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Überzeugungen zu frühkindlichen Bildungs- und Lernprozessen und die damit implizierten Aufgaben

Eine qualitative Studie in Kindertageseinrichtungen der deutschsprachigen Schweiz

Katrin Schaerer-Surbeck

Der Bedarf an frühkindlichen Betreuungseinrichtungen ist unbestritten und ihnen werden neue Funktionen zugeschrieben: Individuelles Begleiten und Unterstützen von frühkindlichen Bildungs- und Lernprozessen. Damit steht das Personal vor neuen Herausforderungen.

Wenn ein Paradigmenwechsel hin zu einem «Bildungsauftrag» angestrebt wird, lässt sich dies nicht über die Köpfe des frühpädagogischen Fachpersonals hinweg realisieren. Deren Verständnis und Überzeugungen beeinflussen zentral die Umsetzung der neuen Anforderungen.

In der vorliegenden Untersuchung wird der Frage nachgegangen, wie die Fachpersonen ihre Aufgaben in Bezug auf das Begleiten von frühkindlichen Bildungs- und Lernprozessen beschreiben. Dabei sollen, und so ist die qualitative Studie angelegt, die Protagonisten und mehr noch die Protagonistinnen selber zu Wort kommen. Ihre Überzeugungen werden in ihrer Komplexität aufgefächert und dargestellt. Die Studie leistet einen Beitrag zur aktuellen Bildungs-, Qualitäts- und Professionalisierungsdebatte im Frühbereich.

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5. Untersuchungsergebnisse

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5.    Untersuchungsergebnisse

In diesem Kapitel werden die Untersuchungsergebnisse dargestellt und erläutert. Die Auswertung erfolgt entlang der Hauptkategorien, welche in Tabelle 5 dargestellt sind (vgl. Kapitel 4.6).

5.1    Bildungsinhalt, -gegenstand

Die Darstellung der Untersuchungsergebnisse startet bei der Strukturdimension bzw. der Hauptkategorie „Bildungsinhalt, -gegenstand“. Im Gegensatz zu anderen deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Österreich) verfügt die Schweiz über keine verbindlichen frühkindlichen Bildungspläne bzw. über bildungsinhaltliche Vorgaben. Deshalb wurde neben den Bildungsinhalten bzw. -anregungen, die auf freiwilliger Basis den Kindern zugänglich gemacht werden, auch nach der Haltung gegenüber eines zukünftigen verbindlichen Bildungs- oder Orientierungsplans für die Schweiz gefragt und damit einhergehend auch danach, ob der öffentliche frühkindliche Bildungsdiskurs von den pädagogischen Fachpersonen überhaupt als sinnvoll erachtet wird.

Die inhaltliche Strukturierung des Unterkapitels 5.1 erfolgt nach dem Kategoriensystem und wird in der Tabelle 8 dargestellt. ← 149 | 150 →

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