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«Auf fremdem Boden»

Studien zu den französischen Quellen von Georg Büchners Werken

Jochen Bertheau

Ein genaues Studium französischer Werke des 18. und 19. Jahrhunderts ermöglicht es, den Werken Georg Büchners bisher nicht bekannte Quellen zuzuordnen. In dieser Arbeit werden unter anderem Werke Madame Rolands, Mussets, Vignys und Gautiers als Quellen identifiziert sowie Werke Merciers und Thiers’ aus neuer Perspektive betrachtet. Als Resultat dieser Betrachtungen ergeben sich für Dantons Tod eine Textkorrektur und ein besseres Verständnis der Studien, die Büchner in Bezug auf die Französische Revolution vornahm, da z.B. auch die Verfassung von 1793 als eine Quelle anzusehen ist. Für den geplanten Pietro Aretino ergibt sich ein detaillierter Handlungsplan, den Büchner gekannt haben muß. Schließlich wird ein Text vorgestellt, der möglicherweise von Georg Büchner stammt und bisher unbekannt ist. Im Anhang werden Quellentexte wiedergegeben, wie Büchner sie exzerpiert haben könnte.
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Eine komplizierte Bewandtnis

Der junge Thomas Mann und die französische Literatur

Jochen Bertheau

Der junge Thomas Mann ließ sich künstlerisch und ideologisch viel mehr von französischer Literatur beeinflussen, als man gemeinhin annimmt. Nach seinen frühen Vorbildern Heinrich Mann und Hermann Bahr ahmte er Baudelaires Prosagedichte nach und stand zeitweilig dem präfaschistischen Caesarismus von Bourget, Gobineau, Barrès u. a. nahe. Aber auch literarisch lieferten ihm die Romane, Dramen und Essays dieser Autoren vielfache Anregungen. Nach seiner Wende zum Naturalismus wählte er sich konkrete Vorbilder in den Werken von Zola, Flaubert, Renan, vor allem aber von Maupassant und der Brüder Goncourt, in der Thematik, im ironischen Stil und in der Mitleidsethik.
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Jochen Bertheau

Keine Periode in Hölderlins Leben erscheint den Biographen und Interpreten so rätselhaft und dennoch von Konsequenzen belastet (das Irresein) wie die Frankreichreise von Straßburg über Lyon nach Bordeaux, der Aufenthalt dort beim Consul Meyer und die Rückkehr (mit Raubüberfall, daher Weiterreise zu Fuß) über Paris und Straßburg. Aus Untersuchungen in französischen Archiven ergaben sich zahlreiche neue Details, die auch wichtig für die Interpretation einiger später Hymnen werden. Außerdem wird Hölderlins Verhältnis zu Rousseau, Hemsterhuis, Helvétius und zur Französischen Revolution aus der Deutung des Gesamtwerks neu gewichtet.
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Der Geist der Freude

Studien zu den Vorlagen, zur Textgestaltung und zu den Konzeptionen der Jugendwerke des «anderen» Goethe

Jochen Bertheau

Die Werte, die in den Konzeptionen der Jugendwerke Goethes (bis zu Iphigenie, Faust und Meister) zum Ausdruck kommen, widersprechen grundsätzlich jenen des alten Goethe (Entsagung): Freude, Liebe, Mitleid. Neu gefundene Quellen zu Goethes Vorfahren, zu den Hochgradlogen und zu bisher vernachlässigten Werken von Voltaire oder Rousseau sowie Vergleiche der ersten mit späteren Fassungen und philologisch belegbare Ergänzungen zu fragmentarischen Werken erlauben fast überall eine neue Sicht auf die Werke des «anderen» Goethe, wie man neuerdings sagt. Auch die politische Gesinnung des jungen Goethe nähert ihn den revolutionären Werten von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
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Jochen Bertheau

Jochen Bertheau befasst sich mit Goethes wohl bekanntesten Werk, dem «Faust I». Der Dichter selbst bezeichnete seine Arbeit gelegentlich als Fragment und widersprüchlich in der Konzeption, verteidigte aber gegenüber kritischen Lesern wie Wieland oder Luden das Prinzip, in der Poesie gebe es keine Widersprüche. In Wahrheit schloss er in Italien zwei verschiedene Faust-Dramen fast ab: Im «Ur-Faust» wurde er stark vom Scharlatan Schrepfer, in der Faustoper vom barocken Schultheater 1786 in Regensburg beeinflusst – beides ist bisher nicht untersucht worden. Mit Hilfe der Paralipomena kann man Bertheau zufolge zwei ganz verschiedene Dramen herausschälen: eine Tragödie und eine Oper. Um aufführungsreife Texte zu gewinnen, nahm der Autor minimale weitere Ergänzungen vor. Neben der eingehenden Untersuchung zur Entstehung beider Dramen erforscht Bertheau auch die Funktion der beiden Nummernpläne.