Search Results

You are looking at 1 - 10 of 274 items for :

  • All : rhetorik x
  • Law, Economics and Management x
Clear All
Restricted access

Rechtsklugheit

Beitrag zu einer Rhetorischen Rechtstheorie

Series:

Christian Nierhauve

Rechtsklugheit – Jurisprudenz – ist nicht Rechtswissenschaft. Die Rechtsklugheit ist die menschliche Fähigkeit, in einer kontingenten Praxis situationsangemessene Entscheidungen zu treffen; verstanden als eine habitualisierte Denk- und Handlungsweise vom begründenden Reden und begründeten Entscheiden. Idealvorstellungen von Rechtswissenschaft, Rechtslogik, Rechtsrationalität und Rechtsmethodik dominieren in der Gegenwart das rechtstheoretische Angebot der Selbstbeschreibungsmuster. Der vorwissenschaftliche Begriff Rechtsklugheit hingegen findet kein theoretisches Interesse. Angeregt durch die Vorarbeiten aus der sogenannten Rhetorischen Rechtstheorie schlägt der Verfasser die Rechtsklugheit im Reflexionsrahmen von praktischer Philosophie, Topik und Rhetorik als Bezeichnung für eine juridische Denk- und Handlungsweise vor.
Restricted access

Series:

Lewis Atholl Johnston

Das Buch betont die Bedeutung der Rhetorik für die Rechtsprechung und zeigt auf, dass sich die in juristischen Entscheidungen verwendete Argumentationsweise enthymematisch, also mittels rhetorischer Schlüsse, vollzieht. Früheren Studien zufolge sind in zahlreichen verfassungs- und verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen neben dem den Verstand ansprechenden Logos das emotive Pathos und das sozialcharakterliche Ethos vorhanden. Der Autor unterzieht amtsgerichtliche Strafentscheidungen einer rhetorischen Analyse, um aufzudecken, dass auch Strafrichter alle Wirkmittel der Rhetorik kunstvoll einzusetzen verstehen. Er kategorisiert und visualisiert die Argumentation der Entscheidungen und untersucht das Verhältnis von Logos und Pathos, um zu ermitteln, ob sich zuvor beobachtete Zusammenhänge zwischen diesen beiden rhetorischen Aspekten auch für die Strafgerichtsbarkeit bestätigen lassen.
Open access

Die rhetorische Konstruktion von Führung und Steuerung

Eine argumentationsanalytische Untersuchung deutschsprachiger Führungsgrundsätze

Series:

Dennis Jancsary

Die Studie widmet sich der Analyse der latent hinter den Regelungsinhalten deutschsprachiger Führungsgrundsätze wirkenden Sinn- und Bedeutungsdimension. Unter Rückgriff auf qualitativ-hermeneutische und argumentationsanalytische Methoden werden die unhinterfragten und typisierten Vorstellungen von Führung und Steuerung rekonstruiert sowie die rhetorischen und argumentativen Strategien identifiziert, mit welchen diese Vorstellungen diskursiv verankert werden. Die latenten Argumentationsmuster im Material zeigen einen starken Fokus auf Effizienzüberlegungen hinter den manifest geäußerten Partizipationsbestrebungen. Durch die diffuse und allgemeine Natur der verwendeten Argumente wird außerdem eine breite Anschlussfähigkeit und damit einhergehend eine herrschaftssichernde Wirkung der Dokumente angestrebt.
Restricted access

Series:

Frank Puchert

Das Stromeinspeisungsgesetz von 1990 hatte einen Windkraft-Boom ausgelöst. Anfang der 1990er Jahre entstanden so hunderte von Windenergieanlagen entlang der deutschen Küste. Diese Windkonverter waren jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 1994 überwiegend zu Unrecht genehmigt worden. Der Gesetzgeber reagierte und nahm mit der Baurechtsnovelle von 1998 Windenergieanlagen in den Katalog privilegierter Außenbereichsvorhaben auf. Die Vielzahl von Streitverfahren im Landkreis Aurich belegt jedoch, dass die Rechtslage bis heute unsicher geblieben ist. Eine über mehr als anderthalb Jahrzehnte kritische Verwaltungspraxis wirft Fragen auf. Diese Arbeit befasst sich daher mit den Entscheidungsfaktoren in der öffentlichen Verwaltung. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Maßgaben wird der Einfluss politischer als auch menschlich-emotionaler Gesichtspunkte untersucht.
Restricted access

Topik und Rhetorische Rechtstheorie

Eine Untersuchung zu Rezeption und Relevanz der Rechtstheorie Theodor Viehwegs

Agnes Launhardt

Im Jahre 1953 erschien die Abhandlung «Topik und Jurisprudenz» von Theodor Viehweg. Danach bildet die Topik als eine von der Rhetorik entwickelte Technik des Problemdenkens ein konstitutives Element des juristischen Denkens. Diese These war in den 50er und 60er-Jahren Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen. Dann wurde sie weitgehend für erledigt erklärt. Indes läßt sich zeigen, daß die Rezeption Viehwegs und der Verlauf der Debatte von Fehldeutungen und Missverständnissen bestimmt wurden, die sich teilweise bis heute fortgesetzt haben. Recht verstanden kommt dem Ansatz Viehwegs und der durch ihn begründeten Rhetorischen Rechtstheorie noch immer eine eigenständige Berechtigung zu.
Restricted access

