaforismo e concettualità, al fine di ottenere il risultato più vicino possibile all’originale, ovvero quello che meglio lo riesce a trasmettere in maniera approssimativa.
Nel suo insieme il volume è anche una ricerca sulla traduzione quale compito infinito, ovvero come sfida continua, lanciata dall’originale al traduttore-interprete, il quale si deve far poeta nella propria lingua per competere a pari condizioni. A tal fine vengono messi in evidenza soprattutto i meriti dei traduttori tedeschi, lasciando in secondo piano sviste e incertezze, poiché i primi hanno contribuito alla nascita di talune forme poetiche in lingua tedesca.
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Tomaso Garzoni

Polyhistorismus und Interkulturalität in der frühen Neuzeit

Italo Michele Battafarano

Tomaso Garzoni (1549-1589) war im späten 16. und im gesamten 17. Jahrhundert ein geschätzter und vielgelesener Autor. Seine Schriften wurden oft ediert und in die wichtigsten europäischen Sprachen übersetzt. In der Übergangsepoche von oraler zu schriftlicher Überlieferung zeichnen sich Garzonis Schriften als erfolgreiche Versuche von Synthese und Popularisierung der gelehrten Bildung aus. Da Garzoni sich im 17. Jahrhundert in Deutschland besonderer Beliebtheit erfreute, bildet die deutsche Rezeption seiner Schriften einen Schwerpunkt des vorliegenden Bandes. Die Interkonfessionalität und Interkulturalität des frühneuzeitlichen Europas, von denen Garzonis Werk und dessen Rezeption zeugen, werden dabei als Herausforderung an eine noch weitgehend national orientierte Literaturgeschichtsschreibung problematisiert.
Der Band enthält Beiträge von: Italo Michele Battafarano, Beatrice Collina, Guillaume van Gemert, Elmar Locher und Valerio Marchetti.
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Italo Michele Battafarano

Traditionelle Weltvorstellungen werden zu Beginn der Neuzeit von der reformatorischen Bewegung ebenso betroffen wie religireformatorischen Bewegung ebenso betroffen wie religiöses Empfinden und theologisches Denken. Hauptgegenstand der hier gesammelten Forschungen ist das für viele Reformatoren zentrale Problem, ob die göttliche Wahrheit der Offenbarung in als historisch bedingt erkannte Medien (Bild/Sprache) eingefangen werden könne bzw. ob eine Hierarchie der Medien zu hypostasieren sei. Die Überlegungen des Theologen Thomas Müntzer zur Sprache als Medium göttlicher Offenbarung und zugleich als potentielles Instrument der Täuschung von Gläubigen durch Schriftgelehrte bilden den Ausgangspunkt der meisten Beiträge. Ausgehend von der Notwendigkeit einer differenzierten Analyse bestimmter Aspekte des Gedankengutes der einzelnen Reformatoren, wird eine pauschale Aufteilung der deutschen Reformation nach sozial-politischen Kategorien fragwürdig.
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Scritti sul futurismo russo

A cura di Daniela Rizzi

Italo Michele Battafarano

Il libro raccoglie alcuni scritti dello studioso italiano Marzio Marzaduri (1930-1990), che si è occupato soprattutto di semiotica sovietica e di avanguardia letteraria russa. Gli articoli contenuti in questo volume riguardano in particolare quella corrente del futurismo russo denominata «futurismo transmentale» e rappresentano un importante contributo alla conoscenza degli aspetti teorici che ne caratterizzano la poetica, della vita e dell'opera dei suoi principali protagonisti, prima e dopo la rivoluzione.