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  • Author or Editor: Joachim Wolschke-Bulmahn x
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Bau- und Gartenkultur zwischen "Orient" und "Okzident"

Fragen zu Herkunft, Identität und Legitimation

Joachim Ganzert and Joachim Wolschke-Bulmahn

Fragen zu Wechselbeziehungen zwischen europäischen und außereuropäischen Kulturen bzw. nach der kulturellen Identität Europas, insbesondere im Zusammenhang mit dem Orient-Okzident-Verhältnis, kommen angesichts globaler Verflochtenheiten besondere Bedeutung zu. In der Wissenschaft versucht man darauf aus verschiedenen kulturgeschichtlichen Richtungen Antworten zu geben, wobei man sich zumeist auf historische Quellen stützt, die uns schriftlich und bildlich überliefert sind. Befunde der Bau- und Gartenkultur als ganz praktisch greifbare, historische Primärquellen und Instanzen für historisch-kritische Kontrolle, wie auch als Spiegel von Wirklichkeiten zu nutzen, wird dabei allerdings häufig vernachlässigt. Dem versuchen die Beiträge im vorliegenden Band zu begegnen, indem sie anhand solcher Befunde Interdependenzen in der Bau- und Gartenkultur zwischen Orient und Okzident – und dies von der Antike bis in die Gegenwart – nachgehen.
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Hubertus Fischer and Joachim Wolschke-Bulmahn

Das Thema dieses Bandes der CGL-Studies, «Gärten und Parks im Leben der jüdischen Bevölkerung nach 1933», beschreibt ein Forschungsfeld, das zugleich ein Forschungsdesiderat darstellt. Die Rolle von Gärten und Parks im Leben der jüdischen Bevölkerung in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur ist erst seit kurzem Gegenstand systematischer Forschung und des wissenschaftlichen Diskurses. Dabei kam ihnen – als Orten einer (temporären) Zuflucht wie auch als Orten der Verfolgung und Diskriminierung – eine besondere Bedeutung zu.

Anlässlich der Tagung gleichen Titels, gefördert durch die Volkswagen Stiftung, deren Ergebnisse mit diesem Band präsentiert werden, widmeten sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Disziplinen wie Geschichte, Literaturwissenschaft, Landschaftsarchitektur, Recht und Sozialwissenschaft dieser Thematik unter verschiedenen Fragestellungen. Die in diesem Tagungsband präsentierten Themenfelder reichen von Gärten und Parks im Kontext von Antisemitismus und Apartheid über literarische Erinnerungswelten und Gärten in der Literatur, über jüdische Friedhöfe als Orte der Verfolgung, Gärten der Ghettos und Konzentrationslager, bis hin zur Bedeutung von Gärten als Stätten der Identitätsfindung und Parks als Orte der Zuflucht und Verfolgung. Besondere Beachtung wird der Rolle der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem in Hannover sowie in diesem Zusammenhang den gartenkulturellen Traditionen in Israel geschenkt. Fragen der Denkmalpflege ist der abschließende Beitrag des Tagungsbandes gewidmet.
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Géza Hajós and Joachim Wolschke-Bulmahn

Vorhaben zur Rekonstruktion historischer Gärten werfen zahlreiche Fragen auf, u.a. in Bezug auf ihre Eignung, historisches Wissen zu vermitteln und auf die Risiken eines entstehenden gartenhistorischen Vermarktungswettbewerbs. Bisweilen scheinen der Abriss von Vorhandenem und die Rekonstruktion von längst Vergessenem auch für ein fragwürdiges «Entsorgen» von Geschichte zu stehen.

