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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750) IV

Beiträge zur vierten Arbeitstagung in Palermo (April 2015)

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Laura Auteri, Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

In Fortsetzung des Arbeitsprogramms der Forschungsgruppe widmet sich dieser Band einer ungewohnten Perspektive der Rezeptionsliteratur, nämlich der Aufnahme von historischen Figuren und literarischen Werken der frühen Neuzeit in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Von der Melusinenlegende bis zu den utopischen Entwürfen des 17. Jahrhunderts wird das Fortleben dieser Stoffe an zahlreichen Beispielen illustriert. Dabei stellt sich heraus, dass geeignete Figuren sehr häufig für die nationalistische Propaganda der Moderne instrumentalisiert werden.

Der Festvortrag von P. Andersen über die staufische Literatur enthält eine bemerkenswerte These zur Identität von Hartmann von Aue.

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Die Wiederentdeckung von Hans Sachs und den historischen Meistersingern am Ende des 18. und im 19. Jahrhundert: Wieland, Goethe, Lortzings Hans Sachs und Wagners Meistersinger von Nürnberg (Danielle Buschinger)

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Die Wiederentdeckung von Hans Sachs und den historischen Meistersingern am Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert: Wieland, Goethe, Lortzings Hans Sachs und Wagners Meistersinger von Nürnberg

Danielle Buschinger (Amiens)

Zusammenfassung: Wieland und Goethe konnten einen direkten Zugang zu Hans Sachs durch die Ab- und Niederschriften, die er selbst von seinen Werken hergestellt hat, dann durch die dramatischen Aufführungen, die Drucke und die Ausgaben seiner Werke gewinnen. Dann kam die produktive Rezeption von Hans Sachs, und auf diesem Gebiet sollen vornehmlich Goethe, die Dramatiker, wie Deinhardstein, und die Opernkomponisten genannt werden. Bei Wagner, aber auch bei seinen beiden Vorgängern, hat die Figur des Sachs zwar wenig Gemeinsames mit dem historischen Sachs. Dennoch haben Deinhardstein, Reger/Lortzing und an erster Stelle Richard Wagner das große Verdienst und Privileg, Hans Sachs als dramatische Figur vorzuführen und ihm neues Leben einzuflößen. Wagner hat sogar einen fühlenden Menschen sowie einen Erneuerer und ein Genie aus ihm gemacht, nach seinem eigenen Bilde.

Stichworte: Nachleben; direkter Zugang; Meistergesang; produktive Rezeption; Opern; Richard Wagner.

“Haben Sie schon gewusst, dass Hans Sachs würkl. und wahrhaftig ein Dichter von der 1.sten Grösse ist? Ich weiss es erst seit 6 bis 8 Wochen. Wir beugen uns alle vor seinem Genius, Göthe, Lenz und ich.”1 Dieser Satz von Wieland in einem Brief vom 16. April 1776 an seinen Freund Lavater könnte als Motto ← 197 | 198 → für meinen ganzen Vortrag fungieren.2...

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