Search Results

You are looking at 1 - 3 of 3 items for

  • Author or Editor: Margrit Hansen x
Clear All Modify Search
Restricted access

Sustainable Development als Paradigma moderner Pädologie bei Ellen Key

Überlegungen zur nachhaltigen Entwicklung von Menschheit und Menschlichkeit durch neue Generationsverträge beider Geschlechter an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert

Margrit Hansen

Die Forschungsarbeit setzt sich mit dem Begriff Sustainable Development auseinander. Dieser normative Begriff bekommt 1987 durch den Brundtland-Bericht seine entscheidende Kontur. Der in Misskredit gekommene Begriff der Entwicklung wird mit dem ökologischen, nachhaltigen Wirtschaften in Verbindung gebracht. Die Schwedin Ellen Key steht schon zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert für ein mehrdimensionales Verständnis von sozialen Entwicklungsprozessen mit zwei Schwerpunkten: Entwicklung des Kindes zu einer humanen Persönlichkeit und Beseitigung einer negativen strukturellen Dynamik, erzeugt durch die Diskriminierung der Frau. Zwischen den familiären und gesellschaftlichen Beziehungsstrukturen kommt es zu Resonanzphänomenen. Zur Erzielung einer positiven Strukturkopplung wird von Key ein partnerschaftlicher Gesellschaftsvertrag beider Geschlechter eingefordert.
Restricted access

Neues Licht auf Ellen Key

Quo vadis Europa? Biographische Skizzen über eine europäische Vordenkerin

Margrit Hansen

Das Buch widmet sich der schwedischen Philosophin Ellen Key (1849–1926), die bereits um 1900 den Begriff der Entwicklung mit ökologischem und nichtzerstörerischem Wirtschaften in Verbindung brachte. Sie analysierte die Schlüsselprobleme, Gerechtigkeit, Freiheit, Sicherung des Weltfriedens und Bewahrung der lebendigen Schöpfung. Key warnte bereits vor Gefährdungen, die erst die heutige Wissenschaft nachweisen und messen kann. Sie bewog als «Prophetin der Zukunft» und «Anwältin des Kindes» den polnisch-jüdischen Arzt Janusz Korczak Kinderrechte zu formulieren und wurde von den gleichgesinnten Visionären einer humaneren Zeit, Stefan Zweig und Martin Buber, verehrt. Im Angesicht gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen bleibt Keys Gesamtwerk hochaktuell.

Restricted access

STEFAN ZWEIG UND ELLEN KEY. EINE BIOGRAFISCHE MINIATUR

Briefwechsel zwischen einem jungen österreichischen Dichter und einer schwedischen Philosophin und Gesellschaftsreformerin

Margrit Hansen

Im Jahre 1904 schreibt der junge Stefan Zweig zum ersten Mal an die von ihm verehrte Schwedin Ellen Key. Sie ist über 50, Zweig ist 23 Jahre alt. Es entwickelt sich ein fast 20 Jahre dauernder, vertrauensvoller Briefwechsel.

In diesen Briefen spiegelt sich zunächst die Entwicklung des jungen Dichters wider, später vor allem ungläubiges Entsetzen, als die kulturell verbundenen Menschen und Nationen Europas mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu Feinden werden.

Ab 1915 wird in der Korrespondenz zwischen Zweig und Key deutlich, dass Resignation an Raum gewinnt. Der Krieg als humanitäre Katastrophe und Verbrechen gegen die Menschlichkeit lässt den Glauben an die Kraft von Literatur und Kunst schwinden.

Beide kämpfen aber weiter mit der Schreibfeder für den Frieden und warnen in Wort und Schrift vor Radikalisierung. Sie hoffen weiter, dass ein menschliches Gewissen mittels Sprache nachhaltig angerührt werden kann.