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  • Author or Editor: Wolfgang Beutin x
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«Schöne Seele, roter Drache»

Zur deutschen Literatur im Zeitalter der Revolutionen

Heidi Beutin and Wolfgang Beutin

In den dreizehn Kapiteln dieses Buches untersuchen die Autoren dichterische Werke und literarische Themen aus der Spanne zwischen dem Ende des 18. und dem Ende des 20. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Revolutionen. Schöne Seele und roter Drache bilden dabei Chiffren für zwei primäre Sujets, welche in der genannten Epoche vor anderen den Vorzug genießen: Weiblichkeit und Revolution. Der Revolutionsbegriff erfährt hier eine Erweiterung: Er umfaßt wie in der französischen Aufklärung neben der konventionellen Bedeutung auch die der ‘Revolutionen des Geistes’, in diesem Buch zum Beispiel die Psychoanalyse. Zu den Untersuchungsgegenständen zählen vor allem: Aspekte der Werke Lessings, Goethes, Schillers und Heines, die unterschiedlichen Heine-Bezüge in den Schriften Sigmund Freuds sowie Motive aus avantgardistischen Dichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts, von Robert Griepenkerl, Robert Musil, Gertrud Kolmar, Romain Rolland und Eberhard Hilscher.
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Historiographie zwischen Mythologie und Ideologie

Zur Geschichtsschreibung des Mittelalters und zu einigen Formen der Geschichtsdichtung der Neuzeit

Heidi Beutin and Wolfgang Beutin

Bereits im Hochmittelalter war die Erkenntnis vorhanden: Der Wahrheit, der «via veritatis» sei die Geschichtsschreibung verpflichtet (Helmold von Bosau). Dennoch bewahrte diese damals sowie in den Folgejahrhunderten mythologische Einsprengsel in Fülle. In der Moderne entstanden mit neueren Mythen und neuen Ideologien Gedankenverknüpfungen, die dazu dienten, die Ziele zu verschleiern oder aggressiv zu überhöhen, die von führenden Interessenvertretern im Reich erstrebt wurden. Mythen und Ideologisches hefteten sich seit alters gern an Gestalten und Ereignisse der Geschichte Norddeutschlands. Daher überwiegen in den Anfangskapiteln der Untersuchung nicht zufällig die ‘norddeutschen’ Themen und Motive. Mit den späteren Kapiteln – über Dantes Geschichtssicht, über die Theorie des historischen Romans im Vormärz, über die Darstellung des 15. Jahrhunderts und der historischen Persönlichkeit des Jan Hus in einem Geschichtsroman des 19. Jahrhunderts sowie über Werke der Geschichtsbelletristik im Kaiserreich und in der Bundesrepublik (u. a. auch mit der Thematik der Revolution von 1848) – wird das norddeutsche Terrain verlassen, um das größere deutsche und europäische zu betreten.
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«Rinnsteinkunst?»

Zur Kontroverse um die literarische Moderne während der Kaiserzeit in Deutschland und Österreich

Heidi Beutin and Wolfgang Beutin

An der Jahrhundertwende um 2000, die zugleich eine Jahrtausendwende war, befaßte sich die Forschung verstärkt mit der künstlerischen Moderne, die vor und nach 1900 dominierte. Diese führte einen eben solchen Bruch in den Künsten herbei wie wiederum ein Jahrhundert zuvor die «Kunstperiode» (in Deutschland mit Sturm und Drang, Klassik und Romantik). Die Autoren zeichnen die Lineamente der literarischen Moderne nach, wie sie sich in dem Richtungsstreit während der Kaiserzeit in Deutschland und Österreich manifestierte, einer Kontroverse, zu der Wilhelm II. das diffamierende Wort von der Rinnsteinkunst beisteuerte. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Berliner und mehr noch die Wiener Moderne mit ihren literarischen Theorien und inhaltlichen und formalen Innovationen, damit verbundene Probleme der Deutung und Bewertung, dazu ferner einige der wichtigsten Theoretiker der Moderne und deren Kritiker sowie charakteristische Motive.
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Der Fall Grass

