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Julian Uher

Das industriell-kapitalistische Wirtschaftssystem befindet sich auf dem Weg zur effektivsten Wirtschaftsform, die es in der Geschichte jemals gegeben hat. Der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft nimmt jedoch im Zuge dieser Entwicklung systembedingt ab. Die neuen Gewinne werden mittels Kosteneinsparungen und Marktbeherrschung erzielt. Die Konjunkturpolitik spielt dagegen nur mehr eine untergeordnete Rolle. Die Kapitalakkumulation hat das Stadium eines sich selbst tragenden Prozesses erreicht!
Aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge erhebt der Autor die strukturpolitische Forderung, am Dienstleistungssektor ein den marktwirtschaftlichen Arbeitsmarkt ergänzendes System sui generis mit Hilfe alternativer Beschäftigungspolitik zu schaffen. Angestrebt wird der Ausbau des Non-Profit-Bereiches, der von Erziehung, Sozialarbeit und Sozialdiensten, Nachbarschaftshilfe, freier Betätigung, über das Gesundheitswesen bis zu Wissenschaft, Kunst, Kultur und Religion reicht. Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips sollen die Impulse für den Non-Profit-Bereich von individueller Eigenverantwortung und der subsidiären Verantwortung der Solidargemeinschaften ausgehen. Die in einem solchen volkswirtschaftlichen Sektor sui generis geleistete Wertschöpfung basiert im Gegensatz zu der sich immer kapitalintensiver entwickelnden Erwerbswirtschaft überwiegend auf wissensorientierter bzw. solidarisch motivierter menschlicher Arbeitskraft, wodurch auch dem zeitgemäßen Prinzip qualitativen Wachstums entsprochen wird.