Search Results

You are looking at 1 - 10 of 34 items for

  • Author or Editor: Wolfgang Beutin x
Clear All Modify Search
Restricted access

«Rinnsteinkunst?»

Zur Kontroverse um die literarische Moderne während der Kaiserzeit in Deutschland und Österreich

Heidi Beutin and Wolfgang Beutin

An der Jahrhundertwende um 2000, die zugleich eine Jahrtausendwende war, befaßte sich die Forschung verstärkt mit der künstlerischen Moderne, die vor und nach 1900 dominierte. Diese führte einen eben solchen Bruch in den Künsten herbei wie wiederum ein Jahrhundert zuvor die «Kunstperiode» (in Deutschland mit Sturm und Drang, Klassik und Romantik). Die Autoren zeichnen die Lineamente der literarischen Moderne nach, wie sie sich in dem Richtungsstreit während der Kaiserzeit in Deutschland und Österreich manifestierte, einer Kontroverse, zu der Wilhelm II. das diffamierende Wort von der Rinnsteinkunst beisteuerte. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Berliner und mehr noch die Wiener Moderne mit ihren literarischen Theorien und inhaltlichen und formalen Innovationen, damit verbundene Probleme der Deutung und Bewertung, dazu ferner einige der wichtigsten Theoretiker der Moderne und deren Kritiker sowie charakteristische Motive.
Restricted access

Historiographie zwischen Mythologie und Ideologie

Zur Geschichtsschreibung des Mittelalters und zu einigen Formen der Geschichtsdichtung der Neuzeit

Heidi Beutin and Wolfgang Beutin

Bereits im Hochmittelalter war die Erkenntnis vorhanden: Der Wahrheit, der «via veritatis» sei die Geschichtsschreibung verpflichtet (Helmold von Bosau). Dennoch bewahrte diese damals sowie in den Folgejahrhunderten mythologische Einsprengsel in Fülle. In der Moderne entstanden mit neueren Mythen und neuen Ideologien Gedankenverknüpfungen, die dazu dienten, die Ziele zu verschleiern oder aggressiv zu überhöhen, die von führenden Interessenvertretern im Reich erstrebt wurden. Mythen und Ideologisches hefteten sich seit alters gern an Gestalten und Ereignisse der Geschichte Norddeutschlands. Daher überwiegen in den Anfangskapiteln der Untersuchung nicht zufällig die ‘norddeutschen’ Themen und Motive. Mit den späteren Kapiteln – über Dantes Geschichtssicht, über die Theorie des historischen Romans im Vormärz, über die Darstellung des 15. Jahrhunderts und der historischen Persönlichkeit des Jan Hus in einem Geschichtsroman des 19. Jahrhunderts sowie über Werke der Geschichtsbelletristik im Kaiserreich und in der Bundesrepublik (u. a. auch mit der Thematik der Revolution von 1848) – wird das norddeutsche Terrain verlassen, um das größere deutsche und europäische zu betreten.
Restricted access

«Schöne Seele, roter Drache»

Zur deutschen Literatur im Zeitalter der Revolutionen

Heidi Beutin and Wolfgang Beutin

In den dreizehn Kapiteln dieses Buches untersuchen die Autoren dichterische Werke und literarische Themen aus der Spanne zwischen dem Ende des 18. und dem Ende des 20. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Revolutionen. Schöne Seele und roter Drache bilden dabei Chiffren für zwei primäre Sujets, welche in der genannten Epoche vor anderen den Vorzug genießen: Weiblichkeit und Revolution. Der Revolutionsbegriff erfährt hier eine Erweiterung: Er umfaßt wie in der französischen Aufklärung neben der konventionellen Bedeutung auch die der ‘Revolutionen des Geistes’, in diesem Buch zum Beispiel die Psychoanalyse. Zu den Untersuchungsgegenständen zählen vor allem: Aspekte der Werke Lessings, Goethes, Schillers und Heines, die unterschiedlichen Heine-Bezüge in den Schriften Sigmund Freuds sowie Motive aus avantgardistischen Dichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts, von Robert Griepenkerl, Robert Musil, Gertrud Kolmar, Romain Rolland und Eberhard Hilscher.
Restricted access

