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Deutsche Geschichte & Grammatik für den Deutschkurs für Englischprachige

Ein Überblick über die Geschichte Deutschlands von den Anfängen bis zum II. Weltkrieg und Grammatikübungen

Sven-Ole Andersen

Deutsche Geschichte & Grammatik für den Deutschkurs für Englischprachige bietet einen Überblick über die deutsche Geschichte in einfachen Texten und Grammatikübungen für die Lernstufen A2-B2, Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache. Es kann als Kursbuch benutzt werden oder als Zusatzmaterial. Es enthält einige Erklärungen in Englisch. Schüler und Studenten können somit ihr Wissen hinsichtlich deutscher Geschichte, Grammatik und Leseverständnis trainieren und verbessern.

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Die Völkerwanderung

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Im antiken Griechenland wurden alle Menschen Barbaren genannt, die die griechische Sprache nicht oder nur schlecht beherrschten (Borst 7). Auch die Römer nannten alle Menschen, die sie als unzivilisiert und primitiv betrachteten, Barbaren. Und diese wanderten jetzt in immer gröβerer Anzahl in Richtung Rom (Halsall 35–40).

Ungefähr um das Jahr 200 unserer Zeit begann eine Epoche, die wir heute die Völkerwanderung nennen. Immer mehr Menschen verlieβen mit ihrer Familie, Sippe oder fast dem ganzen Stamm ihr Siedlungsgebiet, um einen neuen Lebensraum zu finden. Diese Migration wurde durch Hunger, karge Ackerböden, Kriege und feindliche Auseinandersetzungen ausgelöst. Im Laufe der Jahre kam es dazu, dass sich neue germanische Stämme bildeten.

Zu den ersten, die ihr Siedlungsgebiet verlieβen, gehörten die Goten. Sie kamen ursprünglich aus Skandinavien. Zu den wichtigsten, auch heute noch bekannten Stämmen, gehörten die Friesen, Angeln, Sachsen, Burgunder, Vandalen, Franken und Alamannen. Die Angeln und Sachsen lieβen sich besonders in England nieder. Die Vandalen, die als besonders kriegerisch angesehen wurden, wanderten bis ins nördli←15 | 16→che Afrika ein, während die Franken ganz langsam den Grundstein für das heutige Frankreich legten. Die Wanderung der Völker wurde noch verstärkt, als im Osten die Hunnen einfielen. Diese Krieger, die aus Asien stammten, waren sehr gute Reiter und Bogenschützen und verbreiteten Angst und Schrecken in ganz Europa. Immer mehr Stämme drangen nun in römische Gebiete...

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