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Nachhaltiger Konsum und Lebensstile in der Schweiz

Eine soziologische Betrachtung individueller Selbstwahrnehmung des «Lifestyle of Health and Sustainability»

Series:

Evelyn Markoni

Saisonales Gemüse aus dem Bioladen, Carsharing und Ökostrom: Konsumierende, die bewusst dem Leitbild der Nachhaltigkeit Genüge leisten wollen, verfolgen mit ihren Kauf- und Lebensstilentscheidungen ökologische und soziale Prinzipien.

Die Autorin setzt sich in ihrer Dissertation intensiv mit zentralen Fragen zum nachhaltigen Konsum und zu nachhaltigen Lebensstilen in der Schweiz auseinander. Dies in den Bereichen Ernährung, Wohnen und Mobilität, da hier Konsumierende auf individueller Ebene grossen Einfluss nehmen können. Als Beispiel dienen die LOHAS, die als Einzelpersonen und als Gruppe für den Lifestyle of Health and Sustainability stehen. Deren Anspruch an einen nachhaltigen Konsum erforscht die Autorin anhand zahlreicher Interviews. Dabei geht es ihr um Vorstellungen, Verhaltensweisen und Widersprüchlichkeiten im Konsumverhalten. Diese sind oftmals auf individuelle Faktoren, strukturelle Gegebenheiten, aber auch auf geltende Konventionen zurückzuführen. Die LOHAS tragen so zu einem besseren Verständnis von einem breitenwirksamen Anspruch an einen nachhaltigen Konsum und nachhaltiger Lebensstile bei.

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4 Falldarstellungen: Experten im Fokus meiner Untersuchung

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Ziel dieses Kapitels ist es, die durchgeführten Experteninterviews zusammenzufassen, um im Anschluss die Ergebnisse aus der empirischen Untersuchung analysieren zu können. Dieses Kapitel stellt sechs Fälle detailliert dar, wobei die verbleibenden 14 Interviews im Anschluss zusammengefasst werden. Die Auswahl der detaillierten Fallbeschreibungen erfolgte nach unterschiedlichen, sich kontrastierenden Kriterien, wie dem Alter, dem Geschlecht, dem Familienstand und der Bildung sowie politischer Aktivität und dem Kriterium, ob den Befragten der Aspekt Gesundheit wichtig erscheint; dies, um die Heterogenität innerhalb der LOHAS zu verdeutlichen. Diese sechs befragten Personen erhalten ein niedriges bis mittleres Einkommen. Sie kennen den Begriff LOHAS und fühlen sich zugehörig. Georg betont, dass er äusserlich nicht als jemand erkannt werden möchte, der sich für die Umwelt engagiert und den typischen Öko darstellt. Corinne dagegen fühlt sich stärker zu den Ökos hingezogen als zu den modernen LOHAS, in denen sie eine Designkomponente sieht. Diese Interviewpartner/innen engagieren sich sowohl privat als auch beruflich im Bereich Nachhaltigkeit, ausser Brigitte. Sie ist Rentnerin und interessiert sich nun vermehrt für das Thema nachhaltiger Konsum, da sie mehr Zeit zur Verfügung hat, ihre Kaufentscheidungen abzuwägen. Für Tobias ist die Gesundheit nicht der Grund, um nachhaltig zu konsumieren. Er ist politisch aktiv und innovativ, indem er ein öko-soziales Projekt gegründet hat. Auch für Georg steht die Gesundheit nicht im Mittelpunkt seiner Entscheidungen, da er den Gesundheitsaspekt bei Bioprodukten anzweifelt. Für Nele ist Gesundheit sehr wichtig, weshalb sie...

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