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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750) IV

Beiträge zur vierten Arbeitstagung in Palermo (April 2015)

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Laura Auteri, Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

In Fortsetzung des Arbeitsprogramms der Forschungsgruppe widmet sich dieser Band einer ungewohnten Perspektive der Rezeptionsliteratur, nämlich der Aufnahme von historischen Figuren und literarischen Werken der frühen Neuzeit in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Von der Melusinenlegende bis zu den utopischen Entwürfen des 17. Jahrhunderts wird das Fortleben dieser Stoffe an zahlreichen Beispielen illustriert. Dabei stellt sich heraus, dass geeignete Figuren sehr häufig für die nationalistische Propaganda der Moderne instrumentalisiert werden.

Der Festvortrag von P. Andersen über die staufische Literatur enthält eine bemerkenswerte These zur Identität von Hartmann von Aue.

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Zeitschrift, Verein, Verlag – Wege der Barockrezeption im Schlesien um die Jahrhundertwende und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Tomasz Jabłecki)

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Zeitschrift, Verein, Verlag – Wege der Barockrezeption im Schlesien um die Jahrhundertwende und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Tomasz Jabłecki (Wrocław)

Zusammenfassung: In der Literatur Schlesiens lassen sich neben gesamteuropäischen Entwicklungslinien, wie etwa die sozialkritische und die sozialistisch engagierte Literatur des Expressionismus, auch Rezeptionstendenzen bemerken, die u.a. auf die schlesische Barockmystik rekurrieren. Der Beitrag erörtert die Frage nach der Aufnahme der barocken Literatur in Schlesien an der Jahrhundertwende und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Untersucht werden u.a. die heimatliche Literatur Fedor Sommers, die Rezeption Jakob Böhmes durch Carl und Gerhart Hauptmann, bei dessen Werk sich naturalistische Elemente mit den Anklängen der schlesischen Mystik und der Romantik überschneiden, sowie nationalsozialistische Umdeutungsversuche der Epigramme Friedrich von Logaus.

Stichworte: schlesische Mystik; Paul Merker; Logaubund Liegnitz; Johannes Hönig; Hans Zuchhold; Friedrich von Logau; Fedor Sommer; Jakob Böhme; Carl Hauptmann; Gerhart Hauptmann.

Schlesien verdankt seine Entwicklung zu einer führenden Literaturlandschaft im gesamten deutschen Sprachraum im 17. Jahrhundert vor allem spezifischen konfessionellen und politischen Bedingungen. Das erzprotestantische, in mehrere Fürstentümer zerteilte Gebiet mit einer gemischten, vor allem deutschpolnischen Bevölkerung war zunächst an Böhmen und später an Habsburg gefallen. Aus den wechselseitigen, multikulturellen Durchdringungen gingen neue überregionale humanistische Impulse hervor, die in Literatur, Theater, Musik und Kunst ihren Niederschlag fanden.

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