Ein deutsches Debakel

Wolfgang Beutin

Es ist ein seltenes Vorkommen, daß in Deutschland ein Schriftsteller zu seinem 80. Geburtstag durch einen Festakt in Anwesenheit des Bundespräsidenten geehrt wird, wie es dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass 2007 geschah. Er gilt im In- und Ausland weithin als der repräsentative deutsche Gegenwartsautor, obschon er und sein Schaffen verschiedentlich im Mittelpunkt von Affären standen wie 2006, als er nach über sechzig Jahren seine frühere Zugehörigkeit zur Waffen-SS eingestand. In dieser literaturwissenschaftlichen Untersuchung werden Auszüge seines Werks (Romane, Reden) und Momente seines Wirkens während eines halben Jahrhunderts unter einer Mehrzahl von Aspekten analysiert: seine eigene Sicht der Autor-Rolle (Ablehnung von Utopie, Weltanschauung, Ideologie), Präzeptor-Mentalität, politische Einstellung, ‘Antipsychologie’ und Psychologie, Frauenbild, literarische Technik und Sprache, seine Förderer und Kritiker. Es wird nach dem Verbindenden zwischen den hier angedeuteten Facetten des Phänomens Grass gefragt und danach, ob sich ein organisierendes Zentrum ermitteln lasse, wovon Grundzüge seiner Schriften und seiner außerliterarischen Tätigkeit determiniert sind.
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Aphrodites Wiederkehr

Beiträge zur Geschichte der erotischen Literatur von der Antike bis zur Neuzeit

Wolfgang Beutin

Literaturgeschichten, Handbücher und Nachschlagewerke lassen es nicht immer gleich erkennen, wie groß in Wahrheit der Anteil erotischer Dichtungen am Fundus der überlieferten Literatur ist. Ob man ihn vielleicht sogar als zentrale Komponente des Gesamtbestands sieht, hängt von der Definition erotischer Literatur ab: Fallen darunter lediglich Beispiele mit offener Gestaltung sexueller Motive oder auch solche mit verhüllender Gestaltung? – Wobei die verdrängte Sexualität dann in entstellter Form durchscheint. – In diesem Buch wird das Vorkommen einiger der häufigsten Grundmotive erotischen Charakters in der Geschichte der Dichtung untersucht, ausgehend von den Metamorphosen der Göttin der Liebe, die im Altertum große Verehrung erfuhr – als dichterisches Motiv nachweisbar von Homer bis gegen 500 n. Chr. – Durch die neue religiöse Lehre gestürzt, war sie im frühen Mittelalter geächtet, doch gelang ihr noch im Mittelalter eine Wiederkehr in der Dichtung und Kunst. Ihrer Rehabilitation folgte eine vermehrte Befassung mit sexuellen Motiven, vor allem solchen aus den Problemkreisen der Objektwahl, wie zum Beispiel Prostitution, Don Juanismus und der Geschlechtsrollenwahl – die Kriegerin, der Held als Frau kaschiert.
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Das Weiterleben alter Wortbedeutungen in der neueren deutschen Literatur bis gegen 1800

Zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage- Mit einem Beitrag von Ulrich Knoop und Michael Mühlenhort

Wolfgang Beutin

Das Buch ist ein Beitrag zur Semasiologie oder historischen Lexikologie. Der Verfasser untersucht das Weiterleben historischer – nicht selten totgesagter – Wortbedeutungen in älteren Texten aus dem Zeitraum zwischen Luther und Heine. Sein vornehmlicher, wenn auch nicht einziger Gesichtspunkt ist die Möglichkeit der Erhellung dunkel gewordener Wörter durch den Rückgriff auf mittelalterliche Bedeutungsbestände. Die Arbeitsbasis bilden vorzugsweise Dichtungen aus dem 16. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts, außerdem Abhandlungen, Essays usw. Ziel ist es, Vorarbeit für ein genaueres Textverständnis und die adäquate Textinterpretation zu leisten. Untersuchungsgegenstand ist ein Fundus von knapp 2.000 Wörtern, die alle in einem Wortregister aufgeführt sind. Der neuen Auflage stellen Ulrich Knoop und Michael Mühlenhort einen Eingangsbeitrag voran. In diesem schreiben sie, das Buch bedeute die erneute Festigung einer schon damals – d.h. 1972, zum Zeitpunkt des Erscheinens der Erstauflage – vernünftigen Positionierung im Bedeutungserklärungsdschungel.
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Preisgekrönte