Die Themenschwerpunkte der präsentierten Abstracts reichen von theoretischen Fragen zur Rekonstruktion, angefangen bei Fragen der Definition, über den Dispit um die Gottorfer Gartenanlage bis hin zu zahlreichen anderen Fallbeispielen. Verschiedene der Abstracts spiegeln gleichzeitig eine recht beachtliche Bandbreite an Meinungen zum Thema Rekonstruktion in der Gartendenkmalpflege wider, die es nahelegen, von einer doktrinären Herangehensweise an diese und andere Themenstellungen Abstand zu nehmen.
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Landschaft und Gedächtnis

Bergen-Belsen, Esterwegen, Falstad, Majdanek

Wilfried Wiedemann and Joachim Wolschke-Bulmahn

Das NS-Regime hat zunächst Deutschland und während des Krieges auch die besetzten Länder Europas mit einem Netz von Lagern überzogen. Mehrere Millionen Menschen sind in den Lagern der SS und der Wehrmacht ermordet worden oder durch Vernachlässigung umgekommen, Zehntausende haben auch die Lager und Gefängnisse der Polizei und der Justiz nicht überlebt. An manchen dieser Orte wurden direkt nach der Befreiung vom Nationalsozialismus Gedenkstätten geschaffen, zum Beispiel in Auschwitz und Bergen-Belsen. Viele wurden über Jahrzehnte anderweitig genutzt. Die Landschaften der historischen Orte der NS-Verbrechen waren unterschiedlichen Entwicklungen ausgesetzt. In vielen Fällen war das Verschleiern der historischen Ereignisse so wie das Unsichtbarmachen der Lager ein Anliegen derselben Eliten, die während der Zeit des Nationalsozialismus das Lagersystem betrieben oder gefördert hatten. Die in diesem Band enthaltenen Beiträge behandeln die Landschaften vier solcher Orte: die der Konzentrationslager Bergen-Belsen, Esterwegen und Majdanek sowie die des Gefangenenlagers Falstad in Norwegen. Es wird die historische Entwicklung dieser Landschaften seit 1945 dargestellt und erörtert. Damit sollen auch Erkenntnisse darüber vermittelt werden, wodurch Landschaftsarchitektur das Gedächtnis solcher Landschaften heute entschlüsseln kann, wie die noch vorhandenen Gedächtnisinhalte in ein intelligentes System der Anschauung integriert werden können und wie nicht zuletzt diese Landschaften zur Würdigung und zum Gedenken an die Opfer beitragen können.
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Der Garten als Kunstwerk – Der Garten als Denkmal

Der Garten als Kunstwerk – Der Garten als Denkmal

Rosemarie Münzenmayer and Joachim Wolschke-Bulmahn

«Der Garten als Kunstwerk – der Garten als Denkmal» war das Thema eines Symposiums, das, initiiert von Prof. Alfons Elfgang, im November 2009 am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart durchgeführt wurde. Das Symposium wollte Anregungen für eine angemessene denkmalpflegerische Auseinandersetzung mit historischen Gärten geben. Im Band 10 der CGL-Studies werden die Beiträge zum Symposium präsentiert. Der erste Teil ist theoretischen Aspekten gewidmet; die Beiträge behandeln u. a. Rechtsfragen der Gartendenkmalpflege oder diskutieren Unterschiede in der Raum- und Zeitauffassung der Gärten des Barock und der Phase des Landschaftsgartens. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit gartendenkmalpflegerischen Fallbeispielen. Dabei wird u. a. Gartendenkmalpflege als Aufgabenfeld freischaffend tätiger LandschaftsarchitektInnen am Beispiel des Büros Wörner diskutiert. Dem Parkpflegewerk Ludwigsburg und den Schlossgärten Bruchsal und Rastatt sind weitere Studien gewidmet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dann auf Architekturen und Skulpturen in historischen Gärten und damit zusammenhängenden denkmalpflegerischen Fragen. Solche werden am Beispiel des Weikersheimer Figurenprogramms, des Merkur-Tempels im Schwetzinger Park und der restaurierten goldenen Figuren im Heckentheater des Großen Gartens in Hannover-Herrenhausen thematisiert.
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Hájos Géza and Joachim Wolschke-Bulmahn

