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Mission écologie/Auftrag Ökologie

Tensions entre conservatisme et progressisme dans une perspective franco-allemande/Konservativ-progressive Ambivalenzen in deutsch-französischer Perspektive

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Olivier Hanse, Annette Lensing and Birgit Metzger

Au XXe siècle, l’écologie est devenue, en France comme en Allemagne, un sujet social et politique de premier ordre. Quelle place occupent les divers acteurs, leurs idées et leurs modes d’engagement dans le paysage politique allemand et français ? Quels rapports entretenaient-ils ? Dans quelle mesure les débats sur le positionnement difficile de l’écologie politique sur l’axe traditionnel gauche-droite aboutissent-ils à des prises de position différentes en France et en Allemagne ? Ces questions sont au centre des contributions de cet ouvrage, qui s’inscrit dans une approche transnationale de l’histoire environnementale du XXe siècle et inclut dans sa réflexion, en plus des mouvements et partis politiques, des modes d’expression et d’engagement comme le syndicalisme, la culture du corps, la naturopathie et l’agriculture biologique.

 

Im 20. Jahrhundert wurde die Ökologie in Frankreich wie in Deutschland zu einem zentralen politischen und gesellschaftlichen Thema. Wie lassen sich die unterschiedlichen Akteure, ihre Ideen und Handlungsweisen in den politischen Landschaften in Deutschland und Frankreich verorten? Wie bezogen sie sich aufeinander? Inwiefern rufen die Debatten zur schwierigen Verortung der politischen Ökologie im Rechts-Links-Schema in beiden Ländern unterschiedliche Stellungnahmen hervor? Diese Fragen stehen im Zentrum dieses Bandes, der sich einer transnationalen Umweltgeschichte im 20. Jahrhundert verschreibt und über die politischen Bewegungen und Parteien hinaus vielfältige Ausdrucks- und Handlungsformen wie die Gewerkschaften, die Körperkultur, die Naturheilkunde und die biologische Landwirtschaft miteinbezieht.

 

 

 

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«Ein vordringlich europäisches Problem»? Industrielle Verschmutzung und die Entstehung saarländischer Umweltproteste im deutsch-französischen Grenzgebiet, 1957-1959 (Jonas Kaesler)

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Ein vordringlich europäisches Problem?

Industrielle Verschmutzung und die Entstehung saarländischer Umweltproteste im deutsch-französischen Grenzgebiet, 1957-1959

Jonas KAESLER*

Der Artikel analysiert die Entstehung der Umweltproteste im saarländisch-lothringischen Grenzgebiet zwischen 1957 und 1958 in ihrem lokalen, nationalen und transnationalen Kontext. Hierbei stehen besonders Mobilisierungsmechanismen und die Rolle der verschiedenen in die Umweltproteste involvierten Akteure im Vordergrund. Zwei Forschungsfragen stellen sich: Wie und warum entstanden die Proteste gegen die von den Houillères du Bassin de Lorraine (H.B.L.) verursachte Umweltverschmutzung? Welche historischen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründe begünstigten die Entstehung saarländischer Protestgruppen? Und welche Rolle spielte dabei der lokale, regionale und transnationale Kontext der Umweltproteste im deutschfranzösischen Grenzgebiet? Diese Fragen stellen nur einen kleinen Einblick in mein aktuelles Dissertationsprojekt dar und können im Rahmen dieses Beitrags keine endgültigen Antworten bereitstellen.1 Vielmehr sollen sie anregen zu einer Reflexion über die in meiner Dissertation aufgeworfenen Fragen nach der transregionalen und -nationalen Verflechtung früher Umweltdebatten, dem Mensch-Natur-Umwelt-Verhältnis der frühen Umweltakteure und das Infragestellen des eindeutigen «ökologischen Umbruchs» in den ← 131 | 132 → siebziger Jahren, zugunsten einer auf langfristige Transformationsprozesse hinauslaufenden Geschichte der Umweltproteste.

Transnationale Umweltgeschichte und vorökologische Umweltkonflikte

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