Analytische Rhetorik

Rhetorik, Recht und Philosophie- Herausgegeben von Katharina Gräfin von Schlieffen

Katharina Gräfin von Schlieffen

Die analytischen Schriften Ottmar Ballwegs entwerfen eine Rhetorik des Rechts und der menschlichen Angelegenheiten. Ballwegs Denken zeigt, wie als Antwort auf die Erfahrung bestimmter Situationen und dadurch geprägter Meinungen scheinbare Wahrheiten – Wahrscheinlichkeiten – formuliert werden. So sind auch die Sätze des Rechts (dogmatisierte) Meinungen, und eben keine Wahrheiten, allenfalls Ausdruck von Klugheit (Jurisprudentia), aber nicht von Wissenschaft; sie erwachsen aus der Erfahrung einer immer nur zeitbezogenen Stellungnahme zu situativen Problemen.
Restricted access

Declamatio Romanorum

Dokument juristischer Argumentationstechnik, Fenster in die Gesellschaft ihrer Zeit und Quelle des Rechts?

Vera Langer

Gegenstand dieser Arbeit sind die römischen Deklamationen des Prinzipats. Die Deklamationen Senecas des Älteren, Quintilians und Calpurnius Flaccus’ werden auf ihre Relevanz für die Rechtsgeschichte hin untersucht. Der Realitätsbezug des verwendeten Rechts wird ebenso geprüft wie die Methode der juristischen Argumentation und der sozio-kulturelle Kontext. Die in der Literatur bislang herrschende Ansicht, die römischen Deklamationen seien reine rhetorische Übungsstücke und für die Rechtsgeschichte nicht von Bedeutung, wird in der Arbeit widerlegt.
Restricted access

Die sportethische und strafrechtliche Bedeutung des Dopings

Störung des wirtschaftlichen Wettbewerbs und Vermögensrelevanz

Gundula Momsen-Pflanz

Der Umgang mit Doping ist heute eine der großen Herausforderungen für den Leistungssport. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht zunächst die Frage, ob das von der Sportethik verurteilte Doping zugleich ein strafrechtlich relevantes Verhalten darstellt. Ausgehend von der fortschreitenden Kommerzialisierung des Leistungssports liegt das Forschungsinteresse insbesondere bei den Schutzgütern des wirtschaftlichen Wettbewerbs und des Vermögens; der Aspekt des Gesundheitsschutzes bleibt dabei weitgehend ausgeblendet. Die gegenwärtig weitgehend auf den Schultern der Sportverbände ruhende Verfolgung von Doping kann den Schutz dieser Rechtsgüter nur unzureichend gewährleisten. Da die Vereinsfreiheit (Art. 9 I GG) einem staatlichen Eingriff insoweit nicht entgegensteht, ist ein strafrechtlicher Schutz von Vermögen und Wettbewerb bereits gegenüber abstrakten Gefährdungen durch Doping möglich und sinnvoll. Auf dieser Grundlage werden abschließend Leitlinien eines Dopingtatbestandes entwickelt.
Restricted access

Jaime Reyes-Alvarez

Ausgangspunkt dieses Buches ist die Beobachtung periodischen Wechsels von Zivil- und Militärregierungen in Iberoamerika. Der Verfasser nimmt diese Beobachtung als Anlaß, nach den Gründen dieses Wechsels zu fragen. Er markiert hierzu zunächst den Unterschied zu den aus Westeuropa vertrauten Mustern, die eine relativ weitgehende Deckung von Verfassungstext und Verfassungswirklichkeit voraussetzen. In Iberoamerika stellt er «unterhalb» der offiziellen Verfassungstexte personenorientierte Netzwerke und entsprechende Semantiken fest, welche die Person wichtiger erscheinen lassen als den Verfassungsstaat. Politik wird vor allem in symbolischen Formen ausgetragen, Regierungskunst ( Ars Regnandi) wird als Kunst verstanden, sich Loyalitäten zu verschaffen. Letzteres geschieht auch durch Rhetorik und zeichenhaftes Handeln. Die Diskrepanz zwischen westlichen Verfassungstexten samt entsprechenden Diskursen und iberoamerikanischem Politikverständnis ist die eigentliche Quelle der politischen Instabilität.
Restricted access

Politischer Druck und richterliche Argumentation

Eine rechtsrhetorische Analyse von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts

Markus Solbach

Juristische Methodenlehre beschränkt sich – weitgehend unter Ausblendung der Urteilsrealität – zumeist auf das Aufstellen abstrakter rationaler Postulate und ignoriert die alte aristotelische Erkenntnis, daß sich Argumentation in prudentiellen Disziplinen an den ganzen Menschen, also auch an Haltungen und Gefühle richtet. Diese Untersuchung vergleicht je zwei unter politischem Druck ergangene und politisch unauffällige Entscheidungen und analysiert diese sowohl auf den Einsatz von Argumenten als auch auf die Verwendung rhetorischer Figuren, um so die tatsächliche Überzeugungsarbeit des Bundesverfassungsgerichts offenzulegen. Die Ergebnisse sollen auch Anstöße geben zu einer neuen, praxisorientierten Methodendiskussion.