Mit Dieter Hennebos Buch Gartendenkmalpflege von 1985 wurde in der Denkmalpflege ein neues Denken gegenüber historischen Gärten befördert und ihre Erhaltung und Pflege hat eine solide Grundlage erhalten. Die Vielfalt der bis dahin gesammelten Erfahrungen konnte mit diesem Werk weiter systematisch geordnet und die theoretische und praktische Basis der Gartendenkmalpflege gefestigt werden. Vorstellungen über Gartendenkmalpflege im Spannungsfeld von Konservieren und Rekonstruieren wurden seitdem intensiv debattiert. Vor allem das Thema «Rekonstruktion», bedingt durch häufig auf politischen Druck und aus Marketinggründen beförderte Projekte, ist in der jüngsten Vergangenheit bisweilen emotional diskutiert worden. Dabei wurden Positionen vertreten, die spektakuläre «Rekonstruktionen», zum Beispiel die des Hortus Palatinus, befürworten, aber auch jede Form der Rekonstruktion ablehnen. Für letztere liegt der gesellschaftliche Auftrag dieser jungen Disziplin vorwiegend in der Erhaltung der noch vorhandenen Pflanzenbestände. Wenn diese altersmäßig verschwinden, wird eine zeitgemäße künstlerische Fortsetzung und nicht eine Rekonstruktion vorgesehen. Band 9 der CGL-Studies resultiert aus einem Workshop, der im Dezember 2007 in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Historische Gärten in der DGGL an der Leibniz Universität Hannover stattfand. Die Herausgeber haben den Titel «Gartendenkmalpflege zwischen Konservieren und Rekonstruieren» programmatisch gewählt. Er soll darauf verweisen, dass die Gartendenkmalpflege die Anlagen als Einzelfälle behandeln und je nach der konkreten Problematik Methoden wie das Konservieren, das Restaurieren und das Rekonstruieren in Erwägung ziehen und miteinander vernetzen sollte.
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Joachim Wolschke-Bulmahn and Gert Gröning

Die Entwicklung des Naturschutzes in Deutschland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert ist an sehr unterschiedliche politische Systeme gebunden. Von den autoritären Strukturen des Kaiserreiches zum ersten demokratisch verfassten deutschen Staat, der Weimarer Republik, über die nationalsozialistische Diktatur bis hin zu zwei deutschen Staaten, der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland: Naturschutz fand im Rahmen recht unterschiedlicher gesellschaftspolitischer Bedingungen statt. Den Workshop Naturschutz und Demokratie!? führte das Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Universität Hannover in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin und der Stiftung Naturschutzgeschichte im November 2004 durch. Er wurde vom damaligen Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Jürgen Trittin, gefördert. Die in diesem Band enthaltenen Beiträge der Veranstaltung geben vielfältige Einblicke in Facetten der Entwicklung des Naturschutzes in Deutschland.

Die Bedeutung der sozialen Dimension und die ehrenamtliche Tätigkeit im Naturschutz werden ebenso angesprochen wie Fragen zur Kritikfähigkeit jüngerer Geschichtsschreibung hinsichtlich autoritärer Tendenzen des Naturschutzes. Erstmals wird dem Zusammenhang zwischen Religion und Naturschutz am Beispiel des Judentums nachgegangen, den die fachspezifische Geschichtsschreibung bislang weitgehend ignorierte.
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Landschaft - Architektur - Kunst - Design

Norbert Schittek zum 60. Geburtstag

Eberhard Eckerle and Joachim Wolschke-Bulmahn

Dem Band 4 der CGL-Studies kommt innerhalb der Schriftenreihe eine gewisse Sonderstellung zu. Er ist nicht unmittelbar der Vermittlung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse gewidmet, die am Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Universität Hannover erarbeitet wurden – eine der primären Zielsetzungen der Reihe. Vielmehr werden unter dem Titel Landschaft, Architektur, Kunst, Design anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Norbert Rob Schittek, 2002 geschäftsführender Leiter des CGL, Texte recht unterschiedlichen Charakters publiziert. Darunter sind solche, die sich mit der Geschichte von Gartenkultur und -kunst und der Professionsgeschichte der Landschaftsarchitektur sowie mit zeitgenössischer Landschaftsarchitektur, insbesondere an ihren Schnittstellen zu Kunst, Architektur und Städtebau, befassen. Andere Beiträge sind von ausgesprochen persönlichem Charakter mit direkten Bezugnahmen auf die Person N. R. Schitteks. Die noch junge Geschichte des CGLs und seine Aktivitäten in den vergangenen Jahren werden ebenfalls thematisiert.
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Die Kunst, Landschaft neu zu erfinden