Aphrodites Wiederkehr

Beiträge zur Geschichte der erotischen Literatur von der Antike bis zur Neuzeit

Wolfgang Beutin

Literaturgeschichten, Handbücher und Nachschlagewerke lassen es nicht immer gleich erkennen, wie groß in Wahrheit der Anteil erotischer Dichtungen am Fundus der überlieferten Literatur ist. Ob man ihn vielleicht sogar als zentrale Komponente des Gesamtbestands sieht, hängt von der Definition erotischer Literatur ab: Fallen darunter lediglich Beispiele mit offener Gestaltung sexueller Motive oder auch solche mit verhüllender Gestaltung? – Wobei die verdrängte Sexualität dann in entstellter Form durchscheint. – In diesem Buch wird das Vorkommen einiger der häufigsten Grundmotive erotischen Charakters in der Geschichte der Dichtung untersucht, ausgehend von den Metamorphosen der Göttin der Liebe, die im Altertum große Verehrung erfuhr – als dichterisches Motiv nachweisbar von Homer bis gegen 500 n. Chr. – Durch die neue religiöse Lehre gestürzt, war sie im frühen Mittelalter geächtet, doch gelang ihr noch im Mittelalter eine Wiederkehr in der Dichtung und Kunst. Ihrer Rehabilitation folgte eine vermehrte Befassung mit sexuellen Motiven, vor allem solchen aus den Problemkreisen der Objektwahl, wie zum Beispiel Prostitution, Don Juanismus und der Geschlechtsrollenwahl – die Kriegerin, der Held als Frau kaschiert.
Restricted access

Anima

Untersuchungen zur Frauenmystik des Mittelalters- Teil 2: Ideengeschichte, Theologie und Ästhetik

Wolfgang Beutin

Anima ist eine erstaunliche Dame. Mystische Texte erzählen von ihren abenteuerlichen Fahrten, Fährnissen und Erfahrungen in den Bezirken des Diesseits und Jenseits. Hier liegt nun der zweite Teil von Wolfgang Beutins Gesamtwerk vor, das von ihr handelt. Nachdem der Verfasser im ersten Teil einen Forschungsüberblick gegeben hatte, versucht er im zweiten Teil eine Analyse der Grundkategorien, die bei der Befassung mit der Geschichte und Theorie der Mystik des Mittelalters - vor allem der Frauenmystik - benötigt werden. In drei Abschnitten setzt er sich mit der Ideenwelt auseinander, wodurch die Mystik und das mystische Schrifttum gekennzeichnet sind, insbesondere auch mit ihrem theologischen Fundament: den Begriffen «Gott», «Erfahrung» und «Seele» (anima), sowie mit der Ästhetik der mystischen Niederschriften. Diese Überlegungen des Autors zielen auf eine spezifische Literaturtheorie der Mystik.
Restricted access

Anima

Untersuchungen zur Frauenmystik des Mittelalters- Teil 3: Tiefenpsychologie - Mystikerinnen

Wolfgang Beutin

Anima ist eine erstaunliche Dame. Mystische Texte erzählen von ihren abenteuerlichen Fahrten, Fährnissen und Erfahrungen in den Bezirken des Diesseits und Jenseits. Hier liegt nun der dritte Teil von Wolfgang Beutins Gesamtwerk vor, das von ihr handelt. Im ersten Teil hatte der Verfasser einen Forschungsüberblick gegeben, im zweiten Teil eine Analyse der Grundkategorien, die bei der Befassung mit der Geschichte und Theorie der Frauenmystik benötigt werden. Im dritten Teil prüft er die Brauchbarkeit von Erkenntnissen und der Begrifflichkeit der Psychologie, insbesondere der Tiefenpsychologie, um das Instrumentarium der Mystikforschung zu komplettieren. Hiernach folgt die Untersuchung wichtiger Werke mittelalterlicher Frauenmystik: von Hildegard von Bingen, Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn, Gertrud der Großen von Helfta und Hadewijch.
Restricted access

Anima

Untersuchungen zur Frauenmystik des Mittelalters- Teil 1: Probleme der Mystikforschung - Mystikforschung als Problem