Zwölf Autoren und Autorinnen von Paul Heyse bis Herta Müller- Ausgewählte Werke, sprachkritisch untersucht

Wolfgang Beutin

Karl Kraus entwickelte 1930 die Idee, das Œuvre eines zeitgenössischen deutschen Literaturnobelpreisträgers sprachkritisch zu untersuchen und zu fragen, ob es die Auszeichnung rechtfertige. Sprachkritik hieß in seiner Sicht nicht in erster Linie Feststellung von Verstößen gegen die Grammatik und Stilistik (dies nur dann, falls die Ehrung ausdrücklich mit der sprachlichen Meisterschaft eines Autors begründet wurde), sondern fungiert im weiteren Sinne als Stilkritik unter Einschluß der Kritik des Denkstils, die weiter zur Einschätzung der Denkweise führt (Ideologiekritik). In diesem Buch wird die Idee von Kraus ausweitend aufgenommen und auf ausgewählte Werke deutschsprachiger Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts angewendet. Sieben von ihnen erhielten den Literaturnobelpreis, und auch die fünf anderen Autoren gehören zu den meist ausgezeichneten mit teilweise Dutzenden von Literaturpreisen.
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Mechanismen der Trivialliteratur

Zur Wirkungsweise massenhaft verbreiteter Unterhaltungslektüre

Wolfgang Beutin

In einer Untersuchung von etwa 170 Romanen und Novellen der Trivialliteratur aus der Zeit von 1849 bis 1945 werden die «Mechanismen» dieser Texte aufgezeigt. Die herangezogenen Werkgruppen sind: der Liebesroman, der Frauenroman, der historische Roman, der Gesellschaftsroman, der Abenteuerroman, der Bergroman und der biographische Roman. Die unterschiedlichen Romantypen weisen auf verschiedene Elemente in der Textur zurück – es wird analysiert, wie diese «Mechanismen» die Schriften an das Interesse des Publikums banden und die Inhalte mit der gesellschaftlichen Psychologie und der Ideologie der Lesenden verknüpften.
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Anima

Untersuchungen zur Frauenmystik des Mittelalters- Teil 3: Tiefenpsychologie - Mystikerinnen

Wolfgang Beutin

Anima ist eine erstaunliche Dame. Mystische Texte erzählen von ihren abenteuerlichen Fahrten, Fährnissen und Erfahrungen in den Bezirken des Diesseits und Jenseits. Hier liegt nun der dritte Teil von Wolfgang Beutins Gesamtwerk vor, das von ihr handelt. Im ersten Teil hatte der Verfasser einen Forschungsüberblick gegeben, im zweiten Teil eine Analyse der Grundkategorien, die bei der Befassung mit der Geschichte und Theorie der Frauenmystik benötigt werden. Im dritten Teil prüft er die Brauchbarkeit von Erkenntnissen und der Begrifflichkeit der Psychologie, insbesondere der Tiefenpsychologie, um das Instrumentarium der Mystikforschung zu komplettieren. Hiernach folgt die Untersuchung wichtiger Werke mittelalterlicher Frauenmystik: von Hildegard von Bingen, Mechthild von Magdeburg, Mechthild von Hackeborn, Gertrud der Großen von Helfta und Hadewijch.
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Anima

Untersuchungen zur Frauenmystik des Mittelalters- Teil 1: Probleme der Mystikforschung - Mystikforschung als Problem

Wolfgang Beutin

Anima ist eine erstaunliche Dame. Mystische Texte erzählen von ihren abenteuerlichen Fahrten, Fährnissen und Erfahrungen in den Bezirken des Diesseits und Jenseits. Doch liegen der Erforschung des mystischen Textfundus - besonders der Werke von Frauen - ernste Probleme im Wege. Das schwierigste davon ist die Mystikforschung selbst, die eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit dem mystischen Schrifttum behindert. Daher mahnt der Verfasser eine «feuerbachische Wende der Mystikforschung» an - Mystik und ihre schriftliche Hinterlassenschaft sollen als Produktion von Menschen, der menschlichen Seele selbst, verstanden werden. Zur Erforschung schlägt er ein interdisziplinäres Instrumentarium vor: Geschichtswissenschaften (Profan- und Kirchengeschichte, Mediävistik), die Literaturwissenschaften, Philosophie (als Ideologiekritik) sowie Theologie und - grundlegend - Tiefenpsychologie.