Zu Werk und Wirken von Bernard Lassus

Andrea Koenecke, Udo Weilacher and Joachim Wolschke-Bulmahn

Bernard Lassus hat der internationalen Landschaftsarchitektur der vergangenen drei Jahrzehnte wie nur wenige andere wichtige Impulse gegeben. Er ist nicht nur ein querdenkender Landschaftsarchitekt und Künstler, sondern wirkt in seinen Arbeiten auch als Historiker, Konservator, Archäologe, Botaniker und Gärtner. Mit seinen Projekten widmet er sich den Landschaften von Autobahnen und Industriebrachen ebenso wie historischen Gärten und den «vernacular gardens», den nicht-professionell angelegten Gärten und der Ideenwelt ihrer Besitzer. Anlässlich seines 80. Geburtstags ist ihm ein Band gewidmet, der wesentliche Facetten seines Werks und Wirkens für ein internationales und deutschsprachiges Fachpublikum erschließen möchte. Die diesen Band einleitenden Beiträge beleuchten Lassus Werk aus einer internationalen Perspektive. Mit Stephen Bann, Michel Conan und John Dixon Hunt nehmen Autoren dazu Stellung, die seit drei Jahrzehnten mit Lassus zusammenarbeiten und mit seinen landschaftsarchitektonischen Projekten wie auch mit seinen theoretischen Vorstellungen vertraut sind wie wohl niemand sonst. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Wirken von Lassus in Deutschland und vor allem an der Gesamthochschule Kassel in den 1980er Jahren sowie aktuell an der Leibniz Universität Hannover. Eine Auswahl von Beiträgen Bernard Lassus aus deutschsprachigen Fachzeitschriften und Buchpublikationen wird im zweiten Teil des Bandes präsentiert und bietet einen Einblick in seine Sicht der Landschaftsarchitektur.
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Hubertus Fischer, Julia Matveev and Joachim Wolschke-Bulmahn

Formen der Natur- und Landschaftswahrnehmung in literarischen und pragmatischen Texten bilden erst in jüngerer Zeit einen Gegenstand der interdisziplinären Forschung. Ein besonderes Desiderat stellte in diesem Zusammenhang die Wahrnehmung von Natur und Landschaft in deutschsprachiger jüdischer und christlicher Literatur des vergangenen Jahrhunderts dar. Das ist umso bemerkenswerter, als Natur und Landschaft, sowohl real wie imaginär, gerade in der Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine herausragende Rolle spielen. Transformationen überkommener Naturkonzeptionen und Wandlungen des Landschaftsbegriffs treten dabei mit unterschiedlicher Intensität hervor. Eine Tagung am Van Leer Jerusalem Institute war im September 2008 entsprechenden Fragestellungen gewidmet. Die Tagung wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Leibniz Universität Hannover und dem Franz Rosenzweig Minerva Research Center for German-Jewish Literature and Cultural History, The Hebrew University of Jerusalem, durchgeführt. Auf ihr präsentierten Expertinnen und Experten der Literaturwissenschaft, Landschaftsarchitektur und Geschichte der Gartenkultur Beiträge, die einen Bogen spannten von der Funktion der Landschaft in Döblins Berlin Alexanderplatz über die biblischen Landschaften Thomas Manns bis hin zur Natur- und Landschaftsthematik in der Kinder- und Jugendbuchliteratur sowie in der Tagebuchliteratur von Immigranten und Verfolgten. Die in diesem Band versammelten Beiträge knüpfen an verschiedene Ansätze einer früheren Tagung an, deren Ergebnisse als Band 5 der CGL-Studies, Gärten und Parks im Leben der jüdischen Bevölkerung nach 1933, veröffentlicht wurden.