Wolfgang Beutin

Anima ist eine erstaunliche Dame. Mystische Texte erzählen von ihren abenteuerlichen Fahrten, Fährnissen und Erfahrungen in den Bezirken des Diesseits und Jenseits. Doch liegen der Erforschung des mystischen Textfundus - besonders der Werke von Frauen - ernste Probleme im Wege. Das schwierigste davon ist die Mystikforschung selbst, die eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit dem mystischen Schrifttum behindert. Daher mahnt der Verfasser eine «feuerbachische Wende der Mystikforschung» an - Mystik und ihre schriftliche Hinterlassenschaft sollen als Produktion von Menschen, der menschlichen Seele selbst, verstanden werden. Zur Erforschung schlägt er ein interdisziplinäres Instrumentarium vor: Geschichtswissenschaften (Profan- und Kirchengeschichte, Mediävistik), die Literaturwissenschaften, Philosophie (als Ideologiekritik) sowie Theologie und - grundlegend - Tiefenpsychologie.
Restricted access

«Die Revolution tritt in die Literatur»

Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte von Thomas Müntzer bis Primo Levi

Wolfgang Beutin

Die Verbindung von Literatur und Revolutionsmotiv vollzog sich in der deutschen und europäischen Literatur - von der Reformation bis ins 20. Jahrhundert - mehrmals. Mit ihr befaßt sich der Autor anhand von Schriften Thomas Müntzers (Reformation), Carl Gustav Jochmanns (Vormärz) sowie von Marx, Engels und Franz Mehring. Er belegt die Relevanz einzelner frühneuzeitlicher Revolutionen, z.B. der Französischen Revolution, für den Prozeß der Literaturgeschichte. Der Revolutionsbegriff schließt auch ein, was in der Aufklärung «Revolution des Geistes» hieß, und in einigen Aufsätzen konzipiert der Autor selber eine solche ( Frau Welt). Darüber hinaus spürt er geistigen Umwälzungsvorgängen nach, die sich als genuiner Avantgardismus der Moderne (im Gegensatz zur «modischen Moderne») niedergeschlagen haben, so z.B. bei Ernst Barlach oder Primo Levi. Mit dem Aufsatz Erkenntnis, Affekt und Phantasie legt der Autor schließlich eine eigene Literaturtheorie dar.
Restricted access

Der radikale Doktor Martin Luther

Ein Streit- und Lesebuch- Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage

Wolfgang Beutin

Ziel des Verfassers ist es, aus Luthers Grundschriften seine Theologie unter dem Gesichtspunkt ihrer Radikalität zu erfassen, wie diese sich in seiner Argumentation gegen die Papstkirche und ihre Machtbastionen sowie in der Entwicklung reformatorischer Grundeinsichten manifestiert. Mit seiner Berufung auf den Freiheits- und Gleichheitsgedanken wie mit der Forderung der Wählbarkeit und Absetzbarkeit von Autoritäten steht er am Anfang der demokratischen Bewegung in Deutschland. Zwar wollte er seine Einsichten vorwiegend im kirchlichen und theologischen Bezirk angewendet wissen, doch sie übersprangen dessen Grenzen und bildeten Keime der künftigen Demokratie. Sie inspirierten die Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und fanden sich wieder als Parolen der Französischen Revolution.
Restricted access

Wolfgang Beutin

Der Satiriker Karl Kraus (1874-1936) begann als Kritiker der Literatur und der Korruption in der Presse. Von hier gelangte er zur Justizkritik, die schließlich in eine grandiose Ideologie- und Kulturkritik mündete. Er bekämpfte den Nationalismus-Chauvinismus, den Rassismus, den Nationalsozialismus und den Krieg. Seine Aufgaben sah er in der Förderung des Friedensgedankens, in der «Verteidigung der Menschheit» und der Schöpfung, der Frauen und der Liebe. Seine literarische Meisterschaft bewährte er in zahlreichen Beiträgen seiner Zeitschrift Die Fackel, die 37 Jahre hindurch erschien, in seinen Dichtungen (Dramen, Aphorismen, Lyrik) und in den Bearbeitungen von Texten der Künstler, die er über alles schätzte (Shakespeare, Johann Nestroy, Jacques Offenbach). In diesem Buch werden einige ausgewählte Probleme aufgegriffen, die für eine Gesamtinterpretation der literarischen Hinterlassenschaft von Kraus wesentlich sind.