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Zum Phänomen des Austauschs in den Geistwissenschaften/Les phénomènes de l'échange dans les sciences humaines

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Edited By Silvia Richter and Maude Williams

Obwohl dem Begriff des Transfers, insbesondere des Kulturtransfers, in der Forschung heute große Aufmerksamkeit zukommt, findet im Gegenteil derjenige des Austauschs weit weniger Beachtung. Dennoch ist das Phänomen des «Austauschs» allgegenwärtig in den Arbeiten der Geisteswissenschaften.

In vielen Bereichen der Geisteswissenschaften erweist sich dieser Begriff als nützlich, um Transformationsprozesse, von der Moderne bis heute, zu analysieren. Durch Beispiele aus Geschichte, Philosophie, vergleichender Literaturwissenschaft, Linguistik sowie zeitgenössischer Kunst hinterfragen die in diesem Band versammelten Autoren den Begriff des Austauschs, seine Art, Formen und Wirkungen. Bei der Vielfalt der Austauschsformen konzentrieren sich die Autoren insbesondere auf deren Charakteristika und Besonderheiten, um die Grundlagen für eine tragfähige Definition des Austauschs zu legen.

Bien que la notion de transfert, notamment de « transfert culturel » (Kulturtransfer) soit aujourd’hui bien étudiée, celle de l’échange au contraire est quelque peu délaissée par la recherche. Le phénomène de « l’échange » est pourtant omniprésent dans l’étude des sciences humaines. Dans beaucoup de domaines scientifiques, cette notion s’avère utile afin d’analyser des processus de transformation de l’époque moderne à nos jours.

À travers l’histoire, la philosophie, la littérature comparée, la linguistique et l’art contemporain, les auteurs de cet ouvrage s’interrogent sur la notion d’échange, sa nature, ses formes et ses effets. Parmi la diversité des formes d’échange, les réflexions des auteurs se focalisent notamment sur ses caractéristiques, ses spécificités, afin de poser les jalons d’une définition viable de ce qu’est l’échange.

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Austausch auf Augenhöhe? Deutsch-französische Begegnungen von Wohlfahrtsorganisationen während der Besatzungszeit in Deutschland und Frankreich (1940–1949)

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← 136 | 137 →DANIEL HADWIGER*

Austausch auf Augenhöhe?

Deutsch-französische Begegnungen von Wohlfahrtsorganisationen während der Besatzungszeit in Deutschland und Frankreich (1940–1949)

Während der deutschen Besatzung Frankreichs im Verlauf des Zweiten Weltkriegs empfahl die französische Sozialarbeiterin Hélène Gautier, sich intensiv mit der Wohlfahrtspflege der Besatzungsmacht auseinanderzusetzen. Das nationalsozialistische Regime habe die bestehende Fürsorge in Deutschland weiterentwickelt und verbessert. Neben der besonderen Sorge um Mutter und Kind sei in Deutschland vor allem das neue Verantwortungsgefühl des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft hervorzuheben. Zwar wird die Einschränkung der Fürsorge auf erbgesunde Personen kritisch bewertet, die deutsche Wohlfahrtspflege wird jedoch allgemein als Vorbild für das eigene Land gesehen:

Chaque peuple poursuit son œuvre de solidarité dans la forme appropriée à son génie. Les notions dont nous signalons la rigoureuse application en Allemagne s’imposent par leur évidence et, si elles étaient appliquées en France, elles permettraient un rendement infiniment meilleur, pour le plus grand bien des déshérités1.

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